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Klaus kritisierte erneut EU-Reformvertrag

27.12.2008 | 12:28 |   (APA)

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Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus, dessen Land am 1. Jänner den EU-Vorsitz von Frankreich übernimmt, hat erneut den EU-Reformvertrag kritisiert. In einem Gastartikel für die tschechische Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" betonte er, dieses Dokument führe zu einer "Vertiefung des Demokratie-Defizits". Der EU-Reformvertrag sei ein "Schritt zurück zu der abgelehnten EU-Verfassung".

Der Reformvertrag stelle eine Bewegung vom Europa der Staaten zum Europa eines europäischen Staates dar, meinte Klaus. "Er bedeutet einen Übergang von einer freiwilligen und wiederholt vereinbarten und bestätigten Zusammenarbeit der europäischen Staaten, in Tausenden konkreten Angelegenheiten, zu einer für immer gültigen Dominanz der EU-Organe und Institutionen über den Organen und Institutionen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten", schrieb Klaus in dem Gastartikel, das als "Manual zum Lissabon-Vertrag" betitelt wurde.

Der tschechische Staatschef warnte weiters, der EU-Reformvertrag werde der EU ermöglichen, bei den Mitgliedsstaaten "im Grunde genommen in alles" einzugreifen. Außerdem werde das Abstimmungsgewicht der kleineren Länder einschließlich der Tschechischen Republik gesenkt. Demgegenüber werde das Abstimmungsgewicht der größeren Länder verstärkt. Das Prinzip der Gleichheit der Staaten werde "unterdrückt".

In Tschechien selbst wurde der EU-Reformvertrag noch nicht gebilligt. Beide Parlamentskammern - Abgeordnetenhaus und Senat - haben ihre Debatten darüber unterbrochen und wollen sich damit erst wieder im Februar befassen. Um den Ratifizierungsprozess abschließen zu können, muss das Dokument auch von Klaus unterschrieben werden. Der Präsident deutete jedoch an, er werde das, wenn überhaupt, nicht früher machen als bis die endgültige Entscheidung Irlands bekannt sei. Die Iren haben in einem Referendum den Reformvertrag abgelehnt.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: VACLAV KLAUS EIN GEWICHTIGER EU-SKEPTIKER VOR DEM HERRN
28.12.2008 12:36
0 0

Ist der EU-Reformvertrag ein "Schritt zurück ?


Vaclav Klaus:
" Die EU ist nützlich, es war die richtige Entscheidg, dass wir ihr beigetreten sind,
ABER die EU sollte eine Freihandelszone, kein System von integr. Bundesstaaten sein.“

Hinter dieser Haltg steht die Überlegg , dass MAN seine Eigenständigkeit verlieren wird.
" Bis vor knapp 20 Jahren lag Prag in der Einflusssphäre der Russen,
während der Nazidiktatur waren wir von den Deutschen besetzt
u vor 1918 wurden wir von "WIEN" dominiert."

" Jetzt, da Tschechien souverän ist, ü seinen Weg entscheiden kann,
dürfen wichtige polit. Kompetenzen NICHT der EU übertragen werden!"
"Damit änderten sich die Bedinggn der tschech. Mitgliedschaft, mit denen sich die Bürger
beim "EU-Referendum" einverstanden erklärt haben."

Die EU kritisiert Klaus wg/ ihrer Reguliergswut u der Bestrebg, Kompetenzen in Brüssel zu bündeln.

http://www.mehr-demokratie.de/eu-kritik.html
http://www.ungleich.de/Seiten/eusozia-pages/S70-demokratie.html