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Diplomat: Deutsche Luftwaffe soll Österreichs Luftraum sichern

13.01.2009 | 17:32 |   (DiePresse.com)

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz kritisiert Vollarmeen der einzelnen EU-Staaten: "Was wäre dabei, wenn die deutsche Luftwaffe die Luftraumsicherung von Österreich übernimmt?"

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Die hohen Militärausgaben der EU-Mitgliedsstaaten hat der deutsche Diplomat und derzeitige Vorsitzende der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik, Wolfgang Ischinger, am Montagabend kritisiert. Bei einer von der Hertie School of Governance und dem RBB-Inforadio veranstalteten Diskussion in Berlin führte er als negativ an, dass alle europäischen Staaten eine komplette eigene Armee unterhielten.

"Ich weiß nicht, wie viele Schiffe Österreich hat", sagte Ischinger. Doch solle die EU nachdenken, ob sich unter einem gemeinsamen Dach nicht viel einsparen ließe. "Was wäre dabei, wenn die deutsche Luftwaffe gegen eine gewisse Abgeltung die Luftraumsicherung von Österreich übernimmt", schlug der Diplomat vor. "Ich sehe enorme Synergiepotenziale im Militärischen", um "nicht Verschwendung zu produzieren".

Seit vorigem Jahr ist Wolfgang Ischinger als Nachfolger von Horst Teltschik Vorsitzender der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik, die heuer zwischen 6. und 8. Februar, zwei Monate vor dem NATO-Gipfel in Baden-Baden und Straßburg, stattfinden wird. Deshalb wird dieser Gipfel auch ein Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz sein. Außerdem wird das Verhältnis der NATO zu Russland diskutiert werden, sowie die Vision einer Welt ohne Nuklearwaffen. Auch über die NATO-Mission in Afghanistan in der Zukunft soll gesprochen werden, so Ischinger.

Auch Karzai erwartet

Zur Konferenz wird deshalb neben Afghanistans Präsident Karzai auch ein "hochrangiger Vertreter Pakistans" erwartet, weil laut Ischinger Pakistan eine wichtige Rolle im Konflikt spiele. "Wir müssen regelmäßig und sehr sorgfältig untersuchen, ob wir noch die richtigen Rezepte haben", sagte Ischinger im Hinblick auf den Afghanistan-Einsatz. Alle halben Jahre solle aufgrund der veränderten Lage "nachgesteuert" werden. Man sollte nur dann "nach Afghanistan reingehen, wenn wir nicht in zwei, drei Jahren erschöpft rausgehen. Das richtet nämlich noch mehr Schaden an".

Zur Situation auf dem Balkan sagte der deutsche Diplomat, dass es eine Stagnation in Bosnien gegeben habe: "Ich bin der Meinung, dass europäische Politiker, bevor sie in den Nahen Osten gehen, zuerst sich dieser Krise vor der eigenen Haustür widmen", fügte Wolfgang Ischinger hinzu. "Ich sehe zu wenige Spitzenpolitiker in Pristina."

Wer glaube, dort die Probleme in Monaten oder Jahren zu lösen, sei "auf dem Holzweg", sagte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz. Dies gelte für Bosnien ebenso wie für den Kosovo: "Wir haben regelmäßig unterschätzt, wie lange die Umwandlung im Handeln und Denken dauert."

Ehemaliger Waldheim-Vertrauter

Ischinger hatte beruflich bei den Vereinten Nationen unter UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim begonnen. "Waldheim war neu und arbeitete gerne mit Muttersprachlern", begründete Ischinger sein Engagement vor mehr als 30 Jahren. "Ich war sozusagen der Ersatz-Österreicher", sagte der deutsche Diplomat, weil die UNO-Regelungen restriktiv beim Engagement von Landsleuten eines Funktionsträgers sind. "In der Zeit war nirgends bekannt, was sich später als Skandal über die Vita des Generalsekretärs im Zweiten Weltkrieg entwickelte", sagte der Diplomat über die Zeit unter seinem Chef Waldheim und späteren Bundespräsidenten.

(Ag.)

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70 Kommentare
 
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Herman
14.01.2009 09:40
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die EU sollte eine Nation des Friedens sein

. . . raus aus der NATO und ein 'Ministerium für Frieden' schaffen! Ischinger und Vaclav Klaus hätten da 'eine' Sprache.
Die gemeinsame Luftraumüberwachung wäre der Weg für eine Verteidigung der Gemeinschaft.

Gast: anders_denken
14.01.2009 08:31
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"Österreichergarde" für die EU

Dumm gefragt: warum soll nicht einmal Österreich als Exporteur von "internationalen Sicherheitsdiensten" auftreten. Die Schweizer bewachen den Papst, wir ganz Europa.

Wir sind Neutral, haben eine zentrale Lage und haben - soviel ich weiß - seit über 150 Jahren keinen Krieg mehr gewonnen.

Dann kann Deutschland sich in Afghanistan wichtig machen, Spanien die Weltmeere befrieden und andere Neutrale übernehmen als Service den Teil der Armeen, die noch nötig sind. Den Rest verschrotten und ein paar Leute mehr zur Polizei umschichten. Fertig ist das Neue Europa.

Gast: Befürworter
13.01.2009 19:49
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Gute Idee...

...mit der Luftraumüberwachung! Das könnte man eigentlich gleich aufs ganze Heer ausweiten und damit eine schlagkräftige EU-Truppe auf die Beine stellen mit den besten Einheiten aller Länder!
Hätte mehr Sinn als das jedes Land ein eigenes Heer beschäftigt, spart Kosten welche dann in z.B. bessere Ausrüstung fließen könnte. Also eigentlich für die Soldaten auch positiv.

Für alle die einen "Einmarsch" der Deutschen befürchten, die Deutschen sind jetzt unsere Freunde falls ihr es noch nicht bemerkt habt! Außerdem war das nur ein Beispiel, selbiges hätte man mit Frankreich und Belgien auch bringen können!

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Re: Gute Idee...

die Deutschen waren noch nie und sind auch nicht unsere Freunde.

können sie sich vorstellen wie die nächsten EU-Sanktionen gegen Österreich aussenden werden nach dieser grandiosen Idee:

"geh wir habn eh schon unsere Flieger über der Ostmark, da könn ma gleich ein paar Bomberl abwerfen..."

Antworten Antworten Gast: Zynicus
14.01.2009 16:01
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....von wegen Sanktionen!

Der Sozialist Schröder und der Grünkommunist Fischer haben die "Sanktionen" auf flehentliches Bitten ihrer Genossen Fischer und Klima vorangetrieben!!! So war das!!!

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Guter Ansatz


Guter Ansatz, aber leider ein paar jahrzehnte zu früh.

Österreicher sind Opportunisten. Gratis die Sicherheitsstrukturen der anderen EU-Staaten nutzen aber selbst nichts dazu beitragen - weil "Mozartkugel-Neutral".

Melchen Stellenwert die Neutralität und die damit zwangsweise verbundene Landesverteidigung hat hat man ja am linken Zirkus rund um die Flugzeug-Beschaffung gesehen.

Antworten Gast: Österreicher
13.01.2009 20:38
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Re: Guter Ansatz

Ich finde, dass der Vorschlag mit der gemeinsamen Überachung durchaus was hat..
ich denke dass zwischen Österreich und Deutschland nicht viele Unterschiede sind.. wenn wir uns gemeinsam verteidigen, warum nicht.. profitieren können nur wir ^^

Antworten Antworten alice
13.01.2009 21:45
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Re: Re: Guter Ansatz

na klar doch ihr ostmärker...habt ihr es endlich eingesehen dass ihr zum großdeutschen reich gehört ...ihr arme würstchen ihr könnt euch nichtmal selbst verteidigen...tja spät aber doch .....einer schafft an WIR und die diener parieren IHR

Antworten Antworten Antworten Gast: peter_s
14.01.2009 07:53
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Re: Re: Re: Guter Ansatz

alice, leider gottes stellt sich die frage nicht wirklich, da oesterreich ein souveraenes und eigenstaendiges land ist. selbst wenn wir uns aus ein paar ferngesteuerten fliegern und pfitschipfeilen eine luftabwehr basteln muessen, waere mir das alles noch am arsch lieber als einen piefke ueber meinem oesterreich fliegen zu sehen.

falls es dir nicht aufgefallen ist: ihr seid ein kriegsfuehrendes land und deshalb schon im tendenziell neutralen .at nicht gern gesehen. ausserdem koennen wir oesis euch piefkes a priori nicht leiden

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Art 23 GG

Bitte liebe Bundesrepublik führ den Art 23 GG wieder ein und laß und beitreten. Dann erübrigt sich die Debatte!

Gast: Gast
13.01.2009 18:31
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EU Heer

Dieser Vorschlag hat was.
Aber nicht Deutschland sondern gleich die EU.
27 Eigenständige Ministerien sich absoluter Luxus.

Gast: Kapitän
13.01.2009 18:12
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"Ich weiß nicht, wie viele Schiffe Österreich hat"


Wir haben keine Schiffe sondern Atom-U-Boote die mit Atomraketen bewaffnet sind.
Diese befinden sich laufend auf Patrouille im Donaukanal oder auf Donauinsel.

Das haben die Deutschen aber nicht :-)

Gast: Nenne mich einfach Gott
13.01.2009 17:40
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Eurofighter


Geh bitte, wozu brauchen wir die Deutsche Luftwaffe auf unserem Staatsgebiet und die Eurofighter erst recht?

Wir brauchen Atombomben!
Ja genau und zwar sofort, dann wird uns keiner mehr auslachen! Nicht einmal beim Fußballspielen :-)

Antworten Gast: Sven
14.01.2009 09:11
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Re: Eurofighter

Lieber Gott,

nimm diese Österreicher zu dir...

So hat die Menschheit eine Heuhelei weniger

Gast: 123
13.01.2009 17:38
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Balkan

Die Idee Europa soll erst die Lage am Balkan stabilisieren und sich dann erst im Rest der Welt einmischen finde ich sehr intelligent. Die andere Idee mit der fremden Luftraumüberwachung halte ich für überflussig.

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die Deutschen wollen schon wieder marschieren

der Adolf unseligen Angedenkens hatte diese Idee schon vor 70 Jahren

Wir Österreicher werden das nicht zulassen - nie wieder!


Antworten textor
14.01.2009 07:05
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Re: die Deutschen wollen schon wieder marschieren

Der Af war aber bekanntliche ein Österreicher

Antworten Antworten Otsch
15.01.2009 18:01
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Re: Re: die Deutschen wollen schon wieder marschieren

So weit ich mich erinnere, war Hitler schon vor dem Anschluss Österreichs d e u t s c h e r Reichskanzler und somit Deutscher obwohl in Braunau geboren. Er diente auch schon im Ersten Weltkrieg im deutschen Heer und nicht im k&k Militär. Beethoven ist in Bonn geboren, war aber sein ganzes Leben Österreicher.

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Re: die Deutschen wollen schon wieder marschieren

Also bitte, wahrscheinlich wollen FPÖ Wähler das gerade nicht, mich würde es nicht extrem stören, wenn die Deutschen uns überwachen. Die USA tuts eh jetzt schon :P

Gast: BMH
13.01.2009 17:26
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Danke SP

Mit ihrer anti luftraum sicherungs politik arbeitet die SP wieder mal an den anschluss an den grosz deutschen bruder hin. Dies ist sicherlich im masterplan des groesten zeitungsonkel aller zeiten CATO so auch vorgesehen: Zuerst raus aus der EU und dann wieder ein REICH mit den groszen Bruder.............

Gast: deaschowida
13.01.2009 16:51
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es gab schon einmal eine zeit,

in der deutschland ganz europa "verteidigen" wollte.

das brauchen wir nicht mehr.

Sehr geehrter Herr Ischinger, nein danke!

Haudegen
13.01.2009 15:55
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Staatsaufgabe

1. In Deutschland wurde die Führungszentrale Nationale Luftverteidigung (FüZNatLV) errichtet, die eng mit dem NATO-Gefechtsstand CAOC 2 in Kalkar zusammenarbeitet. In dieser Führungszentrale versehen Soldaten, Beamte des Bundesgrenzschutzes und Mitarbeiter des Verkehrsministeriums ihren Dienst.
Damit wird der Forderung Rechnung getragen, dass die Luftverkehrskontrolle und die Abwehr von terroristischen sowie kriminellen Aktivitäten im Luftraum wegen der hiermit verbundenen politischen und rechtlichen Implikationen ausschließlich in nationale (deutsche) Verantwortung fallen. Aktive Luftraumüberwachung ist eine Staatsaufgabe. Die Mitüberwachung des österreichischen Luftraumes wäre aus der Sicht des deutschen Rechts nicht möglich.
2. Bedenken des deutschen Verfassungsgerichts beim Einsatz von Abfangjägern.
3. Österreich ist ein immerwährend neutraler Staat und nicht Mitglied der NATO.

toranaga
13.01.2009 15:48
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...

das ist ein auftrag, den nur einer erledigen kann:

CAPTAIN FUTURE !!!

Gast: eg
13.01.2009 15:45
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Das könnte die Zukunft sein!

In der EU machen heute kleine Kriegsheere keinen Sinn. Ein kleines Heer in Dänemark, ein kleines Heer in Litauen ein kleines Heer in Belgien, ein kleines Heer in Österreich u.s.w. sind für diese "Staaten" nur dazu da um Geld zu verbrennen. Für den Notfall benötigen diese Staaten ein Technisches Hilfswerk und die Beistandspflicht in Notsituationen mehr nicht. Die Auflösung des Verteidigungsministerium samt Minister u.s.w. (in unserem Fall eine win - win Situation) wäre ein weiteres. Daher ist dieser Beginn ein guter Ansatz zu einem vernünftigen Umgang mit unserem Steuergeld.

Antworten Gast: Aufgepasst
13.01.2009 17:00
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Re: Das könnte die Zukunft sein! WIRKLICH ???

Ich glaub da hat jemand nicht verstanden wozu nationale Unabhängikeit und Selbstorganisation im Staat dient!

Denk einmal nach in welche Abhängikeit unsere Politiker geraten würden wenn ein fremdes Heer mit einem Bein in unserem Parlament stehen würde..! Wollen wir das wirklich?

Wenn du einen vernünftigen Umgang mit unserem Steuergeld forderst, dann würde ich mich mal erkundigen wieviel wir (und andere Staaten auf der Welt) an Zinsen für die Staatsverschuldung zahlen! Wieso eigentlich Zinsen - ich dachte die Zentralbank gehört dem Staat..? Welcher Minister (der vom Volk gewählt wurde) trifft Entscheidungen in der Zentralbank? ...

Antworten Antworten Gast: frageanaufgepasst
13.01.2009 17:58
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Re: Re: Das könnte die Zukunft sein! WIRKLICH ???

Lieber Aufgepasst, bitte erklären Sie mir den Zusammenhang zwischen Zinsenaufwendungen für Staatsverschuldung und Zentralbank. Weiters würde mich interessieren, was Sie mit Ihrer abschließenden (anscheinend rhetorisch zu verstehende) Frage sagen wollen.

Bitte klären Sie mich auf!

 
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