Vor dem letzten vollen Arbeitstag von George W. Bush am Montag zeigt der ORF das Porträt des US-Präsidenten von Oliver Stone: "W." heißt der Film, der als TV-Weltpremiere Sonntag, 20.15 Uhr, in ORF1 läuft. Erst Mitte Oktober war die Bush-Biografie, die sich mit der Zeit vor seiner zweiten Amtszeit befasst, in den US-Kinos angelaufen.
Die Kritik beurteile das Werk des als politisch liberal geltenden Regisseurs ("Platoon", "JFK", "Natural Born Killers") dennoch als zurückhaltend. Auch Stones Porträt des kubanischen Ex-Präsidenten Fidel Castro war 2003 relativ harmlos ausgefallen. Für seine Darstellung gelobt wurde allerdings Josh Brolin in der Titelrolle. Der verwechselt in seiner Rolle als 43. US-Präsident (real-)satirisch z. B. das Gefangenenlager Guantanamo mit dem Songtitel "Guantanamera".
Der ORF erhofft sich von der TV-Weltpremiere von "W." gute Einschaltquoten: Schon mit Michael Moores "Fahrenheit 911" habe man zu diesem Thema ins Schwarze getroffen, sagte ORF-Film- und Serienchefin Andrea Bogad-Radatz zur "Presse". ORF2 überträgt am 20. Jänner dann auch die Inauguration des neuen US-Präsidenten Barack Obama ab 17.40 Uhr live (ebenso auf ORF.at als Live-Stream). Am Dienstagabend steht in ORF2 ein "Runder Tisch" auf dem Programm (22.30 Uhr, Thema: „Barack Obama - wohin steuert er die USA?").
(Red.)
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