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Obama stoppt Guantanamo-Prozesse und Bush-Verfügungen

21.01.2009 | 12:46 |   (DiePresse.com)

Der neue US-Präsident Barack Obama ordnet die Aussetzung aller Terrorismus-Verfahren im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo für die Dauer von 120 Tagen an.

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Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt hat der neue US-Präsident Barack Obama seine erste Amtshandlung gesetzt. Alle noch nicht rechtskräftigen Verfügungen seines Vorgängers George W. Bush wurden blockiert.

Wie das Weiße Haus mitteilte, sollen die Entscheidungen der Regierung Bush nun unter "politischen und juristischen Gesichtspunkten" überprüft werden. Medienberichten zufolge ist das ein üblicher Vorgang nach einem Präsidenten-Wechsel. Zu den letzten von Bush verfügten Neuregelungen gehört übrigens die Erlaubnis zum Tragen verdeckter Waffen in verschiedenen Nationalparks.

Auch Guantanamo-Prozesse ausgesetzt

Obama setzte außerdem einen ersten Schritt zur Beendigung der Militärtribunale im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo Bay. Das US-Verteidigungsministerium beantragte, alle Verfahren vor dem Militärtribunal des Gefangenenlagers Guantanamo für die Dauer von 120 Tagen auszusetzen. Eine richterliche Entscheidung darüber wird noch für Mittwoch erwartet.

Die Aussetzung der Verfahren solle "im Interesse der Gerechtigkeit" erfolgen, heißt es laut Nachrichtenagentur AFP in den Schriftsätzen der Klagevertretung. In der Zwischenzeit will die neue Regierung von US-Präsident Barack Obama die Verfahren überprüfen. Die Initiative gehe von Obama und Verteidigungsminister Robert Gates aus. Die Verfahren sollen bis zum 20. Mai unterbrochen werden. Obama hatte im Wahlkampf gesagt, die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo werde zu seinen ersten Amtshandlungen gehören.

In Guantanamo werden zur Zeit noch rund 245 Terrorverdächtige festgehalten, viele von ihnen bereits seit sieben Jahren ohne Anklage oder Prozesse. Nur etwa 20 Gefangene sollten sich nach bisherigem Stand demnächst als Kriegsverbrecher vor Militärkommissionen verantworten, das heißt Sondergerichten, die von der US-Regierung eigens zur Aburteilung von Guantanamo-Insassen geschaffen wurden.

Volles Programm am ersten Arbeitstag

Für seinen ersten Arbeitstag als Präsident der USA hat sich Obama ein volles Programm aufgelegt. Zunächst ist ein Treffen mit seinen Wirtschaftsberatern geplant, die mit dem Kongress an einem neuen Konjunkturpaket von 825 Milliarden Dollar arbeiten.

Ganz oben auf der Prioritäten-Liste der neuen US-Regierung stehen auch der Irak und Afghanistan. Am späten Mittwochachmittag (Ortszeit) soll über das weitere Vorgehen beraten werden. In seiner ersten Rede als Präsident und als Oberbefehlshaber der Streitkräfte sagte Obama, er werde "damit beginnen, den Irak auf verantwortungsvolle Weise seiner Bevölkerung zu überlassen, und einen hart erkämpften Frieden in Afghanistan zu schließen".

Für den Nahost-Konflikt könnte Obama einen Sondergesandten einsetzen. Im Gespräch ist der frühere Senator George Mitchell, unter dessen Vorsitz eine internationale Kommission 2001 den israelischen Siedlungsstopp in den besetzten Gebieten gefordert hatte.

Kabinett wird bestätigt

Im Senat soll am Mittwoch über die designierte Außenministerin Hillary Clinton abgestimmt werden. Ein Republikaner im Senat hatte sich am Dienstag gegen eine einstimmige Bestätigung gesperrt und damit eine direkte Abstimmung mit Einzel-Namesaufrufen erzwungen. Clintons Ernennung gilt aber als sicher. Obamas Kandidat für das Finanzministerium, Tim Geithner, muss sich dagegen noch in einem Ausschuss Fragen stellen. Ihm wird angelastet, gewisse Steuern nicht bezahlt zu haben.

Für die Berufung von sechs weiteren Minister-Kandidaten hat der Senat bereits am Dienstag grünes Licht gegeben. Bestätigt wurden Medienberichten zufolge Steven Chu (Energie), Arne Duncan (Bildung), Janet Napolitano (Heimatschutz), Peter Orszag (Budgetdirektor), Ken Salazar (Inneres), Tom Vilsack (Agrar) und Eric Shinseki (Veteranen-Angelegenheiten).

(Ag./Red.)

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178 Kommentare
 
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Gast: cassandra
28.01.2009 09:09
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die armen Palestinenser

Alles was wir jemals gemacht haben, war ein paar Ungläubige töten und Hasspredigen auch den ganz Kleinen, und Tod Israel schreien und wollen, und Raketenabschießen buhuhuh und Aufstandschüren huhuhu und kommen die u nd machen SOWAS....wir verstehen das nicht..buhuhuhu

Gast: Gast
25.01.2009 13:11
0 0

was ist ein aggressiver Schrifft für Frieden?

Ganz besonders schnell niederbomben? C-Waffen, A Bomben?
Ist das Obamas Lösung für Pakistan?
Die Militärs sagen, mit konventionellen Methoden läßt sich dort nichts erreichen.
Welche unkonventionellen Methoden wird Obama dann dort anwenden?
Denn ein Friedensfürst ist dieser Mann nicht, diese naive Berichterstatung über ihn, nur weil seine Haut dunkler ist als normal, ist völlig irreführend.
Es geht weiter mit US Krieg. Und es nehmen die Gerüchte über die Errichtung einer echten US Diktatur im Inneren zu. siehe Kopp Verlag, infokrieg tv ua.

Staunton
25.01.2009 09:40
0 0

Zuerst: Die Hamas Weise ist mit deutlicher Mehrheit von den Palästinensern gewählt worden.

Weil die mit den USA und Israel verbündete Fatah völlig korrupt war und sich auch nicht um die Infrastruktur (Bildung, Krankenversorgung usw.) kümmerte.
Und im Gazastreifen hat sich nicht die Hamas an die Macht geputscht (sie war ja an der Macht), sondern die durch die Abwahl von den Futtertrögen vertriebene Fatah wollte sich wieder zurückputschen. Die Hamas wird auch nicht von der Mehrheit der Länder als Terrororganisation betrachtet, sondern von den USA und Israel und auf deren Drängen(!) von "Vasallen" dieser Länder. Dass die Amtszeit ihres Erfüllungsgehilfen Abbas inzwischen abgelaufen ist, dürfte die Vorbilddemokratien USA, Israel und in der EU auch nicht stören. Hat man schön mit dem Krieg gegen Gaza überspielt. Und dass die Palästinenser wieder jemand wählen könnten, der nicht nach der Pfeife der USA und Israels tanzt, wird man auch verhindern. Durch Ausschluss von der Wahl od. dgl.

Gast: AEIOU
23.01.2009 18:35
0 0

Schickt er gar die 6.Flotte um nocheinmal Gaza-Stadt

umzupflügen? Der Konvertit.

Antworten Gast:
24.01.2009 02:52
0 0

peinlicher "Beitrag", du Konvertit


Antworten Antworten wüterich
24.01.2009 10:14
0 1

Bitte, was ist denn an der Frage schon peinlich ? Zutrauen kann man den Amerikanern und ihren Vasallen doch alles !


Antworten Antworten Antworten Gast:
24.01.2009 16:08
0 0

hat dir das dein imam gepredigt, habibi ?




Antworten Antworten Antworten Antworten wüterich
26.01.2009 10:01
0 1

Re: hat dir das dein imam gepredigt, habibi ?

Ich bin ein überzeugter Christ! Was soll ich also mit einem Imam?
Etwas Dümmeres konnte Ihnen wohl nicht einfallen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Aengus
26.01.2009 13:19
0 0

HA HA HA HA Wer's glaubt ...




Herbi70
23.01.2009 17:21
0 0

Raketenbeschuß durch die Hamas

Der Raketenbeschuß durch die Hamas hätte rasch ein Ende. Für jede abgeschoßene Rakete in Richtung Israel sollte Israel einfach eine zurückschicken. Aber eine richtige auf Hamas-Einrichtungen. Dann hat die Hamas nämlich selbst auch etwas von dem Spaß. Und wenn die Hamas mehr keine Einrichtungen hat, dann eben bei der Zivilbevölkerung weitermachen. Schließlich hat sie die Hamas gewählt. Wetten, daß der Beschuß durch die Hamas rasch aufhören würde?

Gast: N;N
23.01.2009 16:58
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nur ein kleiner Beitrag zur deeskalation

http://www.youtube.com/watch?v=rXMIQDVOs98&feature=dir

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Karl Feldner

Schließt das Recht auf Selbstverteidigung die Pflicht sich an das Völkerrecht zu halten aus?

Antworten Ophicus
23.01.2009 15:16
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Re: Karl Feldner

Nein. Der Schutz durch das Völkerrecht setzt aber bis zu einem gewissen Grad voraus, dass man sich selbst dran hält. Und das tut die Hamas noch weniger als Israel.
So wie das Strafrecht Einbrecher nicht vor Prügel schützt.

Ein wesentlicher Unterschied ist aber, dass das Völkerrecht weniger klar als das Strafrecht definiert was passiert, wenn man sich gegen einen Völkerrechtsbruch verteidigt.

Und damit wird die Frage deutlich komplexer als man denken würde.

Antworten Antworten Gast: Karl Feldner
23.01.2009 21:13
0 0

Re: Re: Karl Feldner

Das Gesetz schützt den Einbrecher vor Lynchjustiz, auch wenn dieser ein Gesetzesbrecher ist.

Gast: pour le merite
23.01.2009 13:04
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Als der "Afro-Amerikaner" Barack Obama

die Wahl als US-Präsident gewonnen hatte, schienen die Gutmenschen in aller Welt in himmlischer Verzückung erstarrt zu sein.

Doch er ist nur eine weitere Marionette der Lobby, diesmal halt eine bunte.

"Wenn einer weiß, wie schmutzig das politische Spiel manchmal gespielt werden muss, dann ist es Barack Obama, der in Chicago am eigenen Leib erfahren hat, dass politische Karrieren untrennbar mit den Belangen von Einzelnen und Interessengruppen verknüpft sind." (Welt, Lit.Welt, 3.1.2009, S. 1)

Kaum ist der eine Lügner und Mörder aus dem Amt, kommt der Nächste und macht weiter.

So schaut¿s aus.

Gast: Baracken Sosama
23.01.2009 13:00
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Haha

Das radikale Israel wird sich von einem schwarzen Mann nichts sagen lassen. Die Hoffnung heißt HAMAS.

Gast: Gast
23.01.2009 12:33
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Obama sagt: Grenzen müssen auf

Israel sagt : nein, kein Ziegel kommt rein.
Wir werden sehen, was Obama jetzt macht.

Wenn er sich gegen die Israeli nicht durchsetzt und kein Wiederaufbau in Gaza zustandekommt, und zwar gleich, dann ist er nur ein Ballon heißer Luft.

Ich fürchte, wir haben in den USA nur einen, der viel redet und der zufällig eine Hautfarbe zur Tarnung hat, von dem man also nicht von vornherein annimmt, daß er genauso gut lügen kann wie seine weißen Vorgänger auch.

Antworten Ophicus
23.01.2009 13:08
0 0

Re: Obama sagt: Grenzen müssen auf

Bitte vollständig widergeben:

Obama sagt: Grenzen müssen auf, aber Hamas muss auch aufhören zu kämpfen und Israel anerkennen

Israel sagt: Richtig, aber da die Hamas das nicht tut bleiben die Grenzen zu. Und so ganz auf müssen wir sie eh nicht machen.

Obama sagt: Grenzen müssen auf, aber Hamas muss auch aufhören zu kämpfen und Israel anerkennen

Hamas sagt: Richtig. Aber da Israel die Grenzen nicht aufmacht hören wir nicht mit dem Kampf auf. Und das mit dem anerkennen hast du doch so ernst sicher nicht gemeint, weil das wäre ja böse.

Und irgendwann verläuft sich das ganze im Sande.

JT 1
23.01.2009 10:34
0 0

Auch Obama wird

in Nahen Osten scheitern Die Hamas will nur eines Israel zu zerstören mit Hilfe Irans, Syrien und Libanon!

Gast: eurotor
23.01.2009 10:17
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Schlachtenmotor Geld

Sein Stabchef Rahm wird wohl für weitere unobjektiv Lagebeurteilung sorgen. Gegen bessere Sylvesterraketen sind die dzt. Vorgänge eines demokratischen Rechsstaates unwürdig. Auch die biblische Vorgangsweise Zahn um Zahn ist eigentlich nicht zeitgemäß. ---- Für beide Seiten. Deshalb hilft nur eines EU Gelder komplett abziehen und ausschließlich selbstorganisierte Wohlfahrt leisten.

Antworten Gast: Rahm ist Vorname
23.01.2009 12:23
0 0

Re: Schlachtenmotor Geld

der neue Stabschef im weißen Haus, also der Mann, der wesentlichen Einfluß darauf, hat wer zum Präsidenten vorgelassen wird, heißt Rahm Emanuel, wobei Rahm der Vorname und Emanuel der Nachname ist.
Herr Emanuel hat in der israelischen Armee als Freiwilliger gedient und gilt als Zionist.

Gast: Gast
23.01.2009 10:16
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Husseinverunglimpfung als israelische Propagandataktik

kapiert: jetzt weiß ich, warum das Großkapital Obama unbedingt haben wollte.
Er nimmt Mr.Emanuel, der in der israelischen Armee diente, als Stabschef, Tim Geithner, der Repräsentant der absoluten Elite der (privaten) Geldelite als NY Fed Chef wird Finanzminister und übernimmt damit die hoheitliche Kontrolle über das Geld aller US Bürger. Die Privatisierung des Dollars ist damit im Endstadium.

Und wenn Obama was gegen die Israeli sagt oder unternimmt wird man sagen: er ist ein Hussein.

Daher war er 700 Mio Dollar Spenden im Vergleich zu 100 Mio für McCain wert. Und man kann ihn jederzeit wegen der fehlenden natural born citizen Eigenschaft anklagen und absetzen. Damit ist er erpreßbar.

Alles klar, wieso man Mrs Clinton unbedingt weghaben wollte. Diese Frau wäre unbestechlich gewesen.

wüterich
23.01.2009 09:29
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Was Israel da an militärischer Zerstörungskraft gegen ein paar Bloßfüßige eingesetzt hat. geht wohl unzuläßig weit über Selbstverteidigung hinaus!



Antworten Gast: WhiteRabbit
24.01.2009 16:53
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Re: Was Israel da an militärischer Zerstörungskraft gegen ein paar Bloßfüßige eingesetzt hat. geht wohl unzuläßig weit über Selbstverteidigung hinaus!

Ja, und da haben sie noch verloren. Also sehr einschüchternd hat das auf mich nicht gewirkt. Vermutlich auch nicht, auf die anderen arabischen Länder.
Was haben sie denn nun erreicht. Jeder weiß nun, dass sie den Schwanz im Häuserkampf eingezogen haben.
Sicher, sie haben ca 400 Kinderterroristen getötet, nicht zu vergessen die vielen Frauenterroristen. Einige Uno und Rot Kreuz terroristen. Dann noch sage und schreibe 2 Hamas Führer.
Wieviele Bomben und Brandsätze wurden noch mal auf den kleinen Gaza Streifen ausgeschüttet?
Wenn man bedenkt, wie viele Mäuler man mit Brot statt mit abgereichertem Uran hätte stopfen können.

Antworten Ophicus
23.01.2009 12:25
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Re: Was Israel da an militärischer Zerstörungskraft gegen ein paar Bloßfüßige eingesetzt hat. geht wohl unzuläßig weit über Selbstverteidigung hinaus!

Ansichtssache. Zum Vergleich: Bei Notwehr darf ich in unserem Rechtssystem mich mit jedwedem Mittel verteidigen, dass notwendig ist einen Angriff abzuwehren. Auch wenn ich dabei mehr Schaden anrichte als der Angreifer es gekonnt hätte. Schlichtweg weil durch die rechtswidrigkeit des Angriffs der Angreifer weniger schutzwürdig ist.
Das ganze wird natürlich um Eckhäuser komplizierter, wenn es um Staaten geht. Aber was bleibt ist die Tatsache, dass man nicht einfach Schaden gegen Schaden aufrechnen kann.

Antworten Antworten wüterich
24.01.2009 08:59
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......mit jedwedem Mitttel verteidigen !

Da haben Sie aber von unserer Rechtspraxis keine Ahnung!

 
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