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Massenproteste: Durch Europa rollt eine Welle der Wut

29.01.2009 | 21:12 |  Von HELMAR DUMBS, RUDOLF BALMER (Paris), HANNES GAMILLSCHEG (Riga), THOMAS ROSER (Sofia) (Die Presse)

Immer mehr Menschen spüren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Ihr Unmut richtet sich auch gegen die Regierungen, denen sie eine Teilschuld geben – und oft nicht zutrauen, Lösungen zu finden.

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Der Jänner ist noch nicht vorbei, doch eines steht schon fest: 2009 ist ein Jahr, in dem es gärt in Europa, in dem sich der Unmut der Menschen, die immer stärker die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren bekommen, Bahn bricht. In friedlichen Demonstrationen, aber immer öfter auch in Krawallen und Straßenschlachten.

Ob in Reykjavik, Riga oder Vilnius, in Athen oder Sofia: Die Unzufriedenheit hat ein Maß erreicht, das Regierungen gefährlich werden kann: Islands Kabinett ist das erste, das von den andauernden Protesten sturmreif geschossen wurde. Es muss nicht das letzte bleiben. Speziell in Griechenland und Bulgarien steckt hinter sozialen Protesten wegen Sparpaket oder Wirtschaftskrise zudem eine tief gehende Enttäuschung über das ganze politische System.

Symptomatisch für die durch Europa rollende Protestwelle ist der Ausruf einer Gewerkschafterin bei den Massenprotesten am Donnerstag in Frankreich: „Wir wollen nicht die Krise ausbaden, für die wir nicht verantwortlich sind. Wegen der Banken sitzen wir im Schlamassel.“ Mit landesweiten Streiks protestierten Gewerkschaften und Linksparteien gegen die Krisenpolitik von Präsident Nicolas Sarkozy. Allein in Paris zog rund eine halbe Million Menschen von der Bastille zur Opéra. In Châtellerault bei Poitiers trugen Demonstranten auf einem Sarg einen Autositz. Er symbolisiert den Niedergang der Zulieferer der Autoindustrie, für die bisher ein Zehntel der 35.000 Einwohner arbeitete.

Von einem „starken Gefühl der Ungerechtigkeit, das in eine Revolte münden kann“ spricht der Soziologe Denis Muzet in „Le Monde“: „Die Banken weisen für 2008 Gewinne aus, während der Staat sie mit mehr als 20 Milliarden unterstützt.“ Das nährt die Verbitterung der Hunderttausenden von Arbeitnehmern, insgesamt vielleicht mehr als eine Million, die gestern demonstrierten.

Besonders zahlreich vertreten war das über den Stellenabbau empörte Personal des Erziehungssektors, der Universitäten und des öffentlichen Gesundheitswesens. Den Gewerkschaften, unterstützt von der linken Opposition, gelang es, über ihre Basis hinaus die Unzufriedenen zu mobilisieren.

 

Sarkozy: "Gerechtfertigte Beunruhigungen"

Sarkozy äußerte sich am Donnerstagabend erstmals zu dem Streik und sprach von "gerechtfertigten Beunruhigungen". "Diese Krise bedeutet für die Regierung die Pflicht zum Zuhören und zum Dialog, aber auch eine Entschlossenheit zum Handeln", sagte Sarkozy in einer in Paris verbreiteten Mitteilung.

Er wolle im Februar mit Gewerkschaftsvertretern zusammentreffen. Frankreich werde gestärkt aus der Krise hervorgehen, betonte er.

 

Sinkende Löhne, höhere Steuern

Während die Proteste in Frankreich zunächst ohne Krawalle über die Bühne gingen, waren Antiregierungsdemos im Baltikum Mitte Jänner aus dem Ruder gelaufen: höhere Preise und höhere Steuern, dafür niedrigere Löhne – das war den Litauern zu viel und so gingen sie gegen das verordnete Sparpaket auf die Straße. Eine Gruppe von Demonstranten versuchte, das Parlament zu stürmen. Ähnliche Bilder Tage zuvor aus dem benachbarten Lettland: Ein Teil der rund 10.000 Demonstranten attackierte mit Steinen und Flaschen bewaffnet die Volksvertretung, Polizeiautos wurden umgeworfen, Geschäfte geplündert.

Nirgendwo, abgesehen von Island, kam der Kollaps der Wirtschaft so rasch und so dramatisch wie im Baltikum: 2007 konnte die Region mit den höchsten Wachstumszahlen der EU protzen, nun sind die Aussichten schwarz: Um 6,9 Prozent soll das Sozialprodukt in Lettland heuer schrumpfen, in Estland und Litauen ist es nur unwesentlich besser. Lettlands Regierung veranschlagt fast fünf Prozent Budgetdefizit und das trotz extremer Sparmaßnahmen inklusive einer Senkung der Löhne im öffentlichen Sektor um 15 Prozent.

Die Blase ist geplatzt. Vor Kurzem hoffte Riga, ein internationales Finanzzentrum zu werden. Jetzt musste der Staat die größte heimische Bank Parex übernehmen und der übrige Finanzsektor ist in den Händen skandinavischer Banken, die durch ihre leichtfertige Kreditvergabe einen großen Anteil an der jetzigen Pleite haben.

Doch all das verblasst hinter der isländischen Katastrophe. Das kleine Land, das sich sonst kaum in die Schlagzeilen verirrte, wurde zum Symbol der internationalen Finanzkrise: Die Isländer waren die Ersten, die den Internationalen Währungsfonds zu Hilfe rufen mussten, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. Jetzt sind sie auch die Ersten, die durch massive, teils gewaltsame Proteste gegen das Versagen der politischen und finanziellen Kontrollorgane eine Regierung zum Rücktritt zwangen.

Islands Pleite ist die Folge des ungehemmten Wachstums der Banken infolge der Liberalisierung des Finanzsektors. Deren aggressive Expansion in internationale Märkte führte zu einer Verschuldung, die das BIP um ein Neunfaches übertraf. Diese Schulden lasten nun auf dem Staat, der im Herbst drei zahlungsunfähige Großbanken übernehmen musste.

Auch die Haushalte sind maßlos verschuldet. Die Hochzinspolitik der Zentralbank verlockte die Isländer, für Hauskauf und Konsum billige Kredite in Fremdwährungen aufzunehmen. Nun ist die Krone abgestürzt, der Euro ist doppelt so teuer wie vor einem Jahr, was die Rückzahlung der Kredite für viele unmöglich macht.

Zusätzlich sind sie von der stark wachsenden Arbeitslosigkeit bedroht, das Sozialprodukt wird 2009 um zehn Prozent schrumpfen. Kein Wunder, dass viele Isländer meinen, nur noch ein Beitritt zur EU könne den Ruin abwenden.

An der Kippe war auch eine Regierung am anderen Ende Europas, in Griechenland: „Situation in Athen außer Kontrolle. Stadtzentrum brennt“, lief es am 8. Dezember über die Agenturen. Diese Unruhen, ausgelöst vom Tod eines 15-Jährigen durch Schüsse eines Polizisten, vermischten sich mit Protesten gegen ein Sparpaket der Regierung, die in einem landesweiten Streik gipfelten.

 

„Es reicht!“

Doch auch die wochenlangen Ausschreitungen der Jugendlichen hatten eine soziale Komponente: Ein Viertel der unter 29-Jährigen ist arbeitslos, mittlerweile trifft es auch besser Ausgebildete: Perspektivlosigkeit und keinerlei Vertrauen in die Lösungskompetenz der Regierung, auch nicht in die der Opposition. Viele in der jüngeren Generation stellen mittlerweile das ganze System infrage. Auch andere sind unzufrieden: Im Jänner kam es zu Straßenblockaden der Bauern, um ihre Pensionen bangende Beamte lieferten sich erst am Mittwoch eine Prügelei mit Polizisten.

Im nahen Bulgarien sieht es nicht besser aus. „Es reicht!“, lautet die Parole der Demonstranten, die seit Mitte Jänner mehrmals das Parlament belagerten. Durch gewalttätige Ausschreitungen und Massenverhaftungen geriet das sonst beschauliche Sofia in die Medien.

Auffällig viele Jugendliche ziehen durch die Straßen. Den meist keiner Partei nahestehenden Demonstranten gehe es weniger darum, die wackelige Mitte-links-Regierung durch eine andere zu ersetzen, umschreibt Politologe Dragomir Stoyanov die Ziele der „Generation Internet“. Der Grund für die Proteste sei tiefe Unzufriedenheit mit dem „pseudodemokratischen System“: „Sie wollen einen Wechsel in der Art, wie Demokratie hier funktioniert.“

Neben den immer stärker spürbaren Auswirkungen der Krise erregt die schier unendliche Kette von Korruptionsskandalen und unaufgeklärten Mafiamorden den Unmut der protestierenden „Kinder des Übergangs“ und der älteren Demonstranten. Viele Bulgaren sind es leid, als Sorgenkind und „schwarzes Loch“ von Europas Wohlstandsbündnis zu gelten.

Ein logischer nächster Kandidat für das Aufflammen des Volkszorns wäre Ungarn: Das Land ist dank internationaler Milliardenkredite nur knapp am Staatsbankrott vorbeigeschlittert. Eine Rekordzahl an Pleiten vermeldet die Statistik für das vierte Quartal 2008. Der frühere Tigerstaat dümpelt schon seit Jahren in der Krise. Als Premier Ferenc Gyurcsany 2006 einräumte, über den Zustand der Staatsfinanzen gelogen zu haben, wurde Budapest tagelang von gewalttätigen Demonstrationen erschüttert. Noch ist es ruhig, doch der gärende Unmut und die zunehmenden Spannungen lassen viele Ungarn vor dem großen Beben bangen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.01.2009)

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33 Kommentare
 
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Ratio
30.01.2009 17:55
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Es ist einfach so.

Die Politker bilden Klüngel, schieben sich Posten und Aufträge zwecks Bereicherung zu, haben oft keine Ahnung von dem, wofür sie eigentlich im Parlament sitzen, lassen das Tagesgeschehen an sich vorbeiziehen, feiern ihresgleichen und sind stets bemüht, den eigenen Sessel vor Sägern zu retten. Dafür geht die Energie drauf.
Es gibt derzeit keine Politiker, die verantwortungsvoll agieren (können). Das ständige Schielen nach Wahlen und Wählerstimmen, das Taktieren und Herumeiern, die Korruption usw. lähmt alles.
Für Krisenfälle ist die Demokratie in Europa als Lösung fragwürdig.
Fürchten wir uns daher, dass ein Diktator kommt und der die Zügel in die Hand nimmt nur weil unsere gewählten Volksvertreter so blöde waren, zur richtigen Zeit nicht das Richtige getan zu haben.

Antworten Gast: Funny
08.03.2009 19:48
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Re: Es ist einfach so.

Ja, dem ist fast nicht mehr hinzuzufügen, außer, dass jedem Politiker die Angst im Nacken sitzt, dass herauskommt, welchen Herren sie dienen und das man nicht die Wahrheit sagen kann, weil sie sonst über die komplett beherschten Medien dieser Herren, vernichtet werden. Im schlimmsten Fall, wenn ein hochrangiger Politiker seine Unterschrift verweigert, die zum Einführen eines neuen Gesetzes erforderlich ist, um in Kraft treten zu können, welches den Herren zwingend dienlich ist, sogar vor Mord nicht halt gemacht wird. Die können gar nicht anders. Entweder sie verzichten auf Ihre Macht, welche durch krankhafte Profilneurosen erzeugt wird oder man bleibt bei der Lüge und beim Hochverrat gegen das eigene Volk (wenn es das auch tatsächlich ist, weil es mittlerweile genügend nichtvolksangehörige in der Politik gibt).
Also solange es abhängige krankhaft besessene profilneurotische Politiker gibt, wird sich das auch nicht ändern.
Schaut euch doch einmal genau diese armseeligen Trottel an.

Antworten Gast: Melanie Gatzke
01.03.2009 11:58
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Re: Es ist einfach so.

hallo @Ratio,
so sehe ich das auch.
Wenn die Denokratie nicht in der Lage ist, mit diesem Problem fertig zu werden, wenn sie das Problem gar herbeigeführt hat, dann sieht es tatsächlich schlecht aus. Der Bürger bewertet ein System danach, was es ihm bringt. Führt es ihn in das "Nichts", dann wird es kritisch.
Bedenkt man aber jetzt, dass es tatsächlich genau diese sogenannten demokrtatischen Politiker waren, die jedes Maß an Vernunft und auch Bewusstsein für Folgen die letzten 10 Jahre verloren haben, die durch Regelungen genau das herbeigeführt haben, dann bekommt man da schon seine Wut.
Warten wir mal ab, wenn die Auswirkungen diese Finanzbankrotteure überall ankommt .
Dann darf sich aber das Parlament warm anziehen. Ich glaube nicht, dass sie diesem Problem gewachsen sind. Sie haben sich zu sehr ausgeliefert, nämlich der Geldmafia. Die macht über die Welt vollzieht sich durch die Macht über das Geld.

Antworten lohnsklave
31.01.2009 22:11
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Re: Es ist einfach so.

sehr treffliche analyse! :-)

Antworten democrates
31.01.2009 01:56
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Re: Es ist einfach so. Der Souverän als Diktator


Diesen Diktator, der das Richtige zur richtigen Zeit tut, könnte man direktdemokratisch papier- und/oder internet-basiert realisieren.

Das System (Tel)e-REGENT ist nichts anderes als ein direktdemokratischer Direktregent, quasi ein virtueller Diktator, bestehend aus allen entscheidungsberechtigten Staatsbürgern, dem Souverän (vormals Wähler).
Ein friedliche Systemmigration würde ca. 2 Jahren verbrauchen.

Das Problem ist nur noch die "Überflüssigen" zu entsorgen.

Antworten lurch
30.01.2009 20:47
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Re: Es ist einfach so.

Die Befürchtung mit dem Diktator habe ich auch. Es wird zwar dauernd von den Schrecken der NS-Diktatur geredet und auf der anderen Seite werden frisch fröhlich genau die Zustände geschaffen, die in der 1. Republik zu dem Chaos führten.

Antworten lurch
30.01.2009 20:43
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Re: Es ist einfach so.

Die Befürchtung mit dem Diktator habe ich auch. Es wird zwar dauernd von den Schrecken der NS-Diktatur geredet und auf der anderen Seite werden frisch fröhlich genau die Zustände geschaffen, die in der 1. Republik zu dem Chaos führten.

jopeschta
30.01.2009 17:52
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Massenproteste: Durch Europa rollt eine Welle der Wut

ich verstehe die wut und enttäuschung der menschen. aber wer hat die herrschaften gezwungen häuser und autos zu kaufn ohne die nötigen mittel dafür zu haben? oder auf urlaub zu fahren auf kredit? nun sind sie wütend auf die politikerInnen die sie selbst gewählt haben. es fehlt offenbar die einsicht für den eigenanteil an der situation. wir zahlen nun den preis für 10 jahre hemmungsloses "geiz ist geil"-konsumverhalten. leid tun mir nur jene die immer verantwortungsvoll gewirtschaftet haben und jetzt von Ihren ersparnissen jene mitstützen müssen die mehr beansprucht haben als sie zu leisten bereit waren. mfg jo peschta

J. E.
30.01.2009 17:38
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revolt

Wenn Staatsfanatiker von Gewerkschaften und "Linken" politisch motivierte Protestveranstaltungen abfeiern, wird der Bock zum Gärtner gemacht. Gerade diejenigen, die mit dieser Politik nichts anfangen können sind doch die wahren Draufzahler in dieser Krise. Sparer, und Vernunftmenschen die nicht auf den Staat hoffen für ein Leben (was von obigen ständig eingefordert wird).

Sam Lowry
30.01.2009 12:43
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Schuldfrage

Die Hochzinspolitik der Zentralbank verlockte die Isländer, für Hauskauf und Konsum billige Kredite in Fremdwährungen aufzunehmen.

Wessen Schuld ist das? Die der Regierung? Konsumfremdwährungskredit?

hw
30.01.2009 11:57
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aber man ...

hauptsache man wählt die regierung die am meisten verspricht, an statt jene zuwählen die tut was der hausverstand sagt.
was ich sagen will, die krise ist nur ausdruck von fehlern der vergangenheit.

"sinkende Löhne, höhere Steuern" na wie werden wohl sonst die staatsschulden und zinsen zu begleichen sein.

viele dachten, dass werden unsere kinder oder enkerl zu lösen haben. falsch gedacht.

Antworten Gast: Freiheit
30.01.2009 16:50
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Re: aber man ...

Sie haben vollkommen Recht. Europa waehlt seit Jahrzehnten fast nur kontinuierlich Regierungen welche die Reformen, die Schulden immer nach hinten schieben. Wir haben ja genug Geld unsere Regierungsjahre zu ueberleben, soll ja doch die naechsten Generationen schauen wie sie es dann richten. (ich frage mich oft ob die Politiker mit dem Gedanken spielen: Bis das eintritt bin ich schon laengst tod?) Alle schieben die Schuld den USA und den Banken zu. Teils stimmt es auch, aber Japan und Europa zeigen seit 20 Jahren kein Wachstum auf - nur billige Zinsen. Billige Kredite sollen ueber den Bedarf wichtiger Reformen hinwegtaeuschen. Da liegt auch die Schuld. Dann China's Waehrung welche kuenstlich den Welthandel einseitig gestaltet. Laender Lateinamerika's die auf der linke Seite dahin laufen und Schulden und Drogengelder einsacken, aber immer nur schreien USA du musst uns helfen damit die Armen bei uns einen Job bekommen. Statt selber eine MArkt aufbauen. Es gibt viele Gruende.

Antworten Gast: ökono-mist
30.01.2009 16:44
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Re: "aber man ..." (Anm.: Ja, natürlich - aber:)


Einmal abgesehen davon, daß Regierungen in Hinterzimmern zusammengestellt - und nicht, wie Sie glauben, gewählt - werden: Der in Ihrem Beitrag erwähnte (teure) Hausverstand ist halt leider auch nicht mehr wohlfeil; den hat sich in weiser Voraussicht schon der (ach so billige...) Billa rechtzeitig unter den Nagel gerissen!
(Man hat sich wahrscheinlich schon von den Regierungen abgeschaut, wie gut man doch von Massensuggestion leben kann...)

P. S.: Obwohl Regierungen nicht gewählt werden, machen sie dennoch fast ausnahmslos alle Gesetze - auf Befehl aus den Hinterzimmern...

Das Mißtrauen der Völker ist daher mehr als angebracht.

Gast: gast
30.01.2009 09:15
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Wie es weitergehen wird siehe

http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2009-119_Phase3.pdf

Antworten hw
30.01.2009 11:59
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Re: Wie es weitergehen wird siehe

es wird auch ohne hartgeld weitergehen.
die geldform ist nämlich komplett wurscht.

auch ein hand geschriebener zettel kann von bedeutenden wert sein. z.b. "der wechsel"

Gast: lifeissosimply
30.01.2009 08:32
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Eigentlich sehr offensichtlich,...


...es gibt einfach zuviel Geld und das gehört nun minimiert. Marktbereinigung der Geldmenge. Und Europa steht als Retter im Wahljahr da!

Interessant wie sich alles politisch praktisch von alleine löst,...und augenfällig auch!


Antworten Paco
30.01.2009 10:45
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Re: Eigentlich sehr offensichtlich,...

Einfach Kredite zurückzahlen und Geld wird "minimiert"!

Jeder, der Kredite hat, kann sich daran beteiligen. Und hat er keine, kann er auch mitspielen, wenn er seine geplanten Anschaffungen nicht kreditfinanziert.

Aber das wird ja von den Polit- und Wirtschaftsführern nicht gewollt, denn das ließe ja das ganze kapitalistische Wirtschaftssystem zusammenkrachen!

Obwohl, Zusammenkrachen hilft auch beim Geldminimieren, da werden dann Kredite ausgebucht (Forderungen bei der Bank, Kreditverbindlichkeiten beim Kunden).

Es gibt keinen Ausweg in diesem System, außer Krieg*, den man dann aber gewinnen muss!

Die (willkommenen) Neuschuldner in den "Neuen Demokratien" in Osteuropa können einem glatt Leid tun, spielten sie doch nur den Systemverlängerungspart für den Westen.

*http://de.wikipedia.org/wiki/Merck_%26_Co.,_Inc.

Antworten Antworten hw
30.01.2009 11:52
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Re: Re: Eigentlich sehr offensichtlich,...

...außer Krieg* und was soll damit gelöst werden?

Antworten Antworten Antworten Paco
30.01.2009 12:46
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Re: Re: Re: Eigentlich sehr offensichtlich,...

>>außer Krieg* und was soll damit gelöst werden?<<

Endgültig gelöst wird damit nichts, jedoch hinausgezögert, wenn man die Geschichte der USA betrachtet.

Nach jedem Weltkrieg konfiszierten die Gringos deutsches Vermögen im Ausland (*Merck z.B).

Oder nach dem Zweiten Weltkrieg die zusammengeraubten Edelmetalle der Japaner.

Oder nach dem 3. Golfkrieg die Erdölressourcen der Irakis.

Oder nach beiden Weltkriegen massenhaft Patente der Kriegsverlierer.

Oder Zugewinn von Landmassen (Teile Mexicos, Philippinen vorübergehend, Panama Kanalzone vorübergehend).


Gast: Oskar
30.01.2009 08:10
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Wann wird die erste Demokratie

in einer Revolution untergehen? Denn das Volk hat in den meisten der sogenannten Demokratien nicht viel mehr zu sagen als in einer Diktatur. Von lebenswichtigen Entscheidungen wird es gänzlich ausgeschlossen (siehe Lissabon-Vertrag).

Die Menschen können diese Schikanen solange ertragen, bis ihr Lebensstandard zu sinken beginnt. Dann kommt die aufgestaute Wut der letzten Jahre raus.

Die Politiker werden in einer Notsituation sich nicht scheuen, das Militär einzusetzen und auf die Bevölkerung schießen zu lassen. Sie werden dann all die Dinge tun, die sie jetzt noch in anderen Tyrannenstaaten geißeln.

Die Gutmenschen werden noch ganz böse werden, da bin ich mir ganz sicher.

Antworten Gast: Na und?
30.01.2009 12:41
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Re: Wann wird die erste Demokratie

Was genau sollen die ganz bösen Gutmenschen machen? Im Falle einer Geldentwertung kann man auch die Armee nicht bezahlen, die dann auf die eigenen Leute schießen soll!

Von der Muni red¿i gar net!

Im Ernst: Wir Ösis, das gilt auch für die Deutschen, sind nichts anderes als Hosenkacker. Wo bleibt der Hausverstand?!?!?

Wir haben vor den Banken und Handelsketten soviel Angst, daß wir Preissteigerungen, sinkende Qualität und Lohneinbußen einfach so hinnehmen. Wir werden gleich ein paarmal übern Tisch gezogen!

So wie es jetzt ist leben wir in einer Angstwirtschaft.

Wir kacken uns in die Hose, wenn wir an die Pension denken. Wir aktzeptieren über uns eine EU, wo wir schon lang nix mehr mitzureden haben und einige Seilschaften nebstbei, die uns systematisch ausbeuten.

Man kann zB die Franzosen kritisieren, auch die Italiener. Aber DIE gehen geschlossen auf die Straße, wenn ihnen danach ist!!!

Gast: Crusader
30.01.2009 07:11
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Massenproteste der "Bevölkerung" ist gut......

Waren die größten Unruhen nicht von Kulturbereicher unterstützt von diversen linken Organisationen?
Jetzt diese umzudeuten auf die "Bevölkerung" gegen die "Regierungen" ist lächerlich.
Multikulti zeigt gerade seine wahre Fraze und zusätzlich haben die Eineimischen auch kein Geld mehr um dieses ganze Gesindel und ihre Meute zu finanzieren.
Und wenn die "Welle der Wut" der einheimischen Bevölkerungen wirklich rollt dürfen die Multikultis anfangen zu beten - aber noch ist es nicht so weit. Die Europäer sind geduldig! Noch! - Aber es beginnt langsam sich zu ändern.....

Antworten Gast: elser
30.01.2009 14:01
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Re: Massenproteste der

leute wie "crusader" (nomen est omen) = nützliche idioten des kapitals. und husch zurück ins braune erdloch!

Antworten Antworten Gast: Crusader
30.01.2009 14:14
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Re: Re: Massenproteste der

Gutmensch und Multikulti - aus welchem Dunghaufen bist du den hervorgekrochen?
Ich hab geglaubt solche wie dich gibts nur mehr mit Kopfwindel?! Oder im Standard!
Husch, husch - na wohin eigentlich?
Ah ja, auf die historische Müllkippe zu deinen restlichen Grünossen deren Meinung niemand mehr kümmert :)

Antworten Gast: netter gast
30.01.2009 10:31
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Re: Massenproteste der

Da saugt das Kapital ,
geschützt von Justiz , Polizei und Militär
weiter Menschen aus ,
und tituliert die Ausgebeuteten mit abwertenden und
trennenden Bezeichnungen , wie :
Multikulti , Sozialschmarotzer , Berufsdemonstranten ,Terroristen ....

Aber irgendwann sollten wir erkennen : Es geht um uns alle

Antworten Gast: Fliegender Teppich
30.01.2009 08:30
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Re: Massenproteste der

Genau! Auch in anderen Laendern gibt es horrende Probleme. Aber wenn dann auch noch die Linken zu randalieren und zu zerstoeren anfangen, ruecken schon oefters die Geschaedigten zusammen und nehmen vielleicht einmal das Hackebeilchen in die Hand zum Selbstschutz. Die Polizei darf ja nicht.
Bei der negativen Auslese, die schon jahrelang vor sich geht, der Misswirtschaft und den Schwierigkeiten, die die kleinen Leute - Gewerbliche und Angestellte - haben, sind die linken Randalierer und Zerstoerer wirklich ein Affront gegen das Volk.

 
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