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Michael Steele, der erste schwarze Republikaner-Chef

31.01.2009 | 14:04 |   (DiePresse.com)

Mit Michael Steele wählten die US-Republikaner den ersten Schwarzen zu ihrem Partei-Vorsitzenden. Er verspricht der Partei einen Neuanfang und will auf Feinde zugehen.

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Die US-Republikaner haben erstmals einen Schwarzen zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Zehn Tage nach dem Amtsantritt des ersten schwarzen US-Präsidenten bestimmten die Mitglieder am Freitag in Washington den ehemaligen Vize-Gouverneur von Maryland, Michael Steele, zu ihrem neuen Parteichef. Nach der Niederlage der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl im November versprach er der Partei einen Neuanfang.

 

Mit 91 von 168 Stimmen gewählt

Er nehme die Wahl mit "Demut und Pflichtgefühl" an, sagte Steele nach dem entscheidenden sechsten Wahldurchgang. Er erhielt die Stimmen von 91 der insgesamt 168 Vorstandsmitglieder der Republikaner und warf damit mehrere mächtige Konkurrenten wie den Republikaner-Chef von South Carolina, Katon Dawson, aus dem Rennen. Der 50-jährige Steele ist studierter Jurist und arbeitet derzeit für eine Kanzlei in Washington.

Erinnerung an Abraham Lincoln

"Es ist Zeit für etwas vollkommen anderes", sagte Steele nach seiner Wahl zum Chef des Bundeskomitees der Republikaner (RNC). Er werde die Partei in alle Teile des Landes tragen und auf ihre Feinde zugehen. Gleichzeitig versprach Steele den Republikanern, die Werte und Prinzipien der Partei zu verteidigen. Wie auch der neue US-Präsident Barack Obama erinnerte Steele an Abraham Lincoln, der im 19. Jahrhundert das Ende der Sklaverei in den USA verkündet hatte und ebenfalls Republikaner gewesen war.

"Wind des Wandels" in der Partei

Der neue Vorsitzende sprach nach seiner Wahl von der "Morgenröte einer neuen Partei, die mit Stärke und Überzeugung eine neue Richtung einschlägt". Sein Vorgänger Mike Duncan, ein enger Vertrauter des bisherigen Präsidenten George W. Bush, erklärte, es wehe offensichtlich ein Wind des Wandels.

Steele war im Jahr 2002 der erste Schwarze, der im Staat Maryland in ein hochrangiges Amt gewählt wurde. 2006 bewarb er sich erfolglos um einen Sitz im Senat. Als Parteichef der Republikaner will er nach eigenem Bekunden mit allen Personen und Gruppierungen zusammenarbeiten, die einer konstruktiven Politik zum Durchbruch verhelfen wollen.

(Ag.)

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2 Kommentare
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Schwarz ist nicht genug

Steele mag ein braver Mann sein, doch schwarz ist nicht genug.

Obama ist ein Ausnahmepolitiker, unabhängig von der Hautfarbe. Er ist der letzte Joker der USA.

Hat er keinen Erfolg, bricht diese wirtschaftlich und sozial zusammen und infolge auseinander.

Ganz unabhängig wie man zur USA steht, bricht die USA auseinander geht Europa mit den Bach runter.


Antworten Gast: Kritiker
01.02.2009 17:51
0 0

Re: Schwarz ist nicht genug

Was soll das heissen USA bricht auseinander?
Warum sollte dann Europa den Bach hinunter gehen?

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