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Neonazis: „Diese Bande hat in Dresden nichts zu suchen“

16.02.2009 | 18:29 |  Von unserer Korrespondentin EVA MALE (Die Presse)

Das Gedenken an die Bombenangriffe auf Dresden mutiert immer mehr zu einem Kampf gegen die rechte Szene. Erneut wird die Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen NPD laut.

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Berlin/Dresden. In Deutschland herrscht nach dem Massenaufmarsch von Neonazis am vergangenen Wochenende und zwei separaten Angriffen auf Anti-Nazi-Demonstranten Entsetzen. Die Insassen zweier Busse – Vertreter von Gewerkschaften, der Linkspartei und Friedensaktivisten – waren von Mitgliedern einer 41-köpfigen Gruppe einschlägig bekannter Neonazis aus Deutschland und Schweden auf einem Autobahnrastplatz bei Jena niedergeschlagen worden. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Einer erlitt eine Schädelfraktur und sollte am Montag operiert werden. Auch der zweite Zwischenfall in Sachsen ereignete sich auf einem Rastplatz: In der Nähe von Chemnitz griffen 15 Neonazis eine siebenköpfige Gruppe von Gewerkschaftern an, drei wurden leicht verletzt.

Erneut wird die Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen NPD laut. Der Zentralrat der Juden bezeichnete den Neonazi-Aufmarsch von Dresden als „dramatisches Signal“. Es zeige sich, dass die Warnungen des Zentralrats vor der wachsenden Gefahr von rechts weder Phantomschmerzen noch Hysterie oder Panik, sondern berechtigte Sorge seien, so Generalsekretär Stephan Kramer.

In Dresden war es mit rund 6000Teilnehmern zum bundesweit größten Aufmarsch von Neonazis seit Langem gekommen. Die sächsische Landeshauptstadt ist zum politischen Kampfplatz geworden, seit die rechte Szene das jährliche Gedenken der Dresdner an die Zerstörung ihrer Stadt durch die alliierten Bombenangriffe am 13. und 14. Februar 1945 für ihre Zwecke instrumentalisiert. Auch diesmal sprachen Vertreter der NPD wieder von einem „einzigen Holocaust an den Deutschen“ und wetterten gegen das „Terrorregime an der US-Ostküste“. Nach offiziellen Schätzungen sind bei den Bombenangriffen auf Dresden etwa 25.000 Menschen ums Leben gekommen; die Rechtsextremisten führen weit höhere Opferzahlen an.

 

Entsetzen über Brutalität

Beim Verfassungsschutz zeigte man sich überrascht, dass der rechten Szene eine derartige Mobilisierung gelungen war – fast doppelt so viele Teilnehmer wie in den Vorjahren waren in schwarzer Aufmachung durch die Stadt gezogen, unter ihnen viele junge Leute. „Diese Bande hat in Dresden nichts zu suchen“, empörte sich Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) bei ihrem Auftritt vor der Frauenkirche. Die Feierlichkeiten standen unter dem Motto „wahrhaftig gedenken – versöhnt leben“ und wollten an das Leid der Dresdner Bevölkerung erinnern, ohne die Schuld des nationalsozialistischen Deutschland auszuklammern.

Auch bundespolitische Prominenz wie SPD-Chef Franz Müntefering und Vertreter der Grünen und der Linken waren nach Dresden gekommen, um dezidiert gegen rechts aufzutreten. Insgesamt nahmen mehr als 10.000 Menschen an Sternmärschen und Kundgebungen teil.

 

Ein politischer Teufelskreis

Es scheint allerdings wie ein Teufelskreis. Je nachdrücklicher man in Dresden gegen die Neonazis zu Felde zieht und das Gedenken zum Kampf gegen den Rechtsextremismus mutiert, umso massiver tritt die rechte Szene in Erscheinung. Wie diese geschichtspolitische Eskalation gestoppt werden kann, ist fraglich. Ein Verbot der NPD fordern nun sowohl der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, als auch Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sowie Gregor Gysi von der Linkspartei. Ein Verbotsverfahren ist allerdings bereits im Jahr 2003 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert.

Laut Schätzungen gibt es in Deutschland derzeit insgesamt rund 30.000 Rechtsextremisten.

AUF EINEN BLICK

Deutsche Rechtsextremisten
haben die sächsische Hauptstadt Dresden als Aufmarschort erobert. Je stärker das jährliche Gedenken an die alliierten Bombenangriffe den Schwerpunkt auf den Kampf gegen rechts legt, umso massiver wird die Präsenz der Neonazis. Deren brutaler Angriff auf Anti-Nazi-Demonstranten schockiert Deutschland.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2009)

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533 Kommentare
 
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Gast:
20.02.2009 11:51
0 0

Ab in den Kerker mit den glatzerten Neonatsis !



Antworten Gast: Robinson
20.02.2009 20:08
0 0

Re: Ab in den Kerker mit den glatzerten Neonatsis !

warum nicht in den Kerker mit den Linken, die sich mit Plakaten wie: "Bomber Harris, do it again" der Kriegshetze schuldig machen?

Mödlinger
18.02.2009 20:18
0 0

Menschenverachtend

.. ist es, wenn Leute aus politischen Kalkül und anerzogenen Selbsthass das Gedenken an deutsche Opfer - ob es nun Bombenopfer, Heimatvertriebene, deutsche Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter sind - schänden so wie es die Linken und ihr bürgerlicher Wurmfortsatz permanent tun.

Nachdem sich die Linken hier nicht zu blöde sind einfach jedes alliierte Kriegsverbrechen zu rechtfertigen mit dem Hinweis Deutschland habe den Krieg begonnen, sieht man auch erstens, das die Linken keine Moral und Ethik haben und zweitens, wie wichtig Aufklärung über die wirklichen Ursachen des Krieges ist. Denn die Geschichte ist eben nicht tod, sondern sie wird ständig gegen die Interessen des Volkes instrumentalisiert.

Aber hier greifen dann in den verschieden Foren - auch den bürgerlichen - die Moderatoren rein, geben den Linken Rückendeckung und zensieren jeden Versuch einer geschichtlichen Wahrheitsfindung.

Antworten Gast:
19.02.2009 01:20
0 0

die österreichischen Opfer interessieren dich nicht?


nicht einmal der faschistische Diktator Dollfuss?


Antworten Gast: Mensch
18.02.2009 21:13
0 0

Re: Menschenverachtend

Sehr geehrter Herr Mödlinger,

Wenn Sie 1. an den gesunden Menschenverstand appellieren wollen, und 2. von ernst zu nehmenden Lesern ernst genommen werden wollen (und ich nehme an das ist ihr ehrenwertes Ziel), so sollten sie, um dieses Ziel zu erreichen, um ihr Schreiben nicht zum scheiternden Versuch werden zu lassen, auf unkonstruktive, affektive Inhalte oder Ausdrucksweisen verzichten (s. "Wurmfortsatz", "zu blöde") - denn nur ohne solche Formen der Kommunikation, welche ihrem Text den Wert nehmen, kann selbiger ernst genommen werden und auf ernsthafte Weise kommentiert werden (egal, ob auf inhaltlich zustimmende oder ablehnende Weise).
Schade um ihren vergleichsweise wertvollen Beitrag! Es wäre mir eine Freude gewesen, ihm inhaltlich entgegenzutreten.

Mit freundlichen Grüßen

Antworten Antworten Gast: wolff
24.02.2009 21:08
0 0

Re: Re: Menschenverachtend

Hast du zuviel wachturm gelesen oder bist du nur so so verblödet ? Würde mir das "gutmenschentum" mal abschmincken die rosarote brille ablegne und normal denken! Hochachtungsvoll

Antworten Antworten Mödlinger
18.02.2009 22:52
0 0

Re: Re: Menschenverachtend

Hm, offensichtlich ein Bürgerlicher der sich beleidigt fühlt. Manchmal schütt ich aber auch das Kind mit dem Bade aus.

Nun gut ich habe da eine geschichtliche Frage an sie.
Kriegsbeginn 1939:
Niemand nimmt gerne den Makel des Kriegsbeginnes auf sich. Warum hat ihrer Meinung nach Hitler statt in ganz Polen einzufallen nicht nur die deutsche Stadt Danzig besetzen lassen ?
Denn das hätte zweifellos eine militärische Reaktion Polens ausgelöst die dann ihrerseits die Schuld am Kriegausbruch zugeschoben bekommen hätten ?

Antworten Antworten Antworten Gast: Mensch
19.02.2009 15:51
0 0

Re: Re: Re: Menschenverachtend

Ich vermute, Sie haben meinen obigen Kommentar nicht richtig verstanden - oder nicht so verstanden wie ich ihn gemeint hatte. Daher möchte ich mein Anliegen noch einmal klarer darstellen:

Ich hatte nicht vor, inhaltlich zu ihrem Beitrag oder zum Artikel Stellung zu nehmen. Ich habe lediglich angemerkt, dass die Art und Weise ihrer Darlegungen einen zielführenden Austausch unmöglich macht, und habe diesbezüglich mein Bedauern ausgedrückt.

Umso bedauernswerter finde ich es, dass Sie meinen Kommentar aus nicht erkennbaren Gründen als beleidigte Argumentation gegen ihren Beitrag interpretiert haben.

Ich denke, dass die Gesprächskultur in diesem Forum mehr über die mitteleuropäische Kultur aussagt als der vorliegende Artikel.

Ich hoffe ich habe damit etwas Klarheit schaffen können :) Und um Sie nicht unbefriedigt aus diesem Gespräch zu entlassen, möchte ich kurz meine Einstellung zu den Vorfällen in Dresden darlegen: Ich halte Gewalt - egal von welcher Seite her - für unklug.

Antworten Antworten Antworten Antworten Mödlinger
19.02.2009 19:05
0 0

Re: Re: Re: Re: Menschenverachtend

Ich nehme ihre Anmerkungen zur Kenntnis.

Der Ton hier im Forum ist nicht immer fein und ich bin nicht der Christ der gerne auch noch die andere Backe hinhält.
In vielen Fäden drück ich mich meist sachlich aus in "Knüppelfäden" wie den da gehn mir die Emotionen hoch.

Mit freundlichen Grüßen

Antworten Antworten Antworten Antworten Crusader18
19.02.2009 16:36
0 0

Re: Re: Re: Re: Menschenverachtend


@Menschlein

Bla, Bla, Bla

Gast:
18.02.2009 14:38
0 0

Neonazis wie "crusader18" sollte man auf die Saualm schicken



Antworten Gast: Ein Vergleich macht uns sicher
18.02.2009 17:13
0 0

Re: Neonazis wie

Warum nicht? Im Vergleich zur Löwelstraße und der Seitenstettengasse dürfte man sich auf der Saualm unter kriminellen Asylanten in bester Gesellschaft befinden.

Antworten Antworten Gast: Lothar
18.02.2009 18:08
0 0

Re: Re: Neonazis wie

Zum Aufmarsch aufgerufen hatte am Samstag die "junge Landsmannschaft Ostpreußen", unterstützt wurde sie von der NPD.

Bereits am Freitag abend hatten sich 1500 Anhänger militanter "Kameradschaften" zu einem Fackelmarsch versammelt, dem die Polizei ebenfalls den Weg durch das Stadtzentrum bahnte. Die Neofaschisten waren mit Dutzenden Bussen in die Stadt eingereist.

Seit 1998 veranstaltet die extreme Rechte anläßlich der Bombardierung Dresdens am 13. u. 14. Feb. 1945 Aufmärsche in der Stadt, die jedes Jahr größer werden.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat es eine breite Mobilisierung zu Protesten gegeben.

Linkspartei, SPD, Grüne, Gewerkschaften und die Jüdische Gemeinde hatten unter dem Motto: "GehDenken" zu einem Sternmarsch "gegen Geschichtsverdrehung" aufgerufen.

Die Polizei ging rabiat gegen die Protestierenden vor. Mehrfach wurden Teilnehmer wahllos aus dem Wanderzug gezogen und brutal angegriffen...



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Re: Neonazis wie

ich bin sicher, in guter luft und gesunder kärnter küche würde ich mich sehr wohl fühlen. vielleicht crusader auch.

mfg
mc

Antworten Antworten Crusader18
18.02.2009 17:42
0 0

Re: Re: Neona.zis wie


Das mit den "Neona.zis wie crusader18" weise ich aufs schärfste zurück !

Ich bin kein Mitglied einer verbotenen Organisation, deshalb handelt es sich bei dem Posting um die Unterstellung einer Straftat !

Was strafbar ist !

Bin gespannnt ob die Presse eine Anzeige gegen den unbekannten "Gast" erstattet ?

Allerdings würde es mir auf der Saualm sehr gut gefallen !
Den "Gratisurlaub" würde ich gerne über mich ergehen lassen !

Aber ich bin auch nicht aufs Einbr.echen oder Dro.gende.alen angewiesen, deshalb stört mich die "Einsamkeit" einer Saualm nicht !


Antworten Antworten Antworten Gast: plebs potus
20.02.2009 09:26
0 0

Re: Re: Re: Neona.zis wie

Also doch nicht? Dann rührt die Dummheit ihrer Postings nicht von der als AH verstandenen 18 sondern einfach daher, dass Sie erst 18 sind? Dabei wird die Österreichische Geschichte schon mit 14 in der Schule abgehandelt, wenn Sie überhaupt soweit in der Schule waren...

Antworten Antworten Antworten Gast:
19.02.2009 01:17
0 0

... die Anzeige müsstest du schon selber erstatten


Auf den Wahrheitsbeweis anhand deiner zahlreichen hasserfüllten und hetzerischen Kommentare freue ich mich jetzt schon.

Also - trau dich!

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Re: Re: Re: Neona.zis wie

hallooooo, sie haben mir geantwortet, ich hab sie doch nie so bezeichnet.

mfg
mc

Antworten Antworten Antworten Antworten Crusader18
18.02.2009 18:48
0 0

Re: Re: Re: Re: Neona.zis wie


Habe natürlich den unbekannten Gast gemeint !

Uns schickt er auf die Saualm, würde sicher nett werden !


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Re: Re: Re: Re: Re: Neona.zis wie

das habe ich mir fast gedacht :))

mfg
mc

Hafner
18.02.2009 13:58
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Propaganda ..

... Gewalt ist Links wie wir wissen.
Schade, dass es kein DÖW gibt, das die linken Gewalttaten und -täter auflistet (eines der ganz schweren Versäumnisse der FPÖ).

Crusader18
18.02.2009 13:06
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http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/452591/index.do


Offenbar wachen jetzt Einige auf !


Gast: Wahrheit
18.02.2009 12:12
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14.02.2009

Warum ist hier ein bild der Antifa wenn es um Nazies geht?

Antworten Gast: bildungsbürger
18.02.2009 12:36
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Re: 14.02.2009

Würden Sie ein Anliegen der Nazis in einer Zeitung transportieren wollen? Denken Sie mal nach!

Antworten Antworten Crusader18
18.02.2009 13:04
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Re: Re: 14.02.2009


Offenbar haben die, ach so pösen, N.a.z.i.s nicht randaliert und nichts zerstört und niemanden verletzt !

Deshalb hat man sich mit den üblichen linken Gewalttätern zufrieden geben müssen !

Das kennen wir schon aus Österreich !


Crusader18
18.02.2009 11:45
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http://www.krone.at/krone/S32/object_id__133789/hxcms/index.html


Das, jetzt schon, Übliche !


 
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