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Die Propaganda-Schlacht um Sri Lanka

17.02.2009 | 18:14 |  VON UNSEREM KORRESPONDENTEN SASCHA ZASTIRAL (COLOMBO) (Die Presse)

Nach 26 Jahren scheint die Regierung über die Rebellen zu triumphieren. „Am Anfang sind wir nur langsam vorangekommen“, sagt Brigade-General Udaya Nanayakkara, der Sprecher des Verteidigungs-Ministeriums.

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Das gesamte Viertel um die große Bandaranaike-Kongresshalle im Zentrum von Sri Lankas Hauptstadt Colombo wirkt wie ein militärisches Sperrgebiet. Hunderte Polizisten und Soldaten in schusssicheren Westen mit Maschinengewehren sichern die vierspurige Hauptstraße vor dem riesigen Gebäude. Tausende Besucher drängen sich vor den Sicherheitsschleusen. Sie alle wollen zu der jährlichen Feier, bei der die Armee ihre militärischen Erfolge gegen die Rebellen der „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE) zur Schau stellt.

Dieses Jahr hat die Veranstaltung den Charakter einer Siegesfeier. Denn Sri Lankas Militär hat die Tamil Tigers, die lange als unbesiegbar galten, nach einem Vierteljahrhundert des Kriegs an den Rand einer militärischen Niederlage gebracht. Die Rebellen kontrollieren nur noch ein winziges Areal im Nordosten der Insel, wo sie sich mit geschätzten 200.000 Zivilisten verschanzt halten. Doch allzu laut will man noch nicht jubilieren: Die fanatischen Kader von LTTE-Chef Velupillai Prabhakaran haben immer wieder aus Momenten der vermeintlichen Schwäche heraus brutal zurückgeschlagen.

 

Ein Heer aus dem Gleichschritt

Doch hier und jetzt feiert man ein Volksfest, mit Folkloregruppen, einer Waffenschau und natürlich einer Parade. Kampfjets donnern über das Meer, Panzer rollen über die Prachtstraße, Einheit um Einheit schieben sich die Soldaten an den geladenen Gästen und Regierungsvertretern auf der Ehrentribüne vorbei. Den wenigsten der meist jungen Männern gelingt es, den geplanten Gleichschritt einzuhalten.

 

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Hier zeigt sich, wie Sri Lankas Armee die LTTE-Rebellen seit Beginn der großen Militäroffensive Anfang 2008 zurückgedrängt hat: Sie schickte zehntausende eiligst eingezogene Rekruten in die Schlacht. „Wieso sind wir nicht schon früher darauf gekommen“, schreibt der Kommentator einer regierungsnahen Tageszeitung. „Wir haben sie mit unserer zahlenmäßigen Überlegenheit überrumpelt!“

Die massive Aufrüstung der Armee und die Rekrutierung von mehr als 80.000 zusätzlichen Soldaten begann, nachdem Mahinda Rajapakse im November 2005 die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Er war mit der Ankündigung in den Wahlkampf gegangen, die LTTE militärisch zu schlagen.

Doch auch Prabhakaran, der autoritäre LTTE-Chef, wollte den langwierigen Krieg endlich für sich entscheiden, der seit 1983 in dem einstigen Urlaubsparadies tobt. Nach jahrzehntelanger Diskriminierung durch die buddhistisch-singhalesische Mehrheit bis hin zu blutigen antitamilischen Pogromen mit tausenden von Toten hatten sich etliche radikale Gruppen gebildet. Prabhakaran setzte sich mit seiner LTTE an die Spitze der Bewegung, indem er Anführer anderer Tamilengruppen töten ließ. Die fanatisch-nationalistischen Guerilleros wurden angetrieben von der Idee, mit einem bewaffneten Kampf die Gründung eines eigenen Staates im Norden und Osten der Insel zu erzwingen.

Doch in den 26 Jahren gelang es keiner der beiden Seiten, den Krieg eindeutig für sich zu entscheiden. Die Tamil Tigers waren nie stark genug, um Colombo zur Anerkennung ihres Ministaats „Tamil Eelam“ zu bewegen. Keine Regierung wiederum vermochte es, die Rebellen entscheidend zu schlagen. Präsident Rajapakse ließ internationale Rufe nach einer politischen Lösung unerhört. Stattdessen rekrutierte Sri Lankas Armeechef Sarath Fonseka immer mehr junge Männer für den Krieg und die Großoffensive ab 2008.

„Am Anfang sind wir nur langsam vorangekommen“, sagt Brigadegeneral Udaya Nanayakkara, der Sprecher des Verteidigungsministeriums. Doch nach einigen Monaten sei der Durchbruch gelungen. Dann sei die Armee schnell in kleinen Verbänden auf Rebellengebiet vorgerückt, damit sich die LTTE nicht neu gruppieren und zurückschlagen konnte.

Nanayakkara sitzt im „Medienzentrum für Nationale Sicherheit“ im Zentrum von Colombo, das nur dafür eingerichtet wurde, um der Welt den Krieg als „Kampf gegen den Terror“ zu verkaufen.

 

Die „humanitäre Operation“

Im Wortlaut des Medienzentrums und in den zahlreichen Erklärungen der Regierung heißt der blutige Krieg „humanitäre Operation“. Flüchtlinge aus dem Rebellengebiet werden in „Wohlfahrtslagern“ untergebracht, nachdem sie aus „den Klauen der Terroristen“ befreit worden sind. Colombo möchte keinen Zweifel daran lassen, dass es die moralische Hoheit über die vermutlich schon bald gewonnene Schlacht besitzt.

Viele Freiheiten blieben in dem Krieg auf der Strecke, etwa die der Presse. Verteidigungsminister Gotabhaya Rajapakse, einer der Brüder des Präsidenten, warnte, internationale Organisationen, Korrespondenten und Diplomaten sollten sich „benehmen“, sonst würden sie aus dem Land geworfen. Neun kritische Journalisten wurden seit 2006 ermordet, 27 mit dem Tod bedroht.

Ein hoher Regierungsbeamter räumt ein, dass zur Zeit eben Krieg sei und damit eine Ausnahmesituation herrsche. „Nach dem Krieg werden die Freiheiten alle wiederkommen“, sagt er und schaut dabei auf den Boden. So sicher ist er dann doch wohl nicht.

 

„Das wäre glatter Selbstmord“

Die Propagandaschlacht geht auf den Regierungssendern Sri Lankas weiter. Neben Durchhalteparolen senden sie immer wieder Werbespots des Verteidigungsministeriums. In einem der Clips, die an einen James-Bond-Film gemahnen, rasen junge Soldaten auf Motocross-Motorrädern an die Front, springen von den Maschinen und beginnen wild zu schießen.

Der Kampf soll heroisch dargestellt werden, dabei ist nichts Heldenhaftes im Sterben. 14.000 LTTE-Kader sind offiziellen Zahlen zufolge seit Beginn der Offensive ums Leben gekommen, aber nur 3000 Soldaten. Doch von der Front sickern immer wieder Schilderungen durch, dass alleine bei einzelnen Kämpfen hunderte Armeeangehörige im Kugelhagel der LTTE ihr Leben ließen. Die Opposition geht davon aus, dass seit der Neuauflage des Bürgerkrieges vor etwas mehr als einem Jahr 15.000 Soldaten ums Leben kamen, dazu tausende Zivilisten.

Doch die wahren Opferzahlen bleiben geheim. „Die auch nur zu recherchieren“, meint ein Journalist, „wäre glatter Selbstmord.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2009)

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15 Kommentare
Gast: Sugi
18.02.2009 05:46
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Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Warum wird immer nur ueber die Soldaten und LTTE geschrieben und nicht ueber die tamilischen Zivilisten, die ihr Leben opfern muessen??? Der Krieg findet in Nordosten statt. Deshalb sterben keine singhalesischen Zivilisten - nur die Tamilischen! Die letzten paar Wochen sind viele Hunderte durch Bomben gestorben. Wird darueber berichtet??? NEIN!!! Und weshalb nicht??? In der Oeffentlichkeit MUSS die Regierung gut dargestellt werden!!! Keiner hat Mut, die Regierung zu kritisieren! Krankenhaeuser werden bombadiert. Die Aussenwelt bekommt von der "brutalen Ermordung der tamilischen Zivilisten" nix mit!

Antworten Gast: Piri
18.02.2009 09:26
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Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Haben wir Tamilen,
- Erdöl?
- Diamanden?
- Gold?
- Erdgas?
NEIN!!!
Alos wie können wir nur erwarten das der Rest der Welt mindestens über den Leid unseres Volkes berichtet? Wir haben nur unser wertloses Leben! Traurig aber wahr.

Antworten Antworten Gast: Sugi
18.02.2009 12:28
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Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Das ist wahr! Wie koennen wir auch etwas von den anderen erwarten. Wir koennen nur von Unseresgleichen etwas verlangen. Wie wir in den Nachrichten mitbekommen haben, demonstrieren viele Tamilen aus Tamil Nadu (Indien) und einer hat sich sogar mit Benzin verbrennen lassen und ist dabei gestorben und was haben wir gemeinsam? Das wir TAMILEN sind. Ansonsten nix!
Bald wird in Sri Lanka keine Tamilen mehr geben, weil wir ausgeloescht werden oder die Regierung wird uns das Leben zur Hoelle machen.
Das Beste ist, wir wandern aus Sri Lanka und beginnen ein neues Leben in Indien, da unser Vorfahren aus Indien stammen. Dann sind wir wieder vereint mit Unseresgleichen und koennen in Frieden (ohne Krieg) leben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Piri
18.02.2009 14:26
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Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Ich kann nur Lachen.
Hat die Indische Regierung nur ein Auge gezwinkert als 5 Indische Tamilen für uns sich selbst verbrannt haben um die Militärische Hilfe von Indien für Sri Lanka zu stoppen und das Tamilische Volk vor den sicheren Tod zu retten.
Nicht einmal in Indien werden Indische Tamilen wahrgenommen und du willst nach Indien flüchten und dort ein neues Leben anfangen.
Wiso sollten wir unsere Heimat verlassen nur weil die Singhalesen behaupten das dies ursprünglich ihr Land sei, wir alle wissen das dies alles eine Lüge ist, nicht nur wir sondern die ganze welt weiss es, Aber ja das ist alles Politik

PS. es hat sich nicht einer sich selbst verbrennt sondern 5

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Chelwanayagam
22.02.2009 12:32
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Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Liebe Tamilen,

Könnt Ihr euch bitte nur einmal gegen LTTE demonstrieren dass sie die Kindersoldaten und die Zivilisten freilassen soll? Egal wo! In Bern wo euere Unterstützung-Gangsters sind oder in Canada oder auch in Berlin vielleicht!
Mindestens 50 Tamilen müssen aber dabei sein!

Das werdet Ihr nie tun weil Ihr dann brutal geprügelt oder ermordet werdet........ von wem aber!?

Ihr gebt an dass Ihr ARME-TAMILEN seid. Aber wieso könntet IHR dann überall in Welt kommen? Ihr habt BESTES bekommen. Ihr habt den Kolonialverbrechern gedient um das Land von Sinhalesen wegzunehmen und aber doch hat es nicht gelungen weil die Engländer euch nur verarscht haben.

Lasset euch nun ab gut gehen egal wo IHR seid!

Chelwanayagam

Antworten Antworten Antworten Gast: Skanda
18.02.2009 12:58
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Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Sugi, wir müssen nicht nach Indien auswandern. Die Tamilen sind eines der ältesten Zivilbevölkerung Südasiens. Die Sinhalesen haben ihre Vorfahren in Orissa (Nordwest-Indien). Wir haben unsere in Tamilnadu ( Südindien). Also du kannst dir denken wer zuerst auf der Insel ankam. Jemand aus dem Norden.....tausende kilometer entfernt. Oder Tamilen aus nur 30 km entfernten tamilnadu.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Dutugemunu
22.02.2009 13:18
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Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Wieviele Sinhalesen gibt es jetzt in Orissa? Welche Beweise gibt es dass es dort die sinhalesische Sprache verwendet wird oder verwandte Sprachen dort jetzt auch gibt!

Rede kein Quatsch! Es waren nur einige Faule Brahmanen in Sri Lanka gewesen die wegen der Fruchtbarkeit des Landes und Freundschaft den Sinhalesen gewesen. Sie haben ihr Hinduistische "JAINA" Ritualen und Horoskopen Methoden zu den Inselleuten bedient aber danach kam Buddhismus wobei diesen keine mehr Vornehmsten bei den Sinhalesen sein könnten. Da würde es ausgebrochen. Wenn ein schwacher König das Land führte, schicke diesen Botschaft nach Süd-Indien und brachte das Land ins Feuer. So kamen die Einbrecherei von Süd-Indien immer wieder.

Also bitte!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sugi
19.02.2009 05:52
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Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Karunanidhi wird jetzt mit dem Krieg konfrontiert. Er muss was unternehmen. Auch wenn die indische Regierung nichts unternimmt, die Tamilen bleiben nicht ruhig. Aber was willst du auch gegen ein Krieg als Mensch unternehmen?! Was begonnen wurde, muss auch irgendwie beendet werden. Egal in welchem Land das passiert, Krieg ist nie eine Loesung fuer etwas. Aber die Politiker sehen das natuerlich anders. Wir sehen nur, wieviele Menschen sterben...ich weiss nicht, wie ihr das findet, aber ich finde es eh schwachsinnig, ein kleines Insel, dass sogar viel viel kleiner ist als Deutschland, in zwei Staaten zu teilen!

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19.02.2009 08:37
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Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Willst du damit sagen wir sollen unsere Heimat aufgeben und flüchten oder als sklaven die weniger rechte haben als ein Asyl bewerber unter den Singhalesen dienen? Die Schweiz ist drei mal so klein wie Sri Lanka, sogar dies kann man in zwei länder aufteilen.

Jetzt im moment sollte unsere grosse sorge nicht das aufteilen des Landes sein sondern die Rettung der mehrere hunderttausend Zivilisten.

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19.02.2009 10:38
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Im moment ist nur wichtig, dass die Welt von den sterbenden Zivilisten erfaehrt und die Restlichen noch gerettet werden muessen.

Du redest hier von unserer Heimat...sag mal, wo bist du genau zu Hause? In Deutschland oder in Sri Lanka? Ich fuehle mich dort zu Hause, wo die Menschen sind, die mir am Herzen liegen und da ist es egal, in welchem Land wir leben. Dies fuehlen die Meisten, die in einem Land geboren sind, aber in einem ganz anderen Land aufwachsen.
Ich rede von der Globalisierung! Inzwischen lebt doch jeder dort, wo er Arbeit bekommt oder wo er sich wohl und sicher fuehlt. Das ist ein anderes Thema.

Ich moechte nicht sagen, dass wir unsere Rechte aufgeben sollen. Ich wuerde es nur vernuenftig finden, wenn das Krieg aufhoert, damit keine Menschen sterben, egal von welcher Seite. Die Regierung hat doch alle Faeden in der Hand. Ich denke, dass die LTTE keine Chance mehr hat. Es sieht kritisch aus! Ich wuenschte nur, UN wuerde eingreifen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Aish
19.02.2009 13:03
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Es geht doch gar nicht um uns, die hier im Ausland leben. Verstehst du das nicht., Ist doch egal wo wir uns zu Hause fühlen. Es geht um die Menschen die in Sri Lanka leben. Nur um die Tamilen in Sri Lanka. Sie brauchen ihr eigenes Land. Die Tamilen würden lieber im Krieg sterben als von der Singhalesischen Regierung unterdrückt, vergewaltigt und ermordet zu werden. Hast du mal in unsere Geschichte nach der Unabhängigkeit geguckt?! Es gab beispielsweise unterschiedliche Numerus Clausus für tamilische Studenten und für singhalesische Studenten um an der Uni zugelassen zu werden! Das is nur eins von vielen Beispielen für die singhalesische Unterdrückung. Die Beendigung des Krieges heißt nicht, dass der ethnische Konflikt gelöst wird.
Und JA die Tigers haben einige rückschläge erlitten, aber fallt nicht auf die Propaganda der Regierung rein. Ich denke sie werden wieder kommen.
Aber was du hier von Auswandern usw erzählst finde ich sehr kindisch.

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20.02.2009 05:37
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Die Tigers haben noch etwas auf Lager, aber das administrative Bereich ist verloren. Das ist einer der wichtigsten Funktionen. LTTE versucht durch Selbstmord-Attentaeter, noch etwas zu gewinnen. In dieser Hinsicht haben sie Vorteile, weil es viele Tigers gibt, die auf das trainiert wurden.
Wahrscheinlich Propaganda, aber denkst du nicht, dass da auch ein Fuenkchen Wahrheit drinnsteckt? Oder sind die ganzen Bilder gefaelscht, die wir auf tamilischen Webseiten sehen, die FUER die LTTE sind?? Oder dass 'die ganze Welt' mitbekommt, wie es um die LTTE steht?
Die Geschichte der singhalesischen Unterdrueckung kennen viele; warum wurde dann die LTTE gegruendet?!!
Ja, 'Die Beendigung des Krieges heißt nicht, dass der ethnische Konflikt gelöst wird.' Deshalb frage ich, wieso kaempfen wir dann? Damit wir eine eigene Staat haben? Und dann? Keine Unterdrueckung von Singhalesen? Damit ist nicht alles vorbei...wer in Sri Lanka war oder Tigers persoenlich kennt, weiss, was ich meine.

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19.02.2009 12:40
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Hast voll recht, trotzdem will ich nicht das unser volk als flüchtlinge auf der ganze welt zerstreut leben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Mensch
21.02.2009 08:10
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

Sri Lanka ist so groß wie Bayern. Es leben überall im Land auch Tamillen. Besonders in den Teeplantagen,aber auch in Frieden zusammen mit Singhalesischen Menschen Tür an Tür.
Seit 20 Jahren bin ich mit diesem Land verwandt.
Immer wieder habe ich Bombenanschläge gegen Zivilbevölkerung von den Tigers gesehen.
Im Fernsehen liefen Bilder über neue Waffen der Regierung.
Niemals habe ich eine Friedensbewegung in Sri Lanka mitbekommen.
Nach dem Tsunami habe ich auch Hilfe mit organisiert.
Ich reise nicht mehr in dieses Land, in dem Regierung und Tigers auf Gewalt setzen.
Jeder Mensch der in Sri Lanka stirbt durch Selbst mordanschläge und durch das Militär ist einer zuviel.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: jeyjey
21.02.2009 18:55
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und was wird ueber die Zivilisten geschrieben?!

lieber mensch

es geht hier nicht um das zusammen leben zwischen singhalesen und tamilen. sonder um politik. was die regierung treibt. ich denke du bist zuwenig informiert was das land anbelangt....du kannst nichts dafür, dass du die fehl informtionen bekommst, weil dort medienzensur herrscht. es ist schön dass du dort unten warst um menschen zu helfen? aber warst auch mal im norden oder im osten? dann hättest du wahrscheinlich was anders gesehen und erlebt. aber damit dass der Krieg nichts bringt hast du völlig recht.