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Clinton will gemäßigten Taliban Versöhnung anbieten

31.03.2009 | 14:23 |   (DiePresse.com)

Die internationale Gemeinschaft bekennt sich zur neuen US-Strategie für Afghanistan. US-Außenministerin Clinton will gemäßigte Taliban rehabilitieren, die der Gewalt abschwören.

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Die internationale Gemeinschaft hat sich am Dienstag zur neuen US-Strategie für die Überwindung des blutigen Konflikts in Afghanistan bekannt. "Endlich sind wir auf dem Weg einer gemeinsamen Strategie, die uns auch gemeinsame Erfolge gewährleistet", erklärte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf einer UNO-Konferenz für Afghanistan in Den Haag.

Ähnlich äußerten sich Außenminister zahlreicher der mehr als 70 vertretenen Staaten. "Wir können es uns nicht erlauben zu versagen", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Versagen wäre ein Verrat am afghanischen Volk."

Allgemein begrüßt wurde auch die Teilnahme des Iran an der Konferenz. Die Regierung in Teheran sei bereit, den Wiederaufbau Afghanistans und insbesondere den Kampf gegen den von dort ausgehenden Drogenschmuggel zu unterstützen, erklärte der Vizeaußenminister des Iran, Mohammed Mehdi Achundsadeh. Zugleich warnte er aber indirekt vor der von US-Präsident Barack Obama angekündigten Verstärkung der US-Truppen in Afghanistan um 17.000 auf mehr als 50.000 Soldaten. Ausländische Soldaten hätten Afghanistan keine Stabilität gebracht. "Eine Erhöhung der Zahl ausländischer Truppen wird sich als uneffektiv erweisen", sagte er.

Clinton: Extremisten von Gemäßigten separieren

US-Außenministerin Hillary Clinton betonte das Interesse Washingtons, bei der Lösung des Afghanistan-Konflikts mit allen Staaten der Region zusammenzuarbeiten. Die US-Strategie ziele darauf ab, den Konflikt nicht nur mit militärischen Mitteln, sondern zugleich mit zivilen und diplomatischen Aktivitäten zu überwinden.

Jenen Taliban-Kräften, die zur Niederlegung ihrer Waffen bereit seien, müsse eine "ehrenhafte Form der Versöhnung" angeboten werden, sagte Clinton. "Wir müssen Anstrengungen der Regierung Afghanistans unterstützen, die Extremisten der al-Qaida und der Taliban von jenen zu separieren, die sich ihnen nicht aus Überzeugung, sondern aus Verzweiflung angeschlossen haben."

Steinmeier: "Zivilies Engagement verstärken"

Für einen dauerhaften Sieg über die Taliban müsse mehr Aufbauhilfe geleistet werden, betonte der deutsche Außenminister Steimeier. "Wir werden unser ziviles Engagement verstärken müssen". Es sei wichtig, die richtige Balance zwischen den Einsatz von Soldaten und dem Engagement beim Wiederaufbau zu finden.

Auch Afghanistans Präsident Hamid Karzai lobte die von den USA anvisierte Zusammenarbeit mit allen Staaten der Region. Afghanistan sei auf die Hilfe seiner Nachbarn ebenso angewiesen wie auf die des Westens. Karzai versprach, stärker gegen die Korruption in seinem Land vorzugehen und mehr Anstrengungen für den Aufbau eigener Sicherheitskräfte zu unternehmen.

 

(Ag.)

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4 Kommentare
Gast: Gast
31.03.2009 18:32
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"Gemäßigte Taliban gibt es nicht"

sagt Frau Dr. Citha Maass,
Expertin für Zentralasien bei der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Berlin.

„Gemäßigte" Taliban gibt es nicht. Ich möchte lieber den Ausdruck "gesprächsbereite" Taliban benutzen.“

Was denken Sie, wie lange der Einsatz in Afghanistan tatsächlich noch dauern wird?

„Das hängt davon ab, ob diese Gespräche jetzt überhaupt zu einem Ergebnis führen.
Und sollten sie erfolgreich verlaufen
- welcher politische Preis wird dann bezahlt?
Wenn ich an die innenpolitische Lage in Afghanistan denke, ist zu befürchten, dass eben Wertvorstellungen, wie wir sie im Westen haben,
so nicht mehr verfolgt werden können.“
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4086661,00.html
http://www.youtube.com/watch?v=ImqR742KN1E


coldcase
31.03.2009 16:19
0 0

Es ist nicht zu fassen!

Es gibt keine gemäßigten Taliban! Wann werden die Amis das endlich begreifen? Eine "ehrenhafte Form der Versöhnung" bedeutet für diese Menschen Unterwerfung des Erdkreises unter die Scharia! Üben Sie schon mal das Burka-Tragen, Mrs. Clinton!

Antworten Gast: edwood
31.03.2009 17:54
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Re: Es ist nicht zu fassen!

sie haben leider überhaupt keine ahnung, wie es in afganistan ist.

es sind 99,99999 % gemässigte, weiters muss man in betracht ziehen, ob die taliban sunniten oder shiiten sind; bedenken sie das bitte.

meiner meinung nachmüsste man die leute schon seit jahrzehnten unterstützen.

wobei sie recht haben ist, dass die "amis" aus afganistan entfernt werden müssen.

mit freundlichen grüssen

Gast: Beobachter
31.03.2009 15:52
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Was ist ein gemaessigter Taliban?

Is tda der Sehschlitz inder Burka 7mm statt 3mm weit?