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Ultimatum in Sri Lanka ergebnislos abgelaufen

21.04.2009 | 11:05 |   (APA)

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Die Tamilen-Rebellen in Sri Lanka haben ein von der Regierung gestelltes 24-stündiges Ultimatum verstreichen lassen und nicht kapituliert. Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hätten auf die "letzte Frist" bis Dienstag nicht reagiert, teilte das Militär mit. Die Soldaten seien unterdessen weiter auf das letzte von den Rebellen kontrollierte Gebiet an der Nordostküste der Insel vorgedrungen.

Seit Mitternacht sei zudem 10.000 weiteren Zivilisten die Flucht aus der Gewalt der LTTE gelungen. Armeesprecher Nanayakkara sagte, am Montag seien bereits 39.081 Unbeteiligte über See und über Land aus dem von den Tamilen- Rebellen kontrollierten Gebiet geflohen, mehr als je zuvor. 17 Menschen seien beim Fluchtversuch allerdings getötet und 373 weitere verletzt worden, hieß es weiter.

Auf der LTTE-freundlichen Tamilnet-Website hieß es dagegen, das Kampfgebiet sei mit den Leichen Hunderter Zivilisten übersät. Sie seien von der Armee getötet worden. Nach Schätzungen der Regierung in Colombo könnten noch immer bis zu 30.000 Zivilisten in der Gewalt der Tamilen-Tiger sein, die Vereinten Nationen schließen indes nicht aus, dass die Zahl doppelt so hoch sein könnte. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnte, bei den Kämpfen drohe ein "Blutbad".

Nach Geheimdienstinformationen halte sich der LTTE-Chef Prabhakaran immer noch im Kampfgebiet auf. Die LTTE leistete in dem von ihr kontrollierten Gebiet weiter Widerstand. Nach Militärangaben sind die verbleibenden LTTE-Kämpfer auf einer Fläche von weniger als zwölf Quadratkilometern von Soldaten umstellt. Schätzungen der Regierung zufolge sitzen noch mehrere zehntausend Zivilisten in dem Gebiet fest.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: roshan
22.04.2009 21:53
0 0

denkt drüber nach

Es wird an der Zeit, dass 'die presse' anfängt zu schreiben, warum immernoch keine internationalen Journalisten im Kampfgebiet erlaubt sind. Was hat die Sri Lankische Regierung so grosses zu verbergen. Können 200,000 Zivilisten wirklich von ein paar hundert Rebellen festgehalten werden ? Kann es nicht sein, dass die Tamilen zu Tamil Tigers halten und dort vor der Regierung schutz gesucht haben?! Und jetzt haben sie einfach keine Wahl als in Massen zu flüchten, weil die Armee sie angreift . Aber natürlich ist für die Internationale Gemeinschaft bequemer zu glauben, dass eine verbotene Terrororganisation diese Menschen dort unter Gewalt festhält und die SL Armee sie "befreit".
An eine langfristige politische Lösung für die ethnische Minderheit Sri Lanka's hat keiner ein Wort verloren. Das ist schon traurig.