Zwischen der pakistanischen Armee und Taliban-Rebellen ist es im Buner-Tal zu neuerlichen heftigen Gefechten gekommen. 20 Aufständische seien getötet worden, sagte ein Militärvertreter am Montag. Nach Berichten von Augenzeugen griffen die Sicherheitskräfte die Islamisten in drei kleineren Ortschaften mit Kampfhubschraubern und Artillerie an. Das Buner-Tal liegt lediglich 100 Kilometer nordwestlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
Seit der Einführung des islamischen Rechts in Teilen der Region befinden sich die Taliban auf dem Vormarsch. Bei einem Treffen am Mittwoch in Washington will US-Präsident Barack Obama den Kollegen aus Pakistan und Afghanistan, Asif Ali Zardari und Hamid Karzai, seine Strategie im Kampf gegen al-Qaida und Taliban im Grenzgebiet beider Länder vorstellen.
Am Sonntag lehnten die Aufständischen die von der Provinzregierung angekündigte Einsetzung eines Scharia-Berufungsgerichts im Swat-Tal und den angrenzenden Distrikten ab. Ein Sprecher des radikalen Geistlichen Maulana Sufi Mohammed sagte, die Entscheidung sei nicht in Abstimmung mit den Aufständischen getroffen worden.
Regierungsvertreter enthauptet
Unterdessen wurden zwei Regierungsvertreter nach Medienberichten von Taliban-Kämpfern im Swat-Tal enthauptet. Wie der Onlinedienst DawnNews am Sonntag unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete, wurden die Leichen der Männer nördlich der Stadt Mingora am Straßenrand gefunden. Die Männer seien bereits am Samstagabend verschleppt worden. Nach Angaben eines Taliban-Sprechers wurden die Regierungsvertreter als Vergeltung f
Der Westen befürchtet, dass islamistische Kräfte in Pakistan die Oberhand gewinnen. Die Stabilisierung des Landes, das über Atomwaffen verfügt, ist zentraler Bestandteil der neuen US-Politik in der Region.
(Ag.)
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