Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan sind mehrere Dutzend Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Dies erklärte Jessica Barry, die Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch. Der Angriff habe sich in der Nacht auf Dienstag im Westen des Landes ereignet. Die Berichte der Helfer sind die erste unabhängige Bestätigung über die Vorkommnisse.
Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) hätten im Bezirk Bala Buluk in der Provinz Farah am Dienstag Dutzende Leichen gesehen, sagte Barry. Nach heftigen Kämpfen zwischen Taliban auf der einen und afghanischen und Koalitionstruppen auf der anderen Seite seien in der Gegend die meisten Wohnhäuser zerstört.
In mehreren Dörfern seien Massenbeerdigungen im Gange gewesen. In der Rebellenregion waren am Montag Kämpfe ausgebrochen. Unter den Opfern sei auch ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond sowie 13 seiner Familienmitglieder.
Erst Ende März hatte das IKRK vor einem Anstieg getöteter Zivilisten bei den Kämpfen in Afghanistan und Pakistan gewarnt und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, sich dringend mit der Notlage der Zivilisten zu befassen.
(Ag.)
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