Nordkorea hat am Samstag erneut mehrere Kurzstreckenraketen getestet. Vor der Ostküste des Landes seien in der Früh drei Raketen und gegen Mittag eine vierte und fünfte abgefeuert worden, erklärten die südkoreanischen Streitkräfte. Offenbar habe es sich um Scud-Raketen gehandelt, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Aus Regierungskreisen verlautete, die getesteten Raketen hätten vermutlich eine Reichweite von weniger als 500 Kilometern.
Beobachter hatten bereits damit gerechnet, dass das kommunistische Regime in Pjöngjang den US-Nationalfeiertag am (heutigen) 4. Juli zum Anlass nehmen könnte, seine militärische Macht erneut unter Beweis zu stellen. Nordkorea habe den USA offenbar eine Botschaft zukommen lassen wollen, sagte ein ranghoher Vertreter des südkoreanischen Präsidialamts am Samstag. Erst am Donnerstag hatte Nordkorea vier Kurzstreckenraketen getestet.
Südkorea und Japan verurteilten die jüngsten Raketentests. Damit verletze Nordkorea "klar die Resolutionen 1695, 1718 und 1874 des UNO-Sicherheitsrats, die Nordkorea jede Aktivität im Zusammenhang mit ballistischen Raketen verbieten", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Seoul. Japan bezeichnete die jüngsten Raketentests als "ernsten Akt der Provokation".
(APA)

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