In Frankreich sind in der Nacht vor dem Nationalfeiertag am 14. Juli im ganzen Land mindestens 317 Fahrzeuge in Brand gesteckt worden. Das teilte die französische Polizei am Dienstagmorgen in einer vorläufigen Bilanz mit. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um knapp sieben Prozent.
Die Regierung hatte zuvor die Strafen für randalierende Banden verschärft, diese Maßnahmen scheint jedoch keine Wirkung zu haben.
Erst im Juni hatte die Nationalversammlung per Gesetz den "Kampf gegen gewalttätige Banden" verschärft - jetzt drohen Mitgliedern von kriminellen Cliquen bis drei Jahre Gefängnis und 45.000 Euro Geldstrafe.
In diesem Jahr sind allein in Paris rund 10.000 Polizisten im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern. Am frühen Vorabend des Nationalfeiertags in Frankreich war es noch ruhig geblieben. Im ganzen Land hatten sich tausende Menschen vor den traditionellen Tanz- und Musikveranstaltungen versammelt. In der Hauptstadt Paris versammelten sich am Montagabend tausende Zuhörer auf dem Platz der Bastille vor zwei Bühnen, auf denen Konzerte gespielt wurden.
Im Herbst 2005 hatte es in Frankreichs von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Vorstädten landesweite Jugend-Krawalle gegeben. Damals gingen mehr als 10.000 Fahrzeuge zwischen Ende Oktober und Mitte November in Flammen auf; 300 Gebäude wurden zerstört.
Traditionelle Militärparade
An der traditionellen Militärparade auf den Pariser Champs-Élysées im Rahmen des Nationalfeiertages werden auch ausländische Staats- und Regierungschefs als Ehrengäste teilnehmen. Der Nationalfeiertag erinnert an die Erstürmung des Bastille-Gefängnisses am 14. Juli 1789. Damals waren etwa 900 Demonstranten in das Staatsgefängnis eingedrungen und hatten das Symbol königlicher Despotie in ihre Gewalt gebracht. Damit begann die französische Revolution, die zum Sturz der Monarchie führte.
(APA)

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