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Obama: US-Gesundheitsreform kommt noch dieses Jahr

23.07.2009 | 07:40 |   (DiePresse.com)

Die große Reform des Gesundheitswesens in den Vereinigten Staaten soll noch in diesem Jahr verwirklicht werden. Die Reform war eines der zentralen Versprechen in Obamas Wahlkampf.

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US-Präsident Barack Obama hat am Mittwoch mit Nachdruck für eine schnelle Umsetzung seiner Gesundheitsreform geworben. Der Kongress solle noch vor der Sommerpause im August darüber befinden, forderte Obama in einer Pressekonferenz. Die Gesundheitsreform sei dringend notwendig für die Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung. Zudem sei eine bessere Kostenkontrolle entscheidend für die weitere Wirtschaftsentwicklung und die Kontrolle des Haushaltsdefizits, sagte Obama.

Mit der Reform sollten die Kosten reduziert, die Wahlmöglichkeiten vergrößert und eine verlässliche Krankenversicherung für alle Amerikaner geschaffen werden, erklärte der US-Präsident. Zwei Drittel der zusätzlichen Kosten könnten über Effizienzsteigerungen und die Umschichtung von Mitteln erreicht werden. Der Rest müsse durch höhere Steuern erbracht werden, sagte Obama.

Wahlkampfthema Gesundheitsreform

Dabei dachte er wohl vor allem an höhere Steuern für Wohlhabende. Der Präsident betonte, er werde sich gegen jedes Vorhaben stellen, das "vor allem durch die Besteuerung von Mittelklasse-Familien" finanziert werden solle. Auch versprach er, dass die Gesundheitsreform das Haushaltsdefizit im nächsten Jahrzehnt nicht weiter ansteigen lassen werde.

Obama hatte die Gesundheitsreform zu einem der wichtigsten Themen seines Wahlkampfes im vergangenen Jahr gemacht - als Präsident wird er am Erfolg der Reform gemessen werden. "Es geht hier nicht um mich", sagte Obama jedoch. Er nannte Beispiele von Amerikanern, deren Krankenversicherung nicht mehr für ihre Krebstherapie aufkomme oder solche, die sich nach einer Operation verschulden mussten. "Diese Amerikaner können es sich nicht leisten, noch länger zu warten."

Verabschiedung des Gesetzes im Sommer

Die US-Wirtschaft stehe "nicht mehr am Abgrund", sagte Obama. Allerdings werde die Überwindung der "schlimmsten Rezession in einem halben Jahrhundert" noch geraume Zeit brauchen. Vor einer Erholung der Wirtschaft liege noch "ein langer Weg", meinte der US-Präsident. Dennoch seien wichtige Fortschritt erzielt worden.

Es gehe keineswegs nur um die sozial-politische Aufgabe, 47 Millionen nicht versicherte Amerikaner in das System zu integrieren, verteidigte Obama die Gesundheitsreform, die derzeit im US-Kongress beraten wird. Ohne eine Reform werden die Kosten im Gesundheitsbereich wegen der staatlichen Sozialkosten für Arme und alte Menschen immer stärker den Staatshaushalt belasten und die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft gefährden. "Ohne Kontrolle dieser Kosten werden wir nicht in der Lage sein, unser (Haushalts-)Defizit zu kontrollieren." Deshalb fordere er noch in diesem Sommer die Verabschiedung des Gesetzespakets im Kongress.

Republikaner befürchten Kostenexplosion

Allerdings sind auch nicht alle Demokraten für die Reformpläne des Präsidenten. Vor allem aber die Republikaner befürchten eine staatliche kontrolliertes Gesundheitswesen bei gleichzeitig weiter steigenden Staatsausgaben für die diesen Bereich. Obama betonte, dass der Status quo für allen Versicherten höhere Beiträge und für den Staat neue Belastungen bringen werde, ohne dass die teure US-Gesundheitsversorgung besser werde.

(Ag.)

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8 Kommentare
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Die US-Wirtschaft stehe "nicht mehr am Abgrund".....

sie ist einen schritt weiter!...............

Gast: michi
23.07.2009 13:48
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america

ich bin sicher, dass der aufkeimende sozialismus in diesem wunderbaren land kein zukunft haben wird, as einzige land in dem hoffnung darauf besteht. die aermsten leben hier wesentlich besser als arme anderso, auch in europa, die usa sind was sie sind weil sie an maerkte geglaubt haben.

mfg

Antworten Gast: donald
23.07.2009 20:19
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Re: america

ha, ha, ha, echt komisch ihr beitrag. v.a. die stelle mit den ärmsten - so wenig ahnung und so viel menschenverachtung in einem so kurzen text unterzubringen ist schon eine leistung

Gast: gast
23.07.2009 07:15
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Schwachsinn

Ich habe nach der Einleitung aufgehört zu lesen - wenn der Typ das Kleingedruckte nicht gelesen hat, ist er selber schuld. Eine Herzoperation ist eine große Entscheidung, da hätte er sich eben vorher über die Kosten informieren sollen. Auch wenn das System absurd ist - beschweren sollte er sich halt nicht, und auch die Presse sollte sich dann nicht darüber empören.

Antworten Gast: klar
23.07.2009 20:20
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Re: Schwachsinn

schuld ist nicht das irrsinnsystem und die abzockenden versicherungen, sondern die menschen, die mangels ausreichender staatlicher krankenversicherung diesen verbrechern im maßanzug ausgeliefert sind.

Antworten Gast: auch ein gast
23.07.2009 12:38
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Re: Schwachsinn

Verträge können Ausmaße annehmen, die Sie anscheinend nicht im geringsten ahnen.
Klar ist das eine große OP. Aber zuerst arbeiten findige Rechtsanwälte ein Konvolut aus Klauseln aus, das dann ein Durchschnittsbürger durcharbeiten sollte/darf. Wie fair ist das denn bitte? Das grenzt doch schon an Betrug, irgendwelche Klauseln hinter einer Wolke aus Wörtern zu verstecken.

Gast: Kritiker
22.07.2009 21:22
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Amerikanische Freiheit

Ja, das ist amerikanische Freiheit.
Und das System, das auch bei uns Typen wie K.H. Grasser und sein Mastermind, der IHS-Chef Felderer und noch einige andere einführen wollten.
Diese System ist zwar noch teurer als unseres, aber es bewahrt die Klassen-medizin, da für die Armen nichts, für die Reichen alles bleibt.

Und Obama wird es sehr schwer haben, diese Form der Freiheit, die in Wirklichkeit Versklavung der ärmeren kranken Menschen heißt abzuschaffen.
Aber der Tod ist ja bekanntlich kostenlos.

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Re: Amerikanische Freiheit

nun, du gehörst anscheinend auch zu denen, die auch einen artikel über schellfische mit dem post "grasser und die neoliberalen sind schuld" zu kommentieren...