21.11.2009 17:38 | Meine Presse Merkliste0

Graf fordert Volksabstimmung zur Rückkehr Südtirols

26.07.2009 | 08:50 |  von RAINER NOWAK (Die Presse)

Der Dritte FPÖ-Nationalratspräsident Martin Graf will sich nicht damit abfinden, dass Südtirol zu Italien gehört. Das Selbstbestimmungsrecht müsse auch für die "deutsche Bevölkerung" Europas gelten.

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Wie österreichisch ist das heutige Südtirol für Sie?

Martin Graf: Südtirol ist Teil des gesamten Tirol. Das ist der wichtigste Identifikationspunkt. Südtirol hat eine deutsche Mehrheitsbevölkerung, die auch so bezeichnet wird. Und Südtirol ist derzeit italienisches Territorium.

Derzeit? Klingt, als würden Sie davon ausgehen, dass Südtirol wieder zu Österreich kommen wird.

Ich glaube nach wie vor fest an das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Den Südtirolern wird seit dem Zuschlag an Italien nach dem Ersten Weltkrieg das Selbstbestimmungsrecht vorenthalten.

Es gibt eine weitgehende Autonomie.

Die Frage der Autonomie ist eine zweite Frage. Dass es besser ist, eine Autonomie zu haben, als keine Autonomie, ist ohne Zweifel richtig. Aber genauso richtig ist, dass es eine legitime politische Forderung ist, dass man die Einheit Tirols auch politisch fordern kann.

Selbst im Andreas-Hofer-Gedenkjahr spielt diese Forderung aber offenbar keine Rolle mehr: 2009 scheint es politische Realität zu sein, dass Südtirol nicht mehr zu Österreich gehört und auch nie wieder gehören wird.

Im Frühjahr 1989 hat man das Gleiche über die DDR gesagt. Es ist alles eine Frage der politischen Rahmenbedingungen. Manche Fragen kommen in den Fokus der Berichterstattung und der öffentlichen Wahrnehmung, dann wird wieder eher weniger berichtet. Es gibt noch sehr, sehr viele Tiroler, sowohl im Süden als auch im Norden, die dafür politisch eintreten. Aber das weiß man so lange nicht, solange man die Bevölkerung nicht fragt. Und welche Frage stellt man...

...welche Frage sollte man stellen?

Die Frage ist, ob es ein Tirol geben soll.

Aber die DDR war eine Diktatur und Italien ist eine Demokratie. Das ist doch ein gewaltiger Unterschied.

Es ist richtig, dass es da unterschiedliche Herangehensweisen gab. Aber wenn wir uns die Geschichte Südtirols anschauen, dann merke ich wenig Unterschied zwischen dem Verhalten des demokratischen Italien gegenüber der deutschen Bevölkerung in Südtirol und dem in durchaus nichtdemokratischen Staaten. Das hat sich mit dem Autonomiepaket verbessert, diese Vorgehensweise Italiens gegenüber der Bevölkerung. Aber es gibt bis heute Konfliktstoff. Nach wie vor stehen faschistische Denkmäler dort und werden von der Staatsgewalt saniert. Und das ist schon eine Frage, ob eine Demokratie des 21. Jahrhunderts, die sich selbst als Demokratie bezeichnet, faschistische Symbole aufrechterhält.

Sie fordern eine Volksabstimmung, respektieren Sie als offiziell vierter Mann im Staat eigentlich die Grenze?

(Lacht leise.) Ich bin für das gewaltlose Selbstbestimmungsrecht der Völker. Wenn sich dadurch Grenzverschiebungen ergeben, weil es die Bevölkerung will, dann sehe ich in Zeiten wie diesen keine Veranlassung, dem nicht nachzukommen. Das Gleiche haben wir im auseinanderbrechenden Jugoslawien gehabt. Und die Rechte, die Slowenien, Kroatien und andere Völker hatten, warum enthält man das den Südtirolern vor? Diese Frage muss man sich stellen. Es sei denn, man ist politisch davon beseelt, dass Völkerrecht für alle Völker gilt, mit Ausnahme der Deutschen. Das ist dann eine andere politische Diskussion, die man führen muss.

...wo gilt denn das Völkerrecht sonst nicht?

Generell. Ich lebe unter dem Eindruck, dass man der deutschen Bevölkerung in Europa aus politischen Überlegungen heraus weniger Rechte zugestehen möchte als anderen Völkern.

Wird zu wenig für Südtirol vonseiten Österreichs getan?

Die Stellung Österreichs als Schutzmacht der deutschen Mehrheitsbevölkerung in Südtirol sollte man ausbauen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier im Parlament nicht nur einen Unterausschuss für Südtirol führen, sondern einen ordentlichen Südtirol-Ausschuss einrichten. Das macht Sinn und verschafft den Ansuchen auf Begnadigung der in Italien in Abwesenheit zu „lebenslänglich“ verurteilten Südtirol-Aktivisten mehr Gewicht. Das sind atmosphärische Dinge, die auch erledigt gehören, wenn man eine Geschichte abarbeiten möchte, die für niemanden ruhmreich war. Gerade in einem zusammenwachsenden Europa sind Staatsgrenzen – das hören wir auch immer von politischen Mitbewerbern – nicht mehr so wichtig.

Dann muss Südtirol doch nicht zu Österreich.

Es gibt kein geteiltes Recht, es gibt nur ungeteiltes Recht. Das Recht, das ich dem einen zugestehe, muss ich dem anderen auch zugestehen. Das Argument, dass in einem zusammenwachsenden Europa Staatsgrenzen immer unwichtiger sind, heißt auch, dass es nicht mehr so schwierig sein kann, eine Selbstbestimmungsfrage zuzulassen. Wenn es anders ausgeht, hat man das als Demokrat zur Kenntnis zu nehmen. Egal, wie es am Ende ausgeht. Das werden die Südtiroler zu entscheiden haben.

Orten Sie irgendwo Unterstützung für Ihren Vorstoß?

Wir sehen, dass es eine wiederum wachsende Bevölkerungsschicht gibt, die der Idee der Einheit Tirols nähertritt.

Aber den Südtirolern geht es wirtschaftlich sehr gut, das wissen Sie?

In vielen Ländern und Regimen, Demokratien oder auch Diktaturen, geht es immer einem Teil sehr gut, das heißt aber nicht, dass man Grundsätze über Bord werfen soll.

Was ich meinte, war, dass gerade das Autonomiemodell dem Land wirtschaftliche Vorteile bringt.

Ich glaube, dass es den Südtirolern deswegen gut geht in Italien, weil die Südtiroler ein sehr fleißiges Volk sind. Ganz gleich, welchem Staatsverband sie zugehörig sind. Das ist ein Verdienst dieser Bevölkerung und nicht das Verdienst von Vereinbarungen eines Staates. Es geht auch den Nordtirolern, auch im Verhältnis zu vielen anderen Regionen in Österreich, viel besser.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2009)

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878 Kommentare
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Gast: Stierwoscha
27.10.2009 14:07
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Süd-Tirol zu Östereich

EIN Tirol

der ORF sollte eine Elefantenrunde zum Thema Süd-Tirol einberufen und dabei sollen sowohl die österreichischen als auch die süd-tiroler Parteien vertreten sein

EIN Tirol

Gast: bardo thodöl
08.10.2009 12:55
0 0

SCHEIN TIROL


Gast: libertà
08.10.2009 12:52
0 0

wär ja noch schöner

wenn Südtirol wieder zu Österreich käme, dann wären plötzlich ein Haufen Privilegien weg, die Italiener hätten dann Recht auf ein Minderheitenschutzgesetz, oder wären diesmal sie mit einer Option konfrontiert? Jemand hat noch nichts aus der Geschichte gelernt, scheint es... und alte Narben aufzureissen, so wie es die Populisten gerne tun, ist überhaupt etwas niederträchtiges! Mahlzeit!

gezeichnet: ein südtirolienischer Bastard

Gast: gtyrol
03.08.2009 18:26
0 0

jjj

Süd-tirol ist nicht Italien. Vereinetes Tirol Ein Tirol. 1809 2009. Ein Tirol Ein Volk.

curcuma
01.08.2009 17:12
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die grünen sollen ihren

inländerfeindlichen mund halten und sich verpissen

Antworten Gast: besucher
01.08.2009 22:35
0 0

Re: die grünen sollen ihren

kurz und prägnant

Bravo :-)

dir grünen sind das allerletzte.

unnötig wie ein kropf!

curcuma
01.08.2009 17:12
0 0

die grünen sollen ihren

inländerfeindlichen mund halten und sich verpissen

Gast: freiheit
01.08.2009 14:19
0 0

Süd-Tirol bleibt Deutsch

Süd-Tirol ist schon immer Deutsch gewesen und wird es auch bleiben!

Gast: uniteacher
01.08.2009 08:36
1 0

Bewußt hat Graf gg. den politischen Konsens verstoßen!

Alle angezogenen Argumente mögen eine Meinung darstellen, aber sind ohne ernsthafter Diskussionsbasis.

Wenn Graf seine Aussage 100x wiederholt bleibt sie unsachlich, bedeutungs- und gegenstandslos. Ohne Substanz. Erinnert an Straches Nein zu Israel in die EU.

Auch eine inhaltlose und wertlose Meinung darf geäußerst werden. Die Frage, handelt es sich um gesetzwidriges Verhalten? und ist dieser Polpulismus mit dem Verhalten von Graf für Österreich noch tragbar?

Was sollte man noch zu diesem Artikel kommentieren und zu den Aussagen Durnwalder sagen? LH Durnwalder äußerste einerseits seine „persönliche Meinung“ und andererseits „seinen gesellschaftspolitischen Standpunkt.“

Grundlage bildet des "Pariser Vertrag" im Wortlaut auch "Gruber/De Gasperi-Abkommen". Da bilaterale Gespräche während der Jahre 1958/59 zu keiner Lösung führten beschloss die österreichische Regierung, die Angelegenheit vor die UNO zu bringen.

Außenminister Bruno Kreisky hielt am 21. September 1959 erstmals dazu eine Rede vor der UN-Generalversammlung. Die UNO verabschiedete schließlich eine Resolution (Resolution 1497/XV), die das Pariser Abkommen bestätigte.

Formell wird der Streit zwischen Österreich und Italien im Jahr 1992 (11.6.1992 - Entschließung des Nationalrats vom 5. Juni 1992) durch die so genannte "Streitbeilegungserklärung" beendet.

Das Thema Südtirol hat sich erledigt und existiert nur mehr geschichtlich.

Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
01.08.2009 11:58
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Sie wollen ein uniteatcher sein?

Dann müßten Sie begreifen, daß Ihr Schlußsatz absolut falsch ist!

Die Geschichte ist ein ewig fortlaufender Prozeß, der sich nie wiederholt, aber dessen Ereignisse ständig mehr oder weniger intensiv den weiteren Gang beeinflussen?

Oder wollen Sie auch allen Ernstes behaupten: Das Thema Holocaust hat sich erledigt und existiert nur mehr geschichtlich???

Antworten Antworten Gast: uniteacher
01.08.2009 13:19
1 0

Re: Sie wollen ein uniteatcher sein?

Nachdenken, was wollte der Leserbriefschreiber zum Ausdruck bringen? darum meine Hinweise! und dann kommentieren. Oder war das Ihr Beitrag zum Thema?

Dann könnte Sie sich vorstellen das mir ihr Kommentar nicht fremd ist. Anscheinend halten Sie alle Ihre Mitmenschen für Unwissend. Wer auch nur wenig Kenntnis hat weiß, was ich damit sagen wollte.

Heute hat sich das Thema Südtirol für Östereich erledigt und ist nur mehr ein Bestandteil der Geschichte bzw. wenn Sie so wollen, der Vergangenheit. Aber Ihr Hinweis in der Überschrift sagt eigentlich schon alles aus.

Aha! Sie wollten mir Ihre Wissen mitteilen? ua. darum Holocaust. Ich schrieb nichts davon, noch weniger kann man aus meinen Zeilen irgendeinen Zusammenhang lesen.

Re: Re: Sie wollen ein uniteatcher sein?

Hier hat sich gar nichts erledigt, denn die Südtiroler sind noch immer dort in ihrer Heimat anwesend, und sie befinden sich unter italienischer Fremdherrschaft.
Und darum wird es ungeachtet aller in der Zwischenzeit über ihre Köpfe hinweg gefallenen Beschlüsse nach 90 Jahren endlich einmal Zeit sie zu fragen ob sie das Unrecht weiterbestehen haben wollen oder zu Österreich zurückwollen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
01.08.2009 15:41
0 0

Re: Re: Sie wollen ein uniteatcher sein?

Ich habe mich ausdrücklich auf Ihren letzten Satz bezogen und halte den eben für grundfalsch! Dazu habe ich ein Beispiel gegeben, in der Hoffnung, auch ein uniteacher versteht das!

Ob man das Thema Südtirol derzeit oder überhaupt endgültig ruhen lassen sollte, habe ich nicht diskutiert, zumal nicht einmal der Südtiroler Landeshauptmann dazu eine Meinung vertritt, sondern nur um den heißen Brei herumredet........

Gast: ff
31.07.2009 13:38
0 0

Warum muss Süd-Tirol Italiens Kreigsbeute sein?

Spindelegger: „Wer glaubt, mit Konzepten von gestern Probleme von morgen lösen zu können, ist am falschen Dampfer.“

Volksabstimmungen sind keine Konzepte von gestern, sondern eine freie demokratische Absichtserklärungen.
Man soll in Österreich nicht versuchen, eine Minderheit, nämlich die eigene tiroler Minderheit in Süd-Tirol(!) zu kriminialisieren.

Gilt das Selbstbestimmungsrecht der Völker nur für die Tiroler südlich des Brenners nicht???
Warum müssen die Süd-Tiroler noch immer die Kriegsbeute für Italien spielen?
Für wen eigentlich, für die Politiker, die keine Probleme haben wollen oder für den italienischen Imperialismus und Nationalismus?

Gast: Wien_Neubau_1980
31.07.2009 12:15
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Nonsense

selten so einen Schwachsinn gelesen. Der Mann wiederspricht sich laufend selbst.....

Witzfigur und unglaubwürdig, punkt.

Antworten Gast: Historiker
31.07.2009 15:10
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Re: Nonsense, was da von Neubau 1980 verzapft wird!!

Die Wiener (Sozialisten, Karl Renner & Co.!!!) muß man schon daran erinnern, daß sie es 1919 waren, die Südtirol, die Untersteiermark und beinahe auch halb Kärnten, so sich die Kärntner nicht gewehrt hätten, verschachert haben und das in der hinterfotzigen Absicht, so leichter eine sozialistische Mehrheit bei Wahlen erreichen zu können!!!!!

Re: Re: Nonsense, was da von Neubau 1980 verzapft wird!!

Das ist Unsinn.
Deutsch-Österreich hatte keine Möglichkeit zur Abwehr gegen den Expansionsdrang der Slawen und Italiener hatte es mit einer Hungersnot zu tun und vertraute, etwas naiv aber eben machtlos, auf die Friedenskonferenz.
Alle Parteien sahen das so. Hinterher erst wurden Dolchstoßlegenden konstruiert.

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Warum ich GEGEN eine Volksabstimmung bin

1. weil die Mehrheit der S-Tiroler sich einstweilen zu Italien geschlagen hat
2. weil dadurch längst verschüttete nationalist. Ressentiments zwischen beiden Lagern (Ö & I) sinnlos wieder zum Leben erweckt werden.

Allerdings müssen sich die ST allmählich damit abfinden, dass man sich nicht mit Italien identifizieren kann, wenn man sich von den Italienern absondert. Daher werden sie sich allmählich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass alsbald italienisch die einzig zulässige Amts- und Unterrichtssprache werden muss. Deutsch ähnlich wie im Elsass nur mehr zum privaten u/o folklorist. Gebrauch verwendet wird, da kein rationaler Grund nachvollziehbar ist, die funktionale Notwendigkeit, die eine Amtssprache bildet, zu verweigern.
Wo liegt da das Problem? Man verleugnet sich ja nicht selber, wenn man öffentlich italienisch redet und privat halt noch deutsch und in 100 Jahren halt nur mehr italienisch.

natan
31.07.2009 12:55
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Re: Warum ich GEGEN eine Volksabstimmung bin

selten so ein Schwachsinn gelesen.

...

So wie du argumentieren die modernen Völkerzerstörer.

Vernichtung und Massenvertreibung war gestern, Zwangsassimilation und Unterwanderung bis zum Volkstod der bodenständigen Bevölkerung sind heute angesagt.
Demokratische Abstimmungen um dieses Unrecht zu verhindern werden von den selbsternannten Musterdemokraten mit ihren antideutschen und -österreichischen Ressentiments und den auf völlige Geschichtstunkenntnis beruhenden Geschichtskomplexen überhaupt abgelehnt.
Es ist nur natürlich, das man im Sinne der Freiheit und Selbstbestimmung solche Meinungen ablehnen muß.

Antworten Antworten Gast: Zynicus
31.07.2009 15:19
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Es gehört nun einmal zum "antifaschistischen Grundkonsens",

den die linkslinke selbsternannte Gutmenschenschicht der Allgemeinheit - das Volk wird ja ebenso als nichtexistent verleugnet - aufoktruieren will, die Deutsche Sprache als NS-verseucht überhaupt abzulehnen und wenn irgend möglich durch eine Gesamteuropasprache zu ersetzen! "Leider" spielen da Frankreich, Italien, Spanien und England nicht mit, solange nicht jeweils ihre Sprache diese Europasprache sein wird!

Gast: historiker
30.07.2009 18:33
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Warum es keine Volksabstimmung geben darf?

Ganz einfach, weil sonst die Italiener ebenso eine für das französischsprachige Aostatal; die Briten für Nordirland; die Spanier über das Baskenland; die Franzosen für das Elsass; die Belgier für die deutschsprachigen "Ostkantone"; die Slowakei für die ungarischsprachigen Gebiete; Rumänien für das ungarisch-/deutsch/rumänisch gemischte Siebenbürgen u.s.w. u.s.w;abhalten müssten. Und Serbien müsste dann gar eine Volksabstimmung über den Kosovo erdulden, und dieses würde sich von Serbien lossagen, man stelle sich vor! Keiner dieser (und noch weiterer!) Staaten Europas will eventuell Macht als Resultat eines Plebiszites abgeben, das ist alles.
ES DARF KEINE PRÄZEDENZFÄLLE GEBEN - und das haben die Südtiroler in ihrer Mehrheit offensichtlich sehr gut verstanden......wenn sie auf ihr VOLLES Selbstbestimmungsrecht verzichten!

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Re: Warum es keine Volksabstimmung geben darf?

Es dürft ihnen entgangen sein, dass der Kosovo bereits ein eigener Staat ist. Und wenn ein Gebiet sich vom Mutterstaat ablösen möchte, dann ist es nur legitim, dass darüber verhandelt und abgestimmt werden soll. Z.B. ist es nur selbstverständlich, dass Nordirland zu Irland kommt, sagt auch schon der Name. Kein Staat hat ewiges Recht gepachtet, alle Teilgebiete zu beanspruchen, wenn die Bewohner es nicht möchten. Und Tirol sollte durchaus wieder vereinigt werden, wenn die Mehrheit der Südtiroler es will.

Antworten Antworten Gast: Historiker
31.07.2009 10:19
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Re: Re: Warum es keine Volksabstimmung geben darf?

Der Kosovo wird nicht einmal von allen EU-Staaten als unabhängiger Staat anerkannt, und leider schon gar nicht von Serbien (und Russland). Solange dies nicht geklärt ist,ist der Kosovo ein offenes Problem, ein internationaler Krisenherd.Ansonsten gebe ich Ihnen Recht (siehe meinen Beitrag vom 30.7. "Österreich forderte schon 1946 Volksabstimmung").Nur die Südtiroler selbst haben das Recht, ein Selbstbestimmungsrecht zu verlangen oder auf dieses zu verzichten. Letzteres tun sie seit Jahrzehnten.Daher wünscht Graf etwas, was die Betroffenen und einzig Berchtigten nicht wünschen. Grafs Forderungen sind damit irrelevant.

Gast: uniteacher
30.07.2009 13:30
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Ist Martin Graf als Nationalratspräsident noch tragbar?

Die Frage stellt sich nicht im Zusammenhang mit der Äußerung zu Südtirol.

Graf kann nur in der Gesamtheit seiner Person in der Funktion des NR Präsidenten nicht mehr tragbar sein. Nur der Nationalrat in seiner gesetzmäßigen Zusammensetzung kann Voraussetzungen schaffen, die eine Abwahl oder Abbestellung ermöglichen.

Die Frage stellt sich dann, hat Graf die österreichischen Gesetze verletzt? Eine korrekte, sachliche Beurteilung von Graf sollte, ohne populistische Aktionen von dritter Seite, durch die Gerichte erfolgen.

Unzählige Gerichtsentscheidungen von (Broda) bis (Winter) wie auch (Sinowatz) haben gezeigt das wir eine Demokratie mit einen ordentlichen Rechtssystem sind.

Gewisse politische Funktionen in Regierung und Parlament sind die Antwort aus einer nicht ruhmreichen Vergangenheit. Wie die Entwicklung beim Bundesheer und Polizei.

Daher sollte auf diese Funktionen und militanten Verbände noch immer sehr sorgfältig geachtet werden.

Re: Ist Martin Graf als Nationalratspräsident noch tragbar?

Wer schon kriecht kann nicht mehr stolpern. NP-Graf geht noch aufrecht und ist deshalb seinen kriechenden Gegnern ein Dorn im Auge. Und das ist gut so.

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