Tschechien: Sudetendeutsche Landsmannschaft verboten

31.08.2009 | 11:58 |   (DiePresse.com)

Das Innenministerium betrachtet die Organisation als verfassungswidrig. Sie fordert die Abschaffung der Benes-Dekrete, die die Grundlage für die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg waren.

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Das tschechische Innenministerium hat die offizielle Registrierung einer Sudetendeutschen Landsmannschaft in Böhmen, Mähren und Schlesien, verboten. Die Organisation fordert die Abschaffung der Benes-Dekrete, die die Grundlage für die Vertreibung und Enteignung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg waren. Wie der Vorbereitungsausschuss der Landsmannschaft mitteilte, betrachtet das Innenministerium die Organisation als "verfassungswidrig".

Der Ausschuss bezeichnet die Entscheidung des Innenministeriums als "undemokratisch" und "skandalös". "Die Tschechische Republik ist schon seit fünf Jahren EU-Mitglied und kann sich nicht leisten, mit ihren Bürgern so umzugehen, wie es in den totalitären Zeiten üblich war. In einer Demokratie kann jeder seine Auffassungen zum Ausdruck bringen", heißt es in einer Reaktion. Der Ausschuss hat bereits eine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht und will sich eventuell auch an den Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wenden.

Innenministerium: Gesetzesverletzung geplant

Das Innenministerium kam laut der Nachrichtenagentur CTK zu dem Schluss, dass die Landsmannschaft die Absicht habe, die tschechische Verfassung und andere Gesetze zu verletzen. Unter Berufung auf eine Entscheidung des tschechischen Verfassungsgerichtshofes von 1995 erklärte das Ministerium, dass das Konfiszierungs-Dekret seinerzeit legal und legitim gewesen sei und jetzt keine Rechtsverhältnisse mehr bestimme. Auch wies das Innenministerium auf die tschechisch-deutsche "Schlussstrich-Erklärung" von 1997, laut der beide Seiten die gegenseitigen Beziehungen nicht mit der Vergangenheit belassen sollten.

Laut dem Entwurf der Satzung der tschechischen Sudetendeutschen Landsmannschaft lehnt diese jegliche ethnische Säuberungen und Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa ab. Nach ihrer Auffassung sollten die Personen, die sich daran beteiligt oder diese initiiert haben, als "Kriegsverbrecher" betrachtet werden. Aus der ehemaligen Tschechoslowakei waren nach dem Krieg rund drei Millionen Sudetendeutsche in Richtung Deutschland und Österreich vertrieben und enteignet worden.

In Tschechien gibt es bereits eine vom Innenministerium offiziell registrierte Organisation der deutschsprachiger Bürger "Versammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien". Nach Angaben vom Jahr 2002 hat sie etwa 5.000 Mitglieder.

 

(APA)

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17 Kommentare
Gast: Franz
01.09.2009 11:43
0

Schluss mit den Schuldzuweisungen

Die Geschichte der Menschheit ist reich an Vertreibungen und Völkermord, die Sudeten"deutschen" halten den ihren aus politischen Gründen hoch. Es haben doch alle beteiligten Staaten Dreck am Stecken. Deutschland und Österreich als Kriegsauslöser haben sich mit lächerlichen Reparationszahlungen freikaufen können. All die unschuldigen und unsinnig zu Tode gekommenen macht dieses ewig gestrige Gequatsche der Sudeten"deutschen?" nicht mehr lebendig und es lindert 64 Jahre nach Kriegsende auch das Leid der den Krieg überlebenden nicht. Auf dieser Welt Gerechtigkeit zu suchen ist Träumerei wie die Geschichte von Indios, Aborigines, etc. zeigt. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, er ist der Teufel der Schöpfung.

Antworten Gast: karlheinz
01.09.2009 22:43
2

Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

ihr heutiges gequatsche zeigt ein großes geschichtliches unwissen und ist peinlich.

Antworten Antworten Gast: Pavel
03.09.2009 12:32
0

Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

ich stimme Ihnen zu, Tschechien haben naehmlich auf die deutsche und oesterreichsche Reparationszahlungen verzichtet.
Und zudem wuerde ich noch hinzufugen:
Die Deutsche laut einer Abkommen von 1956 koennen von den Siegern (komischerweise zaehlen sich Tschechische Republik, Polen usw. dazu) nichts zurueck wollen.
In 1997 wurde eine Deutsch-tschechische Erklaerung verabschiedet. Was das heisst, findet man in der deutschen Wikipedia.

Und noch ein Punkt:
Die Vertriebene machen 10mio. Wahlberechtigte in Deutschland aus, die ermordete Tschechen und Juden usw. natuerlich 0, weil sie schon tot sind. Das sehe ich als ein den wichtigsten Gruenden - man kann damit in Deutschland und in Oesterreich viele billige politische Punkte sammeln.

Als ein Tscheche wuerde ich den "Sudetendeutschen" am liebsten sagen: Lasst die nachkriegsgeschichte schon endlich ruhen, oder grabt auch die Kriegsgeschichte aus und gibt uns auch Reparationen fuers Krieg und was darauf folgte - das waere naehmlich unbezahlbar.

Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

"Pavel" plädiert dafür, die Geschichte endlich ruhen zu lassen. Damit argumentiert er wie seine Regierung, die gleichfalls seit Jahren behauptet, daß das Kapitel Vertreibung längst abgeschlossen sei. So einfach ist das! Man begeht einen Jahrhundertraub an dreieinhalb Millionen Menschen, jagt sie im Viehwaggon aus dem Land und erklärt dann dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit kurz und bündig für beendet!

Und wenn "Pavel" vom Verzicht auf deutsche und österreichische Reparationen spricht, dann sollte er Nachhilfeunterricht in Geschichte nehmen. Denn die tatsächlichen Leidtragenden der deutschen Okkupation waren die tschechischen Juden, während die übrige Bevölkerung zwar eine Demütigung erfahren hat, sich in ihrer überwiegenden Mehrheit aber Privilegien erfreute, die es sonst nirgends im "Reich" gab: Wehrdienstbefreiung, gesicherte Versorgungslage, keine Bombardierungen usw. Alle erfaßbaren tschechischen Zwangsarbeiter wurden inzwischen vom "Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds" finanziell entschädigt,
Raubkunst und sonstiges "arisiertes" Vermögen rückerstattet. Nur die bis aufs Hemd ausgeplünderten und vertriebenen Altösterreicher sind bis heute leer ausgegangen.

Aber diesen Makel müssen sich die "Wertegemeinschaft EU", vor allem aber das tschechische Volk mit ihrem Gewissen ausmachen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Pavel
29.09.2009 13:28
0

Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

Im voraus muss ich sagen, dass ich die Vertreibung gar nicht gut finde. Ich pladiere jedoch dafür, dass man nicht eine Sache hebt und eine andere verschweigt. Man sollte die Geschichte im historischen Kontext sehen.

Ich bin kein Geschichtestudent und falls Sie sind, dann es macht kein Sinn, mit Ihnen zu streiten.
Prag und ein paar andere Städte wurden - soweit ich weiß - bombardiert nur von den Siegermächten, aber wenn es keine deutsche Besetzung gäbe, wäre die Tschechoslowakei davon verschont.

Ich weiß auch nicht von den Österreichern, aber die Deutschen wurden entschädigt von den Deutschen Regierung (man kann sagen, von dem Geld, den man nicht auf Reparationen zahlen musste).

Und wie gut ging es unter der Okkupation den Tschechen und Slowaken? Na, es gab auch Gestapo usw. und die haben nicht nur Tschechoslowaken judischer Abstammung gequallt und ermordet, sondern auch unheimlich vielen anderen Tschechoslowaken. Die Tschechosl. haben nicht umsonst Heydrich ermordert und danach unter Heydrichiade gelitten. Nehmen Sie mal das Dorf Lidice...

Ich schätze hoch, dass Sie höfflig diskutieren können, aber ich kann Ihnen nicht zustimmen, dass es den Tschechen und Slowaken nicht so schlecht ging. Ich habe nähmlich noch Großeltern und weiß etwas davon.

Ich finde gut, ausländische Presse zu lesen und somit anderen Blick zu kriegen. Schade, dass Sie die tschechischen Quellen nicht lesen können wegen der Sprachbarriere, ich denke nähmlich, dass Sie würden auch andere Aspekte sehen.

Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

"Pavel" ist offenbar ein junger Tscheche, der durch das Lesen ausländischer, sogar fremdsprachiger Zeitungen versucht, seinen Horizont zu erweitern und ein objektiveres Bild von den Ereignissen zu gewinnen.
Das verdient Respekt!

Seine Ansichten können freilich 40 Jahre kommunistische Einkerkerung und Indoktrination (vor allem im medialen und schulischen Bereich) nicht verleugnen:

1.) Das tschechisch-sudetendeutsche Drama hat nur am Rande mit Hitler-Deutschland zu tun. Der Grundstein dafür wurde bereits 1919 mit der Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts für die deutschsprachigen Altösterreicher gelegt. Diese wurden gegen ihren Willen in den neuen tschechoslowakischen Staat gezwungen.

2.) Nach 20 Jahren tschechischer Unterdrückung der deutschsprachigen Minderheit sahen sie in Hitler so etwas wie eine Überlebenshoffnung. Auf seine strategischen Entscheidungen hatten sie jedoch keinen Einfluß.

3.) Die Entrechtung, entschädigungslose Beraubung und Vertreibung von dreieinhalb Millionen Menschen ist in ihrer Dimension nicht mit den Nazi-Untaten in der Tschechoslowakei zu vergleichen.

4.) Die ethnische Säuberung war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dennoch ist sie einschließlich der sadistischen Folterungen und Massaker (Brünner Todesmarsch, Postelberg usw.) bis heute durch tschechisches Verfassungsgesetz gedeckt.

5.) Die Vertriebenen erhielten in Deutschland nur eine lächerliche Hausratshilfe, in Österreich überhaupt keine Entschädigung!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Pavel
01.10.2009 11:27
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

Ich denke, dass "Indoktrination" ist ein Wort, das leicht zu unterstellen und zu missbrauchen ist. Leider scheint es so, dass jedes Volk hat ein anderes Ansicht auf vielen Ereignissen:

Nehmen wir mal ein Fall, der naheliegend für uns beiden ist:
Für den meisten Tschechen war Österreichische-ungarische Monarchie eine Zeit der Verdeutschung und Unterdrückung der tschechischen Minderheit und tsch. Kultur.
Ich kann mir vorstellen, dass es den Österreichern anders erscheint.

"Objektiv" gibt man zu, dass die Monarchie nicht nur schlecht war. František Palacký schreibt, dass wenn es damals keine öst-ung. Monarchie gäbe, müsste sie man erfinden.

Auf dem "Zusammenleben" mit Russland war dagegen nicht viel gutes. Trotzdem glauben viele Russen daran, dass USSR hat uns geholfen (totales Quatsch - "objektiv" gesehen).

Kurzum: Jeder Volk hat ein eigenes (mehr oder weniger objektives) Ansicht.

Die Antworten:
1) Was, wenn die Slowenen in Österreich jetzt Anschluß auf Slowenien verlangten?

2) Was heute als Unterdrückung erscheint, waren damals ungewöhnliche Privilegien.
Gegenseitiges Misstrauen hat aber viel zerstört und zum Spannung geführt. Trotzdem
30% der tschechischen Deutschen haben die SdP nicht gewählt. Ehre zu denen.

3) Lesen Sie mehr von diesem Tema.

4) Sie haben Recht. Ich habe nichts zu sagen.

5) Die ermordete Tschechoslowaken haben keine Entschädigung gekriegt.

Die Vertreibung war ein Verbrechen. Wie Lidice, wie 2. Weltkrieg, usw.

Danke für eine vernünftige Diskussion!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen


Da sich "Pavel" offensichtlich um eine intelligente Debatte von grundlegender Bedeutung bemüht, will ich mich fairerweise nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Also: Ich habe 1945 alle Schrecken der Vertreibung und der nachfolgenden Jahrzehnte persönlich erlebt... Irgendwie ist es in den elenden Hungerjahren dann doch gelungen, in Politikwissenschaft und Philosophie zu promovieren.

Aus Platzgründen muß ich mich auf einige Stichworte zu den angeschnittenen Themen beschränken:

1.) Wenn in tschechischen Schulbüchern die Vertreibung
gar nicht vorkommt und in der Öffentlichkeit bis heute verharmlosend nur von "odsun" (Abschiebung) gesprochen wird, so ist das "Indoktrination".

2.) Ich habe zwar die Österr.-Ungarische Monarchie nicht erlebt, sie gilt aber als Musterbeispiel für einen gelungenen Vielvölkerstaat.

3.) Das Beispiel Slowenien hinkt: 1919 wurde ein neuer tschechischer Staat gegründet und die Altösterreicher gegen ihren Willen hineingezwungen.

4.) Zum Thema Unterdrückung lesen Sie bitte

http://www.sudeten.at/wDeutsch/wersindwir/geschichte/geschichte.shtml?navid=20

Wo waren da die Privilegien?

5.) Raubsicherung und Verbrecherschutz ist in der Verfassung eines europäischen Staates einzigartig! Tschechien wird immer Außenseiter bleiben, solange diese Gesetze bestehen.

6.) Die Ermordung von Tschechen durch die Nazis bedauere ich zutiefst. Zivilisiertes Recht kennt allerdings nur persönliche, nicht kollektive Schuld!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Pavel
05.10.2009 00:33
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

Ich habe dagegen praktisch weder Nazis noch Kommunisten erlebt, bin noch ein Student einer naturwissenschaftlichen Fach.
Es tut mir sehr Leid, was Ihnen (und nicht nur Ihnen) passiert ist. Vertreibung ist auf keinen Fall zu rechtfertigen!

Es ist schwer objektiv es zu sehen, da jeder Volk sieht es von seiner Position, Verzeihung - ein bisschen verdreht (und man muss nicht von einem postkomunist. Land kommen). Auch das Link von Ihnen verschweigt ein paar sehr wichtigen Sachen!! Ähnlich ist es aber auch mit einigen tschechischen Quellen.

Auch wenn man nicht will, projektiert er in die Geschichte auch seine Nationalität. Auch die Monarchie (österreichisch: natürlich war es gelungenes Völkerstaat!
tschechisch: natürlich hatten die uns nur fürs Geld und wir waren nicht gleichberechtigt!).

Die Tschechen sind aber mehr selbstkritisch als Sie vielleicht denken. Es wurde z. B. neuerlich eine tsch. Forschung veröffentlich über den Sudetendeutschen, die Widerstand gegen Nazis geleistet haben.
Was nicht mehr gemacht wird, ist die Fahndung nach den Nazi-Untäten in der Tsch. Das wurde sogar kritisiert von den Deutschen.

Manches ist in der TschR. durcheinander. Warum die Dekrete immer in Wirkung sind, ist (nicht nur) mir unklar!

Es macht mich immer traurig, wenn jemand die kollektive Schuld vornimmt. Darunter gehört jedoch auch, wenn mich jemand davon schuldig macht, dass andere Tschechen die Vertreibung gemacht haben. Und ähnliches gilt z.B. für den Deutschen und das Krieg...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen


Danke, "Pavel", für die offene und interessante Diskussion.
Ich wünsche Ihnen persönlich für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Pavel
06.10.2009 20:58
1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schluss mit den Schuldzuweisungen

Danke ebenfalls, ich wünsche Ihnen das gleiche!

Verfassungswidrig?

Was ist das für eine Verfassung, die die Vertreibung von dreieinhalb Millionen Menschen, die Entrechtung, Landraub, entschädigungslose Totalenteignung und Straffreistellung für Mörder und Folterknechte als "legal" und sogar "legitim" betrachtet? Und was sagt die "Wertegemeinschaft EU" jetzt zu diesem Skandal, den sie schon 2004 nicht als Hindernis für den Beitritt Tschechiens betrachtet hatte?

Und was sagt die Sudetendeutsche Landsmannschaft München, die seit Jahren in Prag um "versöhnliche Gesten" bettelt und seit dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg überall "ermutigende Zeichen" erblickt, zu dieser neuerlichen Ohrfeige?

Jene SL-Mitglieder, die noch immer den
EU- und CSU-gefälligen Verzichts- und Kuschelkurs Bernd Posselts unterstützen, sollten sich selbst bei der Nase nehmen...

Gast: sid
31.08.2009 19:00
2

sudetendeutsche waren eigentlich österreicher

am 3. juni 1945 hält benesch in tabor eine rede, in der er sagt:

"was wir 1918 vorhatten (mit den altösterreichern), wird heute durchgeführt. damals wollten wir die deutschen abschieben... kein deutscher darf auch nur einen quadratmeter boden unter seinen füßen haben. wir wollten das auf eine feinere art machen, das jahr 1938 kam uns aber dazwischen."

dies zur information, daß die vertreibung nichts mit hitler-deutschland zu tun hat.

Antworten Gast: Pavel
03.09.2009 12:47
0

Re: sudetendeutsche waren eigentlich österreicher

Das hoere ich zum ersten Mal - woher kommt diese Rede? Ist die irgendwo in Vertrauenswuerdigen Quellen zu finden?
By the way - es war Praesident Benes, nicht irgendeiner Benesch, womit ich zeigen will, dass sein Mandat von den Grossbritanien, USA usw. unterstuetzt wurde. Es gab auch eine Potsdam-Konferenz usw.
Gruesse aus Tschechien

Gast: flary
31.08.2009 15:22
1

Offenbar eine sehr lose abgedeckte Wunde im Staate Tschechien

Wie wärs mit Vergangenheitsbewältigung auf beiden Seiten, mit Sachlichkeit und Respekt?

Der CSR-Staat schützt mit Zähnen und Klauen

die Raubmörder.

Re: Der CSR-Staat schützt mit Zähnen und Klauen

Naheliegend. Nachdem Deutschland und Österreich die Flüchtlinge gut integriert haben und das Problem damit sozusagen vom Tisch ist wäre das einzige was die Abschaffung der Benesch-Dekrete bringen würde die Verfolgung der Täter (was Tschechien nicht wirklich was bringt) und Schadenersatzforderungen (was Tschechien sogar schadet).

Wenn man also mal das moralisch erhebende Gefühl das Richtige zu tun beiseite lässt (was in der Realpolitik fast jeder tut) gibt es für solche Maßnahmen eigentlich nur einen Grund - der Druck von außen.
Da sich aber Deutschland und Österreich aus lauter Angst vor dem Vorwurf großdeutscher Machtphantasien kaum trauen als Schutzmacht deutscher Minderheiten im Ausland aufzutreten gibts kaum Druck von außen.
Wobei auch in vielen anderen Fällen der Druck von außen erst durch einen Druck von innen angeheizt werden musste.
Was lernen wir daraus?

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