DONNERSTAG, 3. September:
- Um 21.12 Uhr Ortszeit (18.12 Uhr MESZ) wird dem deutschen Feldlager in Kunduz von der gemeinsamen afghanischen Operationszentrale gemeldet, dass zwei Lkw südlich des Standorts des deutschen Wiederaufbauteams (PRT) entführt wurden. Einer der Fahrer wurde demnach ermordet.
- Um 23.14 Uhr werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums beide Lkw durch ein US-Flugzeug auf einer Sandbank in einer Furt sechs Kilometer südwestlich vom PRT im Kunduz-Fluss geortet. Von dem Flugzeug aufgenommene Bilder, die an das PRT weitergeleitet wurden, hätten gezeigt, dass "etliche" Menschen Waffen getragen hätten. Laut Verteidigungsministerium gab es mindestens drei Quellen, wonach sich keine Zivilisten vor Ort befunden haben sollen.
- Um 23.29 Uhr wird das US-Flugzeug wegen Treibstoffmangels abgezogen.
- Um 23.49 Uhr kommen zwei F-15-Kampfflugzeuge, die das Geschehen weiter beobachten.
FREITAG, 4. September:
- Um 01.39 Uhr befiehlt der deutsche Kommandant Oberst Georg Klein den Luftangriff.
- Um 01.49 Uhr feuern die Piloten der F-15-Jets zwei Bomben ab, die jeweils 227 Kilogramm schwer waren. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden 56 Taliban getötet und zwölf verletzt.
SAMSTAG, 5. September:
- Um 12.30 Uhr trifft ein deutsches Untersuchungsteam der Bundeswehr vor Ort ein.
- Um 13.09 Uhr wird das Team von Unbekannten beschossen. Die Bundeswehr schickt unbemannte Drohnen zur weiteren Aufklärung. Auch ein Untersuchungsteam der ISAF-Truppe trifft ein, sowie der Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal. Zehn Minuten nach seinem Abflug werden am Ort des Geschehens Mörsergranaten abgeschossen.
(Ag.)
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