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Nach Luftangriff: Nato geht von Fehlentscheidung aus

09.09.2009 | 22:38 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Oberst Georg Klein habe seine Kompetenz überschritten und die Lage falsch eingeschätzt .Frankreich erklärt nach dem Luftangriff seine "uneingeschränkte" Solidarität mit Berlin.

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Der Befehl zur Bombardierung von zwei Tanklastern in Afghanistan wird einem Medienbericht zufolge bei der Nato nach ersten Erkenntnissen als Fehlentscheidung eingestuft. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Nato-Kreise in ihrer Online-Ausgabe berichtet, habe der deutsche Oberst Georg Klein seine Kompetenz überschritten und die Lage falsch eingeschätzt. Dies ergebe sich aus einem vorläufigen Bericht der Internationalen Schutztruppe ISAF zu dem Angriff bei Kunduz, erfuhr die Zeitung am Mittwoch.

Es sei "sonnenklar", dass Klein den vorgeschriebenen Befehlsweg nicht eingehalten habe, erklärte ein führender Nato-Offizier der Zeitung. Zu einer Entscheidung von solcher Tragweite sei der deutsche Oberst ohne Rücksprache mit dem ISAF-Hauptquartier nicht befugt gewesen. Es habe keine unmittelbare Bedrohung für ISAF-Truppen und daher auch keine Notwendigkeit für eine schnelle Entscheidung gegeben. Die beiden Tanklaster hätten auf einer Sandbank im Fluss Kunduz festgesteckt. Nach Einschätzung der Bundeswehr hätten die beiden Tanklaster als rollende Bomben eingesetzt werden können.

Der Darstellung des nicht näher bezeichneten Nato-Offiziers zufolge ist die Anforderung von Luftunterstützung durch zwei US-Kampfjets, die schließlich die beiden Bomben auf die Tanker abwarfen, nicht zulässig gewesen. Der sogenannte "Close Air Support" dürfe nur angefordert werden, wenn Soldaten am Boden in Gefechte verwickelt seien, zitiert die Zeitung den Offizier.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte, die Aussagen des Nato-Offiziers stützten sich auf einen ersten Bericht der ISAF, der als "eine Art Reisebericht" mit unbestätigten Spekulationen zu werten sei. Vor dem Abschluss der Untersuchungen werde das Ministerium nicht zu derartigen Spekulationen Stellung nehmen.

Frankreich unterstützt Deutschland

Unterdessen hat Frankreich Deutschland nach dem umstrittenen Befehl der Bundeswehr zu einem Bombardement nahe Kunduz in Nordafghanistan seine "uneingeschränkte Solidarität" erklärt. "Unser gemeinsames Interesse ist die Sicherheit", sagte der französische Staatssekretär im Außenamt, Pierre Lellouche, am Mittwoch in Paris. "Wir müssen Verständnis zeigen", sagte Lellouche. "Ich drücke Deutschland meine vollständige und uneingeschränkte Solidarität aus."

Der von der deutschen Bundeswehr befohlene Luftangriff in der afghanischen Provinz Kunduz hatte unter den Bündnispartnern der Nato-geführten Schutztruppe ISAF Spannungen hervorgerufen. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner hatte den Angriff mit dutzenden Toten zunächst als "großen Fehler" bezeichnet.

Nato räumt zivile Opfer ein

Wie viele Opfer der Luftangriff gefordert hat und wie viele davon Zivilisten waren, ist weiter umstritten. Zunächst war in US-Medien von über 120 Toten die Rede, darunter Dutzende Zivilisten. Die Bundeswehr wiederum gab an, nur rund 50 Taliban seien ums Leben gekommen. Mittlerweile räumen die Deutschen aber auch zivile Opfer ein. Die Nato bestätigte am Dienstag, sie gehe davon aus, dass beim Angriff auch Zivilisten starben. Klarheit sollen die noch laufenden Ermittlungen bringen, die von einem kanadischen Generalmajor geleitet werden.

In Deutschland wächst indessen die Kritik an der Informationspolitik der Regierung. Der Fraktionschef des Regierungspartners SPD, Peter Struck, zeigte sich darüber „beunruhigt“. Und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast forderte den Rücktritt des Verteidigungsministers.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ zwar in ihrer Regierungserklärung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr am Dienstag eine Entschuldigung für mögliche Fehler anklingen, verteidigte aber auf der anderen Seite die Bundeswehr gegen die heftige Kritik der Verbündeten.

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204 Kommentare
 
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Gast: schlÄchter
10.09.2009 09:13
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sg miseau lellouche!

sehr gut!
eine deutsch-französiche linie gegen die anglo-amerikanische ist dringend nötig.
GB und USA haben mit ihrer invasions-und demokratie durch waffen erzwingen-strategie sowohl im irak als auch in afghansistan versagt.
F mit seinen traditionell guten kontakten und eigenen linie im den nahen osten (auch berechtigte israelkritik, untertützung der maroniten, enge dipl. kontakte zu syrien und nordafrika) und D mit seinem noch guten ruf im iran, bis vor kurzem auch afghanistan (oft als brudervolk gesehen, als feind englands in guter erinnerung) könnten viel mehr ohne masseninvasion erreichen, als die in diesem teil der welt wirklich verhassten ex-kolonialherren GB und deren nachfolger USA.
die briten beginnen auch schon umzudenken.
die lösung steckt im zulassen neuer - der islam. leitkultur angepassten/kompatiblen staatsformen, ev auch neue grenzen, neufassung diplom. kontaktaufnahmen mit gemäßigten taliban/anderen relevanten gruppen - zulassen einer eigenen entwicklung und förderung einer länder-und kulturspez. langsamen aufklärung/hinführung ins 21jhd.
die situation erinnert an charles de gaulle im WK II dem es auch gelang als schwächster sich aus dem übermächtigen schatten roosevelts und churchuills zu befreien.
deutschland tut gut daran diese hilfe von F dankend anzunehmen und die verbindung aufrecht zu erhalten/zu vertiefen.
gilt auch für die europapolitik, will man die EU nicht zu einer wirtschfstzollunion verkommen lassen.

mfg in die grande nation!
s.

Gast: Astrowolf
10.09.2009 09:00
0 0

Der "dumme Michel" am Pranger des US-Ölkrieges!

Wie viele Jahrzehnte wurde Deutschland verboten, auch nur einen einzigen Soldaten außerhalb der eigenen Grenzen einzusetzen?

Plötzlich ist alles ganz anders, und Deutschland ließ sich dazu verleiten, sich in einen TERRORKRIEG der USA gegen den weltgrößten Rohopiumproduzenten (mit dem der CIA beste Geschäftskontakte pflegt) ziehen zu lassen.

Die USA haben "911" inszeniert, um Afghanistan attackieren zu können, um die Voraussetzungen zu schaffen, um an die RIESIGEN Ölvorkommen im Becken des Kaspischen Sees heranzukommen. (Da laut offizieller Pentagon-Lesart die Mehrheit der angeblichen "911-Terroristen" aus Saudiarabien stammten, wäre ein Angriff auf Arabien die logische Konsequenz gewesen. Aber Afghanistan? Der Braten stinkt zum Himmel!)

Das naive Deutschland beteiligt sich jetzt treudeutsch an dem Raubkrieg der USA, und wird von den Verbündeten jetzt als kleine Gegenleistung an den Pranger gestellt!!!

SOFORT RAUS AUS DIESEM "RATTENLOCH" - denn die Taliban verstecken sich hinter der Zivilbevölkerung, und können militärisch NIE besiegt werden. (Ein lautes Nachdenken über die Zukunft der NATO wäre höchst an der Zeit!)

WAS HAT DEUTSCHLAND DORT AM "A" DER WELT VERLOREN?

WAS KÖNNEN WIR VON EINER TRUPPE, DIE IM EINSATZ IHREN MÜLL TRENNT, ERWARTEN? (Fragen die dann auch die Taliban um Erlaubnis, wenn sie auf diese schießen?)

Acaloth
09.09.2009 22:58
1 0

...

Die Deutschen haben keinen wirklichen Fehler gemacht, in einem krieg kommt es zu zivilen opfern und Tatsache ist, das Tanklaster in Talibanhand sich früher oder später meist als sehr explosives Vergnügen erwiesen. Wieviel Leute mehr wären draufgegangen wenn die diesen Tanklaster in Kabul aufm Basar gesprengt hätten?

Einzige richtige Entscheidung Deutschlands wäre ein sofortiger Rückzug aus Afgahnistan gewesen, nach der Kritik durch die USA, die USA sollen mal schön ihre Klappe halten, denn die haben weit mehr Zivilisten auf dem Gewissen als die Deutschen.
Die einzigen die hier wirklich richtig reagierten waren die Franzosen.

Antworten Gast: Thomas
10.09.2009 08:10
0 0

Re: ...

Ich finde, Sie haben völlig recht.
Die Franzosen sind ja eh meist die einzigen, die sich etwas trauen.

1 1

Die Österreicher sind doch Deutsche...

Welches Volk würde das Verbrechen des anderen so vehement verteidigen?

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Re: Die Österreicher sind doch Deutsche...

es gibt zwar draussen, in der realen welt, auch jede menge, aber das presse-forum stellt halt doch einen sehr eigenen ausschnitt aus der bevölkerung dar.

manchmal wundere ich mich, meist aber denke ich mir: wenn sie hier einen platz zum austoben gefunden haben, dann richten sie (hoffentlich!) im wahren leben weniger schaden an.

denn dass gewisse leute face to face ernstgenommen werden, halte ich für sehr unwahrscheinlich. aber man kann nie wissen....

Gast: pour le merite
09.09.2009 15:35
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Und wir verbitten uns Merkel samt deren

usraelisch hörigen Bundeswehr.

Antworten Gast: gast
09.09.2009 18:29
1 2

"Wir"? Du stehst allein auf weiter Flur, Terroristenversteher.

Und das Eis, auf dem Du stehst, wird dünner.

Und eines Tages wird man auch an Sympathisanten wie Dich denken.

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merkel verbittet sich kritik.

sich kritik an fehlern/fehlentscheidungen zu verbitten, ist grundsätzlich problematisch.

es gegenüber ländern/regierungen zu tun, die noch wesentlich größeren mist gebaut haben, ist es zwar auch, aber noch irgendwie verständlich.

wenn sie sich aber kritik in bezug auf vorverurteilungen verbittet, dann sollte sie sich auch verbitten, dass ihr verteidigungsminister zitzerlweise jeden quatsch nachplappert, den ihm seine überforderten leute aus afghanistan übermitteln.

Antworten Gast: gast
09.09.2009 18:31
0 0

Re: merkel verbittet sich kritik.

Ich verbitte mir Kritik an dem richtigen Einsatz gegen den Terror ebenfalls.

Ich erachte es als Verrat des Westens, den notwendigen, richtigen und gerechten Antiterrorkampf auch nur im Ansatz zu kritisieren.

Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann, daß zu behutsam vorgegangen wird.

Gast: CBKorn
09.09.2009 08:32
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Bündnistreue?

Unabhängig von der Frage, wie man zum Afghanistan-Einsatz steht, kann es nicht sein, dass die Bündnispartner in der NATO bei solchen vergleichsweise kleinen Zwischenfällen einem Mitgliedsland öffentlich in den Rücken fallen. Ein Bündnis ist nicht kriegs- oder verteidigungsfähig, wenn es sich so schnell spalten lässt. Dabei würde es einst gegründet, um weitaus härtere Proben zu bestehen. Deutschland sollte sein Engagement in Afghanistan vor allem deswegen hinterfragen. Soll Obama seinen Kram alleine machen, wenn er mit der Arbeit des Bündnispartners nicht zufrieden ist. Ausgerechnet aus London ist die Kritik überdies sehr verlogen. Wie viele zivile Opfer hat London in Irak noch einmal verursacht? Gab es da NATO- oder UNO-Untersuchungen?

Gast: peterle
09.09.2009 06:52
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Verbittet sich Kritik

na na Frau Merkel: das klingt aber stark nach persönlichen Jugenderinnerungen.
Sich Kritk vom Volk zu verbitten ds ist ja wohl mehr Honecker oder gar Ulbricht-Stil,
sollte man meinen.

Antworten Gast: gast
09.09.2009 18:32
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Re: Verbittet sich Kritik

Wenn "das Volk" den richtigen und gerechten Einsatz gegen

TERRORISTEN

kritisiert, dann ist "das Volk" (=einige wenige Pazifistenspinner und Terrorversteher) der Feind.

Ganz einfach.

Antworten Ophicus
09.09.2009 09:24
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Re: Verbittet sich Kritik

Sie verbittet sich nicht die Kritik aus dem Volk sondern von ausländischen Regierungen.
Und auch das nicht prinzipiell, sondern nur so lange die Fakten noch nicht auf dem Tisch liegen.

Beides völlig legitim und hat mit Honecker ungefähr so viel zu tun wie eine freiwillige Spende an sozial schwächere mit dem Stalinismus.

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Re: Re: Verbittet sich Kritik

Ophicus..

Das ist mir neu, dass du vor Merkel kuschst...

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dass ich mal angie verteidigen muss, hätte ich mir auch nicht gedacht!

sie verbittet sich VORVERURTEILUNGEN.

hätten sie obigen artikel gelesen, anstatt beim namen merkel feuchte träume über honi&co zu bekommen, hätten sie das sicher eh bemerkt.
sollte man meinen.

Antworten Gast: Ein Vergleich macht uns sicher
09.09.2009 08:37
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Re: Verbittet sich Kritik

Im Vergleich zu Angie ist unser unvergeßliches Banital eine in aller Welt respektierte, ja von Hu bis Putin gefürchtete AkteurIn der Weltpolitik. Und das ist gut so!

Antworten Gast: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
09.09.2009 08:22
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Re: Verbittet sich Kritik

Die Körperhaltung auf dem Bild spricht Bände ...

Antworten Gast: O tempora, o zores
09.09.2009 08:18
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Re: Verbittet sich Kritik

Tja, nostalgisch erinnert sich Angie der guaden oiden Zeit, als sie noch ihren Chef, den Onkel Mielke, um Rat fragen konnte und Onkel Honni dafür sorgte, daß im Schwarzen Kanal nur die richtigen Nachrichten verbreitet wurden. Da herrschte noch Zucht und Ordnung hinter der Mauer, aber heute ... Oft jammert Angie wie Travnicek: Wann mi der Mofrow net vermittelt hätt! Na ja, wenn alle Stricke reißen, bleibt immer noch ein Platzerl in Brüssel. Und das ist gut so!

Gast: IceAge
09.09.2009 01:13
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weils im eigenen Land

zu wenig Sorgen hat..
Für Deutschland wäre es besser, wenn man einfach sämtliche "Spitzen"-Politiker dort hinschickt. Wenn statt ihnen dann die Mainzer Faschingsgilde den Staat regiert, kann's auch nicht mehr schlechter werden als jetzt.


democrates
09.09.2009 00:50
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Vorspiel zum grossen Töten

Liest man den Koran als kriegsanleitendes Lehrbuch (eines mit sehr vielen Wassern gewaschenen Autors), so dürfte gerade ein strategisches Vorspiel (Finte) vorliegen.
Deutschland liegt forciert im Focus des Mohakampfleitsystems.
Nach den Monatsregeln und der aktuellen Lage dürfte wohl ein massiver Schlag auf innerdeutschem Hoheitsgebiet mit enormen Opferzahlen in Kürze folgen.

Es stellt sich zunehmend die Frage, wann die schlafwandelnden westlichen Armeen endlich beginnen werden ihren Feind zielstrategisch zu analysieren.

Antworten Gast: gast
09.09.2009 07:17
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Re: Vorspiel zum grossen Töten

Also wenn die Moslems wieder mit Terror in Europa anfangen vermute ich mal es wird über kurz oder lang den Moscheen an den Kragen gehen - wenns der Bevölkerung endgültig reicht.

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"Diesen Kampf kann man nicht gewinnen. Es ist an der Zeit, die Bundeswehr sofort aus Afghanistan abzuziehen"

die argumente, die uns bush+spießgesellen vor fast 8 jahren für den angriff präsentierten, waren ALLE erstunken und erlogen.
es ging ausschließlich um geld und macht. wie immer.

dass sich mancher/viele davon täuschen ließen, ist traurig aber teilweise (brainwash-propaganda) verständlich. warum aber auch regierungen (!!) darauf reinfallen konnten?
da muss ich (leider) spekulieren:
wohlwollend: eine art appeasement - er macht es ja sowieso. schauen wir also, dass der schaden, den der narr anrichtet, nicht ins unermessliche wächst.
weniger wohlwollend: wir wollen auch ein stück vom kuchen.

nun, beides hat sich als seifenblase und wunschdenken erwiesen.

die allierten täten gut daran, sich wenigstens jetzt, wo die milch eh schon verschüttet ist, noch rechtzeitig ein beispiel an den sowjets zu nehmen:
oder wollen sie in nicht allzuferner zukunft auch mit eingezogenem schwanz fluchtartig, von allen seiten beschossen, erst das land verlassen?

Re:

Aus Afghanistan abziehen und das Land wieder der Al-Qaida überlassen damit sie dann die dekadenten und verblödeten Europäer in die Luft sprengen können? z.B. mit den pakistanischen Atomwaffen?

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
09.09.2009 16:51
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Re: Re:

sg herr dr. zakel!
die al quaida besteeht aus ehemaligen arabischen söldnern, die aufseten der mujaheddin und später der taliban in afghanistan zunächts gegen die russen und das kommunist. regime und dann gegen die nichtpaschtunische oft schiitisch geprägte nordallianz bkämpftenb. es sind keine afghnanen sonder gäste der paschtunen in afghanistan-pakistan. grenzgebiet. die damaligen gastgeber - die paschtunischen taliban - waren durchaus bereit die zu¿nehmend arrogant und besserwissersich auftretenden araber loszuwerden, allerdings gelten sehr strenge gastregeln. die usa wollten aber nicht auf eben von stammeshäuptlingen und clanchefs verhandeln - wollte rasch erfolge und rache.
dadurch wurde diese chance verten, die taliban und ihre schütztlinge wurden wieder eng aneinandergeschweißt.
der int. terrorimus geht nicht von den taliban sondern von eben den arabischen ex-söldnern aus.
hier liegt auch wieder die chance: die talibanvon den areabern spalten - eine zusammenarbeit verhindern. gefährlicher für basen und int. terroismus sind saudi arabien, yemen und auch somalia, arabische bruderstaaten.
pakistan ist sehr fragil, aber die stammesgebiete der paschtunen machen nur einen sehr geringen teil der bev. und fläche aus.
solange der punjab und sind einigerm. ruhig sind, kippt pakistan (noch) nicht.

mfg
s.

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bitte fallen sie nicht in die bush-propaganda-falle!

afghanistan und al kaida sind 2 völlig verschiedene dinge.
al kaida gibt es, obwohl afghanistan bombardiert und besetzt wurde, nach wie vor.
braucht al kaida die seinerzeitigen ausbildungslager? mE ganz sicher nicht: *weder haben die 9/11 leute dort das fliegen gelernt, noch ist es nötig für das erlernen von bombenbau und anderem terr. handwerk ein lager zu besuchen. dieses wissen kann man sich teilweise aus dem internet runtersaugen, oder gegenseitig in kleingruppen beibringen.
*braucht al kaida die lager zwecks motivation und indoktrination ihrer mitglieder? dafür sind sie geeignet, aber nach 8 jahren ohne lager ist mE die al kaida nicht demotiviert und -moralisiert. ansonsten wäre unsere angst davor extrem irrational.

terror KANN nicht durch armeen bekämpft werden. dafür ist im inland die polizei da, im ausland die geheimdienste. den terrorgruppen die unterstützung durch die bevölkerung zu entziehen ist letztlich eine politische aufgabe. (ich wundere mich jedesmal, wenn militärs das 'verstecken unter zivilisten' beklagen: haben sie solch eine klage jemals von der polizei gehört - der verbrecher/mörder versteckt sich auch dort -, NUR für militärs ist dieses verhalten ein problem).

all das ist nicht auf meinem mist gewachsen. schon kurz nach 9/11 haben das leute wie scholl-latour und viele andere deutlich und ausführlich gesagt.
doch die welt hat lieber auf die expertise des 'terrorexperten' rumsfeld gehört.
und jetzt haben wir den salat.
höchste zeit, neue wege zu gehen.

 
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