Die USA haben nach Venezuelas milliardenschweren Waffengeschäft mit Russland vor einem Wettrüsten in Südamerika gewarnt. Die Regierung in Caracas baue ein deutlich größeres Arsenal als alle anderen Länder in der Region auf, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. Die USA seien besorgt, dass die anderen Staaten nachziehen könnten. Venezuela gefährde mit seinem Streben nach mehr Waffen die Stabilität in der gesamten westlichen Hemisphäre.
Die Regierung in Caracas hatte mitgeteilt, sie werde von Russland 92 Panzer und mehrere Flugabwehrraketen kaufen. Russland werde Venezuela dazu einen Kredit von 2,2 Milliarden Dollar bewilligen. Bereits in den vergangenen Jahren gab das ölreiche Land mehr als vier Milliarden Dollar für russische Waffen aus, darunter Kampfjets und Hubschrauber.
Präsident Hugo Chavez hat erklärt, die Waffen seien rein für die Verteidigung seines Landes bestimmt, das derzeit mit seinem Nachbarn Kolumbien im Clinch liegt. Die Regierung in Bogota will den USA die Nutzungen von weiteren Militärstützpunkten zur Bekämpfung von Drogenschmugglern und linksgerichteten Guerilla-Gruppen gewähren. Chavez sieht darin eine Bedrohung seines Landes sowie ein erhöhtes Kriegsrisiko für Südamerika.
(Ag.)
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