Bei einem schweren Bombenanschlag in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind am Freitag mindestens 49 Menschen getötet worden. Mehr als hundert weitere Menschen wurden verletzt, als sich ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto auf einem belebten Markt in der Stadt Peshawar in die Luft sprengte.
"Überall war Blut, waren Verletzte", sagte der Überlebende Aziz Ahmad. "Sie schrien um Hilfe. Ich musste mitansehen, wie sie vor meinen Augen starben." Das Auto war "mit einer riesigen Menge Sprengstoff und Artilleriemunition" vollgepackt, sagte der Polizeichef von Peshawar, Liaquat Ali Khan. Zu dem Anschlag bekannt sich vorerst niemand. Behörden vermuten, dass Taliban hinter dem Attentat stecken könnten.
Serie von Taliban-Anschlägen in Pakistan
Pakistanische Islamisten haben in jüngster Zeit als Antwort auf eine Offensive der Armee gegen ihre Hochburgen eine Serie von Anschlägen verübt. Allein Peshawar ist in den letzten vier Monaten sechs Mal zum Ziel von Anschlägen geworden, der letzte ist der schwerste davon.
In den vergangenen zwei Jahren starben in Pakistan mehr als 2000 Menschen bei fast 300 Anschlägen, die in der Mehrheit der pakistanischen Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban (TTP) zugeschrieben werden.
Taliban setzen Nato-Konvoi in Brand
In den Außenbezirken der Stadt Peshawar setzten mutmaßliche Taliban-Rebellen indessen einen für Afghanistan bestimmten Nachschub-Konvoi der Nato in Brand. Insgesamt gingen sechs mit Treibstoff und anderen Gütern beladene Fahrzeuge am Freitag in Flammen auf, teilte die Polizei mit. Die Last- und Tankwagen parkten demnach vor einem Hotel, als bewaffnete Rebellen den Konvoi angriffen, mit Benzin übergossen und anzündeten.
(Ag.)

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