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Alle gegen Mubarak: Opposition will Erbfolge verhindern

15.10.2009 | 16:34 |   (DiePresse.com)

Ägyptens Opposition will verhindern, dass Präsident Hosni Mubarak seinen Sohn Gamal als Nachfolger installiert. Sie hat eine Kampagne gestartet: Gegen Machtvererbung, Unterdrückung und Korruption.

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In Ägypten formiert sich Widerstand gegen eine Kür von Präsidentensohn Gamal Mubarak zu dessen Nachfolger. Wie die britische BBC berichtet, haben Oppositionsgruppen am Mittwoch eine Kampange "gegen die Machtvererbung" gestartet.

Es handle sich dabei nicht um einen "persönlichen Kampf" gegen den Sohn von Präsident Hosni Mubarak, erklärte deren Chef, der Politologe Hassan Nafaa. "Dies ist ein Kampf gegen das politische System." Ziel der Kampagne sei es, "das Gespenst von Machtvererbung, Unterdrückung und Korruption loszuwerden", sagt der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ayman Nour von der liberalen al-Ghad-Partei, der bei den Wahlen 2005 als Zweiter weit hinter Mubarak zurückblieb.

Wird Mubarak 2011 erneut antreten?

In Ägypten wird seit geraumer Zeit spekuliert, ob der 81-jährige Mubarak, der seit 1981 im Amt ist, bei den Präsidentschaftswahlen 2011 erneut antreten wird - oder ob er das Feld dann eventuell seinem Sohn Gamal überlassen wird. Der ehemalige Investmentbanker hat in der regierenden Nationaldemokratischen Partei (NPD) bereits eine führende Position inne.

Sowohl Vater und Sohn haben das bisher aber dementiert. "Das war nie ein Thema", sagte der Präsident in einem Interview im August. Beobachter meinen, dass Gamal Mubarak möglicherweise keine ausreichende Machtbasis habe, um sich den Präsidentenposten zu sichern. Als Alternative wird auch Ägyptens Geheimdienstchef Omar Suleiman gehandelt.

Opposition: Wunschkandidat ElBaradei

Die Oppositionsparteien haben in den vergangenen Monaten des öfteren den Noch-Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohamed ElBaradei, als Wunschkandidaten genannt. Bisher hat dieser allen Lockrufen aus seiner Heimat widerstanden, doch was er vorhat wenn in wenigen Wochen seine Amtszeit in Wien zu Ende geht, hat er will er noch nicht verraten.

Er habe bisher "weder gesagt, dass er sich an der nächsten Präsidentschaftswahl beteiligen will, noch dass er dies nicht will", berichtete die Kairoer Tageszeitung "Al-Shouruk" am Mittwoch. Offiziell sei jedenfalls noch keine Partei an ihn herangetreten.

(Ag./beba)

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1 Kommentare
Michael
15.10.2009 17:35
0 0

Machtvererbung

Ich dachte, es ginge um die nächste "Präsidentschaftswahl"?

Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus. Wird dort das Wahlergebnis vererbt? Wenn nein, warum sollte sein Sohn nicht auch kandidieren dürfen?

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