Die Polizei in Saudi-Arabien hat einen möglicherweise folgenschweren Selbstmordanschlag des Terrornetzwerks al-Qaida vereitelt. Laut einem Bericht der saudi-arabischen Zeitung "Okaz" vom Montag trugen zwei als Frauen verkleidete Terroristen, vier Sprengstoffgürtel und zahlreiche Handgranaten bei sich. Am Dienstag vergangener Woche sind die beiden an der Grenze zum Jemen von der Polizei erschossen worden. Diese hätten nach Informationen des Blattes bei einem Gruppen-Selbstmordattentat "in einer wichtigen Infrastruktureinrichtung" eingesetzt werden sollen.
Al-Qaida mittlerweile im Jemen
Das Terrornetzwerk al-Qaida des Saudis Osama bin Laden hat in der Vergangenheit mehrfach mit Anschlägen auf die saudi-arabische Öl-Industrie gedroht. Da in den vergangenen Jahren der Fahndungsdruck in Saudi-Arabien gewachsen ist, operiert ein Teil der Terroristen dort inzwischen vom benachbarten Jemen aus. Dort gibt es Regionen, die weitgehend ohne staatliche Kontrolle sind.
Die Sicherheitsbehörden in Saudi-Arabien haben die beiden an der Grenze getöteten Terroristen inzwischen identifiziert. Ihre Namen standen auf einer im vergangenen Februar veröffentlichten Liste der 85 meistgesuchten Terroristen des Landes, die nach dem Tod der zwei al-Qaida-Männer in der vergangenen Woche auf nunmehr 78 Namen zusammengeschrumpft ist. Vier Terrorverdächtige hatten sich den Behörden gestellt. Ein fünfter al-Qaida-Mann hatte sich im Haus des stellvertretenden Innenministers, Prinz Mohammed bin Naif, in die Luft gesprengt.

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