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Taliban überfallen UNO-Gästehaus in Kabul

28.10.2009 | 10:46 |   (DiePresse.com)

Mit Sprengstoffwesten und Granaten bewaffnete Taliban-Kämpfer haben in Afghanistan ein UN-Gästehaus überfallen. Mindestens zwölf Menschen, darunter sechs ausländische Mitarbeiter, starben.

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Vor der Stichwahl um die afghanische Präsidentschaft kommende Woche haben die Taliban ihre Drohung einer weiteren Gewalteskalation wahr gemacht. Drei Kämpfer mit Sprengstoffwesten, Granaten und Maschinengewehren stürmten am Mittwochmorgen ein von den UN genutztes Gästehaus und töteten zwölf Menschen, darunter sechs UN-Mitarbeiter, wie die Polizei mitteilte.

Der Angriff habe sich gegen die bevorstehende Stichwahl zum Präsidentenamt am 7. November gerichtet. Die Taliban hätten vor drei Tagen alle gewarnt, die an der Vorbereitung der Wahl arbeiteten. "Das war unser erster Angriff."

Sechs UN-Mitarbeiter getötet

UN-Sprecher Adrian Edwards sagte, sechs UN-Mitarbeiter seien getötet und neun weitere verletzt worden. Unter den Toten ist ein Amerikaner. Unter den Verletzten ist nach afghanischen Angaben möglicherweise auch ein Deutscher. Nach UN-Angaben waren 20 UN-Mitarbeiter in dem Gästehaus registriert. Ob sie sich zum Zeitpunkt des Anschlags alle dort aufhielten, war zunächst nicht bekannt.  

"Das war ein sehr schwerwiegender Vorfall. Solch einen Vorfall hatten wir bisher nicht", sagte er. Man werde nun bewerten, "was das für unsere Arbeit in Afghanistan bedeutet". Nach einem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad im August 2003, bei dem 22 Menschen getötet wurden, hatten sich die Vereinten Nationen für mehrere Jahre aus dem Irak zurückgezogen.

Ein Polizeisprecher erklärte, unter den Getöteten seien drei Angreifer. Die Sicherheitskräfte hätten das Gebäude inzwischen unter ihre Kontrolle gebracht. Es war ein langer Schusswechsel zu hören. Eine riesige Rauchwolke stieg nach dem Anschlag im Bezirk Schar-e-Nau in den Himmel. Flammen waren auf dem Dach des Gästehauses zu sehen.

Rakete trifft Präsidentenpalast

Kurz nach dem Überfall traf eine Rakete den Präsidentenpalast, eine andere Rakete schlug in einem von vielen Ausländern genutzten Hotel in der afghanischen Hauptstadt ein. Sie explodierte aber nicht. Bei dem Anschlag auf den Präsidentenpalast gab es keine Opfer.

(Ag.)

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10 Kommentare
Gast: Nudelauge
28.10.2009 16:40
1 0

Wer Wind sät, wird Sturm ernten....

die Afghanen hatten aber auch gar nichts mit diesem hochgepushten "9/11" (siehe auch Pearl Harbour) zu tun.

Sie wurden in einem verbrecherischen Angriffskrieg überfallen - das ist es - sonst nichts.

Und bitte, was die Afghanen intern machen geht den Westen aber überhaupt nichts an - also auch die Taliban nicht.

Das musste mal gesagt werden.


Antworten diogenes
05.11.2009 11:41
0 0

Re: Wer Wind sät, wird Sturm ernten....

Na die Taliban geht das aber schon sehrviel an das sind doch die "Afghanen"!

Gast: Cruxeder
28.10.2009 16:09
0 0

Diese pösen, pösen Taliban...

... haben die gleiche Einstellung wie mein Zwillingsbruder Crusader!

Wer sich in die bestehende Gesellschaft nicht integrieren will, soll das Land schleunigst freiwillig verlassen!

Wenn nicht, dann droht Krieg - aber in diesem Fall leider nicht mit Furzkanonen...

Aber hätte Crusader auch soviel Macht und Einfluß in seiner Gemeinschaft, dann würde er auch andere Methoden der Muslimbekämpfung forcieren!

Aber zuerst will er sein Trikot von den Quotentürken der Nationalmannschaft zurückerobern!

... He is from Austria!!!


Gast: markus trullus
28.10.2009 15:05
0 1

Zero Tolerance

Tut mir leid; kein Mitleid mit den wahnsinnigen Talibans. Auf der Flucht erschießen scheint die einzige Sprache zu sein, die sie verstehen. Und das möglichst bald; Zero Tolerance. Sie sind's auch nicht...

Antworten diogenes
05.11.2009 11:44
0 0

Re: Zero Tolerance

Bald werden dort die Amis und die ISAFFEN auf der Flucht erschossen.

Gast: Gast
28.10.2009 13:22
0 0

Taliban überfallen Gästehaus

Das ist die dauernd propagierte moslemische Gastfreundschaft.

Gast: Ogrosl
28.10.2009 12:56
1 0

Freiheitskampf gegen Besatzer

Vielleicht waren das gar keine "Taliban-Kämpfer" sondern Widerstandskämpfer, Freiheitskämpfer oder ähnlich!

parapente
28.10.2009 11:15
1 0

Ich habe den Eindruck

ganz Europa wird von Idioten regiert!

Sieben Jahre "Kein Krieg" in Afghanistan - und die Situation wird dort immer schlechter. Hat man von der damaligen Niederlage der tapferen, Roten Armee nichts gelernt??

Gast: Leser
28.10.2009 08:50
0 0

Sehr geehrte Presse;

Bitte ändern sie die Headline. Es ist doch ein gewaltiger Unterschied zwischen UN und US.

Antworten Gast: markus trullus
28.10.2009 15:06
0 0

Re: Sehr geehrte Presse;

Fürchte sie verkennen die Sachlage: Ist ein UN Madat, das die US und andere dort absolvieren. Also doch UN!