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Karzai kündigt lagerübergreifende Regierung an

03.11.2009 | 10:01 |   (DiePresse.com)

Der alte und neue Präsident verspricht, die Korruption im Land zu bekämpfen. Er bietet der Opposition die Mitarbeit in der Regierung an. Die Taliban ruft er auf "nach Hause zurückzukehren".

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Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat nach ernsten Mahnungen des Westens die Bildung einer lagerübergreifenden Regierung und einen entschiedenen Kampf gegen die Korruption angekündigt. "Meine Regierung wird für alle Afghanen da sein", versprach Karzai am Dienstag in einer Fernsehansprache zu seiner Bestätigung im Amt.

Jeder, der mit ihm zusammenarbeiten wolle, sei herzlich willkommen. Zudem werde es entscheidende Veränderungen in der neuen Regierung geben.

Abdullah nicht erwähnt

"Wir sind jetzt entschlossen, mit allen Mitteln diesen Schandfleck (der Korruption) von unserem Boden zu tilgen", sagte Karzai. Ob der Regierung auch sein politischer Rivale, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, angehören wird, ließ Karzai allerdings offen. Er erwähnte Abdullah in seiner Rede nicht einmal.

Auch den radikal-islamischen Taliban streckte Karzai die Hand aus. "Wir rufen unsere Brüder der Taliban auf, nach Hause zurückzukehren und ihr Land anzunehmen", sagte Karzai am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Internationaler Aufruf zu Einheitsregierung

Die internationale Gemeinschaft hatte Karzai aufgefordert, die verfeindeten Lager zusammenzuführen. Für die notwendigen Veränderungen in Afghanistan seien nun "Taten und nicht Worte erforderlich", sagte US-Präsident Obama. Karzai müsse "klar machen, dass er sofort etwas gegen die Korruption unternimmt", forderte der britische Premier Gordon Brown während eines Treffens mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in London.

Der UNO-Chef selbst betonte, Karzai müsse alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Erwartungen der Menschen in Afghanistan und die der internationalen Gemeinschaft zu erfüllen. Das bedeute, gegen den Drogenhandel und die Korruption vorzugehen, sowie eine Regierung zu bilden, die alle ethnischen und religiösen Gruppen erreiche.

Taliban: Karzais Bestätigung Farce

Die radikal-islamischen Taliban kritisierten Karzais Bestätigung als Farce und kündigten eine Fortsetzung ihres Kampfes gegen die ausländischen Truppen in Afghanistan an. Mit einer Welle der Gewalt hatten die Islamisten zuvor vergeblich versucht, die Wahl zu verhindern.

(Ag.)

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2 Kommentare
diogenes
03.11.2009 12:03
0 0

Die Taliban ruft er auf "nach Hause zurückzukehren".

Dieser Komiker hat offensichtlich noch nicht kapiert, dass die Taliban schon ziemlich weit "nach Hause gekommen sind" und es wird nicht lange dauern bis sie "ihr Land" (nicht an- sondern) übernehmen werden.

diogenes
03.11.2009 11:57
0 0

Afghanischer Putsch-Präsident KARSAI

Nachdem Karsai von den USA als Präsident eingesetzt wurde, sollte er in einer gefälschten von der "UNO" beaufsichtigten Wahlfarce "wiedergewählt" werden.

Das ist voll in die Hose gegangen.

Die von der "Verfassung (haha)" vogeschriebene Stichwahl (angesetzt von der an der Fälschung beteiligten Wahlkommission) wurde abgesagt, und der NICHT VERFASSUNGSMÄSSIG gewählte Marionetten Präsident der USA von der "Kommission" zum Präsidenten erklärt.

Um diesem USA-UNO-Putsch den Anstrich von Legalität zu geben ist der lächerliche Generalsekretär extra angereist!!