Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte es nach Ansicht seines Amtsvorgängers Jacques Chirac immer schon "diesen Willen, sich unentbehrlich zu machen und immer dabei zu sein, war übereifrig und begierig, zu handeln", schreibt Chirac in seinen Memoiren, aus denen "Le Parisien" am Dienstag Auszüge veröffentlichte.
Schon der junge Sarkozy sei ein ausgesprochenes Kommunikationstalent gewesen. "Er war immer mehr als ein einfacher Mitarbeiter", schreibt Chirac. Sarkozys Unterstützung von Edouard Balladur bei der Präsidentschaftswahl gegen Chirac habe ihn verletzt.
"Hängen an bäuerlichen Traditionen"
Der Ex-Präsident erkennt im Rückblick auch große Gemeinsamkeiten mit seinem sozialistischen Gegenpart Francois Mitterrand. "Wir haben dieselben Werte, wir kommen beide aus der Provinz und hängen an bäuerlichen Traditionen", schreibt Chirac über ihn.
Der erste Band der Memoiren, der von Donnerstag an im Handel erhältlich ist, beschreibt den Beginn von Chiracs politischer Karriere bis zur Präsidentschaftswahl 1995.
(Ag.)

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