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Merkel: „Europa findet keinen besseren Partner als USA“

03.11.2009 | 18:47 |   (Die Presse)

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel beschwor im US-Kongress die „Kraft der Freiheit“. Als ehemalige DDR-Bürgerin bedankte sich Merkel bei den Vereinigten Staaten für die damalige Hilfe.

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Washington (vier). Die Einladung, zum 20-Jahr-Jubiläum des Falls der Berliner Mauer in die deutsche Hauptstadt zu reisen, schlug der viel beschäftigte US-Präsident Barack Obama aus. Vielleicht war es die Retourkutsche für die Weigerung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, ihm als Präsidentschaftskandidaten im Sommer 2008 eine Rede vor dem Brandenburger Tor zu gewähren. Auf der großen Bühne der Weltpolitik haben kleine Empfindlichkeiten mitunter symbolhafte Konsequenzen.

Merkel kam jedoch am Dienstag, kurz nach ihrer Wiederwahl und vor den Berliner Feierlichkeiten, in den Vorzug einer Ansprache im Kongress in Washington – eine Auszeichnung, die zuvor nur einem deutschen Regierungschef zuteil wurde: Konrad Adenauer. Aus der inneren Rührung einer ehemaligen DDR-Bürgerin heraus stattete sie ihren Dank für den Beistand der USA ab. Sie erinnerte an die US-Präsidenten, die in der jüngeren deutsch-amerikanischen Geschichte eine führende Rolle gespielt hatten – an John F. Kennedy, Ronald Reagan und George Bush sen.

 

Fasziniert von Jeans

Anhand ihrer Karriere breitete Merkel ihre Motivation aus. Die „Kraft der Freiheit“ habe sie in die Politik geführt. Dass sie einmal im Kapitol sprechen würde, „hätte ich mir vor 20 Jahren in meinen kühnsten Räumen nicht vorstellen können. Ich war fasziniert vom amerikanischen Traum, von Jeans, von der amerikanischen Landschaft“.

Demonstrativ legte sie ein Bekenntnis für die transatlantische Partnerschaft ab: „Europa findet keinen besseren Partner als die USA, und die USA finden keinen besseren Partner als Europa.“ Die Nato bleibe ein Eckpfeiler für die Sicherheit, betonte sie und streifte internationale Konfliktthemen von Nahost bis Afghanistan.

Die US-Regierung drängt Deutschland zu stärkerem militärischen Engagement in Afghanistan – ein Thema, das auch beim Gespräch mit Obama im Weißen Haus auf dem Tapet stand. Im Gegenzug trat Merkel als Verfechterin einer engagierten Klimapolitik und als Mahnerin gegenüber dem US-Widerstand auf.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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13 Kommentare
Gast: Schürfer
04.11.2009 11:07
0 0

Ein peinlicher Auftritt

Wäre Angela Merkel als Privatperson aufgetreten, wäre es wohl eine berührende
Rede gewesen. Sie trat aber als deutsche Bundeskanzlerin und in dieser Funktion als eine der wichtigsten politischen Repräsentantinnen der Europäischen Union an. Und damit war ihre Rede anbiedernd peinlich.
Seltsam erscheint mir die unverbrüchliche Nibelungentreue zu Israel. Bedeutet ein unsagbares Verbrechen vergangener Generationen an vergangenen Generationen Anderer, dass die gegenwärtigen Generationen jede gegenwärtige Schurkerei der gegenwärtig Anderen nicht nur dulden sondern sogar verteidigen müssen? So wird man keinen Frieden im nahen Osten und keinen mit der islamischen Welt finden.


demedici
04.11.2009 11:01
0 0

Nutzlos

Letzten Endes war die ganze Arschkriecherei und Anbiederung nutzlos, GM macht trotzdem, was sie für richtig halten, und nicht, was Merkel wollte.

Wittichis
04.11.2009 13:22
0 0

Re: Nutzlos

Aber wenigstens wissen wir jetzt wie der vom US-Magazin Forbes verliehene Titel der "Mächtigsten Frau der Welt" gemeint war.....Ironisch! W.

PS.: Darf eigentlich Kanzlerin Merkel etwas "essentielles" wollen?

romolaner
04.11.2009 08:36
0 1

Merkel

eine Seelenlose Person-eine Bilderbergerin-liegt halt gerne mit dem Teufel im Bett..............

Staunton
04.11.2009 08:18
0 0

In der Politsatire "Neues aus der Anstalt" auf ZDF

wurde Andrea Merkel einmal (wortwörtlich) als die Monika Lewinsky von George W. Bush bezeichnet. Ich finde, dieser Vergleich hat einen wahren Kern.

Staunton
04.11.2009 08:19
0 0

Re: In der Politsatire

Heißt natürlich Angela Merkel

Gast: quaki
04.11.2009 06:49
0 0

echte Deutsche, strotzt nur so vor Masochismus und ???


Gast: gast
04.11.2009 06:33
0 1

ob

ob die Deutschen es wohl irgendwann schaffen werden, damit aufzuhören den USA in den A....llerwertesten zu kriechen?

Gast: Friedhelm
04.11.2009 00:47
0 1

Merkels Gesülze

Wenn Europa keinen besseren Partner als die VSA findet, dann ist Europa schlicht am Ende. Es gäbe nur noch EINEN schlechteren Partner: die Türkei.

Antworten Gast: Beobachter
04.11.2009 11:39
0 0

Re: Merkels Gesülze

Europa kann derzeit auch gar keinen besseren Partner haben als die USA. Und die Türkei ist über das Nato-Bündnis schon Jahrzehnte ein verlässlicher und wichtiger Partner. Wären die EWG, EU, die NATO nicht gegründet worden, sähe es heute ganz anders aus in Europa. Alte Ressentiments, wie sie ja gerade hierzulande gerne ausgelebt werden, hätten den Kontinent gelähmt, kriegerische Auseinandersetzungen wären die Folge gewesen.
EU und NATO haben uns Sicherheit und Wohlstand gebracht. Großes haben dabei gerade die USA und auch die Türkei nicht nur finanziell geleistet.
Und was hat Österreich in dieser Zeit beigetragen?

Gast: Fidel Gastro
03.11.2009 22:36
0 0

Goldene Eier

Klar, dass die Merkel da gefeiert wird - wer liebt nicht eine Gans, die einem goldene Eier legt? (Wobei das Wort "Gans" in meinen Augen ausgesprochen höflich klingt ...)

Gast: pour le merite
03.11.2009 20:02
1 2

Merkel in den VSA oder Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Anstatt die Gelegenheit zu nutzen und

auf die fürchterlichen amerikanischen Kriege im Irak, Palästina und Afghanistan einzugehen,

gegen einen Krieg gegen Iran Stellung zu nehmen,

die unglaublichen Wall Street Machenschaften anzuklagen oder

auf die unerträgliche politische Einflußnahme Usraels in Georgien, Polen und der Ukraine hinzuweisen,

lieferte Merkel das von vielen befürchtete Anbiederungsgeschwafel perfekt ab und sülzte am Ende noch etwas von den schmelzenden Eisschollen der Arktis in die Mikrofone.

Aber was sonst hätte man erwartet?

Angela Merkel ist nicht nur eine Schande für Deutschland.

Gast: STFU
03.11.2009 19:52
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hör ich schlecht ;)

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Schlagzeilen Politik