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US-Kongress kritisiert UNO-Bericht zum Gaza-Krieg

04.11.2009 | 10:10 |   (DiePresse.com)

Der Goldstone-Bericht sei "unfair, unausgewogen und fehlerhaft", erklären die Abgeordneten. Israel ruft zum Boykott auf. Die UN-Vollversammlung berät heute über den Bericht.

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Das US-Repräsentantenhaus hat den UNO-Bericht zur israelischen Offensive im Gazastreifen, der am Mittwoch in der UN-Vollversammlung debattiert wird, als unausgewogen kritisiert. Der Bericht sei es nicht wert, weiter erörtert zu werden, hieß es in einer Resolution, die die Abgeordneten am Dienstag mit 344 zu 36 Stimmen verabschiedeten.

Sie forderten US-Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton auf, sich eindeutig jeglicher Billigung des Berichts zu widersetzen. Der Fraktionschef der Demokraten, Steny Hoyer, nannte das Dokument "unfair, unausgewogen und fehlerhaft".

Israel ruft zu Boykott auf

Israel hat die Staatengemeinschaft indessen zum Boykott des Berichts aufgefordert. "Die Palästinenser manipulieren die internationalen Institutionen, um Israel zu schwächen und zu kritisieren", sagte der israelische Vize-Außenminister Danny Ajalon am Dienstag während eines Sondertreffens mit dem diplomatischen Korps in Jerusalem.

Israel befürchtet, dass der Bericht nach der Debatte in der UN-Vollversammlung dem UN-Sicherheitsrat übermittelt wird und schließlich vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gelangt.

Unverhältnismäßige Gewalt

Während der Kämpfe vom 27. Dezember bis 18. Jänner wurden 13 Israelis und rund 1400 Palästinenser getötet, darunter mehrere hundert Zivilpersonen. Dem Goldstone-Bericht zufolge wandte Israel während der Offensive im Gazastreifen unverhältnismäßige Gewalt an. Es seien willkürlich Zivilpersonen angegriffen und zivile Infrastruktur zerstört worden.

Auch bewaffneten palästinensischen Gruppen und der Hamas wird vorgeworfen, vorsätzlich israelische Zivilpersonen angegriffen und Raketen auf südisraelische Grenzorte abgefeuert zu haben.

(Ag.)

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8 Kommentare
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Wieso?

Bezueglich des Goldstone-Berichts les ich quer durch die Medienlandschaft nur diese Meldung von US Seite: "Er ist unausgewogen"... Aber nie die Begruendung.
Bisher war das Argument immer, dass die Palestnaenser bei diversen Nah-Ost Papieren nicht (aussreichend) in die Pflicht genommen wurden. Jetzt werden beide Seiten gleichermassen gefordert...
Und was war jetzt das Problem mit dem Bericht? Bei "unfair, unausgewogen und fehlerhaft" fehlt die Arumentation...

Gast: Fidel Gastro
04.11.2009 11:58
1 0

"US-Kongress kritisiert UNO-Bericht zum Gaza-Krieg"

Ist verständlich, wenn man die Zusammensetzung des "US-Kongresses" in Betracht zieht ...

;-)

1 0

Wie wollen sich die Amerikaner mit dieser Moral verbündete finden?

Nur Merkel und Faymann könnten in Europa die amerikanische Doppelmoral verteidigen!
Verbrechen ist immer Verbrechen, egal ob das von der Taliban oder Israil verübt wird!

Gast: STFU
04.11.2009 10:50
1 0

Das Zerstören

von zivilen Zielen haben sie sich von jemanden abgeschaut.

0 0

"Die Palästinenser manipulieren die internationalen Institutionen

...während für israelis die ausdrücke 'manipulation' und 'beeinflussung' völlig unbekannt sind.

"...und schließlich vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gelangt"
die dortigen richter sind natürlich ebenfalls von den palis manipuliert und gekauft.

warum, so frage ich mich, lässt sich die welt von israel derart verar***en ?

Gast: Analyst
04.11.2009 09:16
2 1

Unausgewogen?!

Ich wäre der Meinung, wen es auch einen entsprechenden Bericht über die Praxis der US_Militärs etwa im Irak gäbe, dass dieser ebenso "unausgewogen" ausfallen sollte. Klar, dass sich jene, die Verbrechen begehen, selbst als Opfer bezeichnen und eine Verurteilung als ungerecht betrachten.

grinch
04.11.2009 09:01
4 1

"unf.air, unau.sgewo.gen und fehl.erhaft"

Soetwas wurden die Na.zi heute auch sagen,
über die Ber.ichterstatt.ung ihrer Verbr.echen.

Antworten Gast: Hubertus
04.11.2009 22:00
0 0

Re:

Wo sie sich doch auch nur gegen terroristische Partisanen und Widerstandskämpfer verteidigen mußten, die sich nicht berauben, foltern und einsperren lassen wollten.