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US-Gouverneurswahl: Auferstehung der Republikaner

04.11.2009 | 18:21 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Die Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia bescherten den Republikanern ein überraschend deutliches Comeback. Präsident Obama muss sich auf noch größeren Widerstand einstellen.

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WASHINGTON. Am Wahlabend hatte der Dokumentarfilm „By the People“ Premiere, der den Triumphzug Barack Obamas im Vorjahr noch einmal aus nächster Nähe nachzeichnete. Doch im Weißen Haus hatte der Präsident nicht die Muße, die Momente des Glücks auszukosten. Exakt ein Jahr nach seinem Wahlsieg tröpfelten von den Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia immer schlechtere Nachrichten in die Machtzentrale, wo der innerste Zirkel an einer Erklärung für die sich abzeichnende herbe Niederlage für die Demokraten brütete.

Anderntags schickte Obama seinen Chefberater David Axelrod und seinen Sprecher Robert Gibbs aus, um die Auswirkungen der Schlappe zu relativieren. Die Popularität des Präsidenten sei ungebrochen, der Verlust der beiden Gouverneursposten auf lokale Faktoren zurückzuführen, lautete der Tenor auf Regierungsseite. Währenddessen hatten die Republikaner erstmals seit Jahren wieder Grund zum Jubeln. Überschwänglich feierten sie die Auferstehung aus der Asche.

In Virginia hatte ihr Kandidat Bob McDonnell einen Erdrutschsieg gegen seinen demokratischen Kontrahenten gelandet. Noch im Vorjahr hatte der eher konservative Bundesstaat mit Pauken und Trompeten für Obama gestimmt. Die Wähler der Obama-Koalition, insbesondere die jüngeren, ließen sich diesmal nicht an die Urnen locken. Auch der Massenansturm der Afroamerikaner blieb aus. Im Gegenzug gelang es McDonnell mit den Schwerpunktthemen Jobs und Wirtschaft, eine große Mehrheit von unabhängigen Wählern auf seine Seite zu ziehen. Auf kontroversielle Themen wie Abtreibung oder Schwulenrechte verzichtete er hingegen völlig.

 

Denkzettel für Bloomberg

Ähnlich lautete das Erfolgsrezept seines Parteifreundes Chris Christie in New Jersey, einem traditionell demokratischen Bundesstaat. Christie schlug nicht nur Kapital aus der Unpopularität des Amtsinhabers Jon Corzine, einem Exchef von Goldman Sachs. Nicht einmal ein dritter Kandidat vermochte den Sieg der Republikaner zu verhindern. Zu tief saß in New Jersey der Frust über die hohen Eigentumssteuern und die miserable Infrastruktur.

Dass New Yorks Bürgermeister, Michael Bloomberg – ein Unabhängiger –, eine Zeitlang um seine Wiederwahl bangen würde, war eine weitere Überraschung des Wahlabends. Der Tycoon hatte 90 Millionen Dollar gegen einen weithin unbekannten Gegenkandidaten flüssiggemacht. Angesichts eines vermeintlich sicheren Ausgangs blieben viele New Yorker gleich zu Hause. Und viele verpassten Bloomberg trotz seiner Erfolgsbilanz einen Denkzettel, weil er die Sperrklausel von zwei Amtsperioden ausgehebelt hatte.

Mayor Mike: New Yorks unkonventioneller Bürgermeister

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Signalcharakter ging indessen von einer Nachwahl im Norden des Bundesstaats New Yorks aus, seit mehr als 100 Jahren eine republikanische Bastion. Nach einem Aufstand an der Parteibasis und prominenter Wahlhilfe – unter anderem von Sarah Palin – für einen zweiten konservativen Bewerber, zog sich die offizielle republikanische Kandidatin, eine moderate Lokalpolitikerin, aus dem Rennen zurück. Sie empfahl die Wahl des demokratischen Kandidaten, der den Sitz für das Repräsentantenhaus dann auch prompt gewann.

So sehr die Republikaner über ihr Comeback auch strahlten: Der Kampf zwischen Pragmatikern und Ideologen um Herz und Seele der Partei ist längst nicht beendet. Die Chancen für Zugewinne bei den wichtigeren Zwischenwahlen im nächsten Herbst stehen jedoch gut, bei denen die US-Wähler meist die Opposition stärken. Optimisten träumen von einer Eroberung des Repräsentantenhauses.

Den Demokraten weht dagegen scharfer Wind um die Nase. Um ihr Mandat nicht zu verlieren, werden viele aus der Parteilinie ausscheren und konservativere Positionen einnehmen – etwa bei der umstrittenen Gesundheitsreform. Barack Obama wird mit Engelszungen reden müssen, um sie bei der Stange zu halten. Und der Widerstand der Republikaner wird noch härter werden. Der Obama-Hype ist vorläufig vorbei.

AUF EINEN BLICK

Die Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia bescherten den Republikanern ein überraschend deutliches Comeback. In Virginia landete Bob McDonnell sogar einen Erdrutschsieg. Präsident Obama muss sich im Kongress-Wahljahr 2010 auf noch größeren Widerstand einstellen.

In New York behauptete sich bei der Bürgermeisterwahl der Amtsinhaber Mike Bloomberg nur knapp.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2009)

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5 Kommentare
TomLehner
04.11.2009 20:35
2 0

The truth about Obama's loss part 2)

Und 100% werden wir nicht erlauben das wir Abtreibung ablehnen und uns die Regierung diesen Mord durch die Hintertür bezahlen lässt. Außerdem sehe ich nicht ein für Illegale und Sozialhilfe fälle zu bezahlen, dafür gibt es seit 1960 die Staatspflicht und öffentliche Krankenhäuser. Wer Golf bezahlt kriegt Gold und wer Mercedes Zahlt kriegt Mercedes. Obama weiß das und er ist jetzt das erste Mal der gejagte und nicht mehr der Jäger und er muss seine Agenden durchdrücken da wir drauf und dran sind in 2010 das Haus und den Senat zurückzuerobern dann kann er seiner Sozialisten/Marxisten Agenda auf Wiedersehen sagen. Dann gilt nicht mehr:“Ich bin der Präsident und gemacht wird was ich sage“ sonder endlich wieder „WE THE PEOPLE“ wie es in der Verfassung steht.

To use the words of Arnold Schwarzenegger:

It is getting freezing Cold in the White House

Antworten Gast: oceanview
04.11.2009 22:04
0 1

Re: The truth about Obama's loss part 2)

we the people also have no insurance, flood the emergency room to get help for bronchitis, as example. Laesst sich leicht in Oe. sitzen und reden, aber hier muss die Gesundheitsreform stattfinden, Republican or Democrat, does not matter.

TomLehner
04.11.2009 23:41
1 0

Re: Re: The truth about Obama's loss part 2)

Ocean view - one more thing, I duly appologize should I come across a little rough. However on one matter you are right healthcare system desperatley needs some reform but socializing healthcare under federal control is not the answer. Dont forget I grow up in a system like that, and the public healthcare all over Europe is dead broke, so yes I am up to talk and open for suggestions as off how to get Americans and legal residences proper treatment. Its a long lasting topic and takes alot of talk but the brutal now or never public healthcare is not an option. I still want to be able to choose weather I take public or private and under Obama care that will not be an option anymore.

Thank you for listening and again sorry if I come across strong. I am jsut reading the paper jsut like you - online because it always has been the best.

Tom

TomLehner
04.11.2009 23:35
0 0

Re: Re: The truth about Obama's loss part 2)

Oceanview - who is Telling you I am in Austria - jsut because I know how to write in German does not mean I am in Austria, that just means I was born and raised there and as former Citizen of Austria I am still interested in what the local Austrian press has to say. besides I cover for my party the foreign German speaking media. Truth of the matter is I a naturalized Citizen, work for living, pay tax and pay for my and my sons insurance. And yes I am a conservative. Where are you located since you read austrian newspaper? I am always up for a good constructive discussion. Thank you for your remark and reminding me what happens in Dallas Texas (I am only on the mexican border) where illegals flood the hospital with fake papers jsut to make sure Texas Law prohibits to enforce the payments what as a result means I THE TAX payer has to pay for that. And than they really expect to have a luxery hospital suit on my expense?

TomLehner
04.11.2009 20:34
2 0

The truth about Obama's loss

Teil 1)
Obwohl die Verluste der letzten Nacht bei Obamas Helfern als Lokale Verluste deklariert wurden ist das fern jeder Realität. „WE THE PEOPLE“ ist dabei ein freies Amerika von den Sozialisten/Marxisten und anderen Liberalen zurückzuerobern die derzeit mit Gewalt versuchen alles durch die Hintertür durchzubringen das 86% aller Amerikaner ablehnt sowie Abtreibung auf Krankenschein usw. Wenn das wirklich ein lokales Ereignis war wie Obamas Leute behaupten warum war dann New Jersey einer der wichtigsten Staaten für Obama? Die „Lokale Entschuldigung“ dient nur dazu die Partei und Wähler zu blenden und die herben Verluste zu covern die beide wissen das wir, die konservativen den Druck jetzt noch massiver Erhöhen werden, verlangen werden das man unsere Wünsche ernst nimmt und die „ObamaCare“ vom Tisch ist. Wir sind keine Europäer – wir möchten wählen können welche Versicherung wir abschließen und uns nicht wie die Europäer (speziell die Österreicher) die Versicherung von einer Regierung diktieren lassen.

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