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Italiens Justiz rechnet mit CIA-Kidnappern ab

05.11.2009 | 10:26 |   (DiePresse.com)

Im weltweit ersten Prozess um das Entführungs-Programm der CIA nach den Anschlägen von 9/11 hat ein Mailänder Gericht 22 CIA-Agenten zu Haftstrafen verurteilt. Sie sollen einen Imam gekidnappt haben.

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Im weltweit ersten Prozess um das Entführungsprogramm der CIA nach den Anschlägen des 11. September 2001 ist an diesem Mittwoch in Mailand  ein eindeutiges Urteil ergangen. 22 US-Agenten und ein Oberst der US-Air Force wurden in Abwesenheit zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie sollen an der Entführung des terrorverdächtigen Imam Abu Omar im Jahr 2003 beteiligt gewesen sein.

Auch Agenten des italienischen Geheimdiensts Sismi waren angeklagt. Bei ihnen war die Beweislage aber schwieriger: Zwei wurden wegen Komplizenschaft bei der Entführung zu drei Jahren Haft verurteilt. Fünf weitere, darunter Ex-Sismi-Direktor, Nicolo Pollari, mussten freigesprochen werden. Beweise, die ihre Kooperation mit den US-Agenten belegten, wurden als geheim eingestuft. Auch zwei CIA-Agenten wurden freigesprochen.

Von Mailand nach Ägypten verschleppt

Der radikale ägyptische Geistliche Osama Mustafa Hassan Nasr alias Abu Omar war am 17. Februar 2003 auf offener Straße in Mailand aufgegriffen worden. Im Anschluss soll er über den US-Fliegerhorst Ramstein in Deutschland nach Ägypten verschleppt worden sein. Der Imam gab später an, dass er während der Gefangenschaft gefoltertwurde. Laut der Mailänder Staatsanwaltschaft unterstützte der italienische Geheimdienst die Entführung durch die CIA.

Staatsanwalt deckte Fall auf

International bekannt wurde der Fall erst, als der italienische Staatsanwalt Armando Spataro die Hintergründe zu recherchieren begann. Fünf Jahre lang deckte er Puzzleteilchen des Falles auf.

Spataro warf dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi und seinem Vorgänger Romano Prodi vor, den Begriff des Staatsgeheimnisses zu verzerren, um der Justiz Steine in den Weg zu legen. Er versuchte mehr als einmal, Berlusconi und Prodi als Zeugen in dem Verfahren um die Entführung des ägyptischen Imams vorzuladen. Diese beriefen sich auf das Staatsgeheimnis, um nicht vor Gericht erscheinen zu müssen.

(APA)

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9 Kommentare
prana
06.11.2009 00:16
0 0

Die presse ist korrupt

Die Frage ist doch, musste irgend jemand in den KNAST oder ist das wieder ein Urteil OHNE Konsequenzen? Die Presse hat 100% versagt.

Werden die Schuldigen ausgeliefert? Nicht steht davon, hat man Anträge auf Auslieferung gestellt und und und...

So viele offene Fragen.

Die Presse ist genauso korrupt wie die Verbrecher selber. Auf die substenzielle Fragen gibt es KEINE Antworten. Ich persönlich bin froh dass die Zeitungsverkäufe zurück gehen, Dilettanteten Journalismus braucht man nicht... und euch braucht man nicht!

Gast: alibaba
05.11.2009 21:52
0 0

Richtig So

Silvio hat wenigstens Rückgrat im gegenteil zu den anderen ...(26 EU staaten)

lg


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und wann kommt der Cavalese Pilot dran?

http://en.wikipedia.org/wiki/Cavalese_cable-car_disaster

Wegen Vernichtung von Beweismaterial in den USA zu ein paar Monaten verurteilt.
Ob es überhaupt zu Strafantritt gekommen ist, ist nicht bekannt!

Antworten Gast: Alpinator
05.11.2009 11:11
0 0

Re: und wann kommt der Cavalese Pilot dran?

Bißchen angeben mit dem Jet, was spielen da ein paar Tote für eine Rolle. Schließlich waren es Piloten, zweitens aús den USA und drittes spielte sich alles bei, aus deren Sicht, Bloßfüßigen ab.
Recht ist eine Gummiwurscht. Das soll aber nicht so sein. Und deshalb ist das dzt. Urteil ein Lichtblick.

Teutone
05.11.2009 08:00
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Nun ja,

..was macht denn ein "radikal Islamitischer Geistlicher" in Italien ? Seelsorge wohl kaum und seine Hasspredigten gegen die Christenheit muß den Italienern ja nicht gefallen. Also hat auf wunderbare Weise der Zweck die Mittel geheiligt. Und für eine Million Euro "Entschädigung" bekommt man sicherlich sehr viel C4 - Plastiksprengstoff....Kein Eurabien!

Antworten Gast: gast
05.11.2009 13:09
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Re: Nun ja,

Wenn er ein Problem ist hat sich die lokale oder europäische Justiz damit zu befassen.

Die CIA hat nicht einfach in Europa willkürlich Leute zu kidnappen, was wenn sie sich irren?

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In Italien versucht die Justiz krampfhaft die lächerliche Politik der Linken jetzt via Gerichtsentscheidungen zu prolongieren


Antworten Gast: biserl
05.11.2009 03:28
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Re: In Italien versucht die Justiz krampfhaft die lächerliche Politik der Linken jetzt via Gerichtsentscheidungen zu prolongieren

Nicht bös sein, aber was hat das mit links oder rechts zu tun?

Da sind Leute die geglaubt haben über dem Gesetz zu stehen verurteilt worden.

Natürlich wird ihnen mal nichts passieren, aber sie werden sich mal vorsehen müssen wenn sie ins Ausland verreisen.

Leider ist das sensationell, eigentlich sollte es selbstverständlich sein.

Nebenbei wäre anzumerken das die USA aus Prinzip keine Skrupel hat mit der vollen "Strenge" des Gesetzes gegen Ausländer die im Ausland was machen was die Amis für illegal erklärt habe vorzugehen, egal wie zweifelhaft die Methode ist um der Leute habhaft zu werden.

diogenes
05.11.2009 11:30
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Re: Re: In Italien versucht die Justiz

Sehr richtig!

Hoffentlich ist das nicht das letzte Urteil gegen die CIA-Kidnapper und ihre Helfershelfer. (Bitte auch den Mossad nicht vergessen).

Gibt es schon die zugehörigen internationalen Haftbefehle?


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