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UNO: Bericht zum Gaza-Krieg bleibt Streitsache

05.11.2009 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Die UN-Vollversammlung debattiert über den umstrittenen Goldstone-Bericht zur israelischen Offensive im Gazastreifen. 192 Länder ringen um eine faire Antwort.

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Die UN-Vollversammlung hat am Mittwoch über den so genannten Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg debattiert. Zur Abstimmung stand eine Resolution der arabischen Länder, in dem Israel und die Palästinenser aufgefordert werden, mögliche Menschenrechtsverletzungen während des Krieges zu untersuchen.

Der libysche Diplomat und Präsident der Vollversammlung, Ali Treki, rief die Mitgliedsstaaten zur geschlossenen Unterstützung auf: "Lassen Sie uns im Interesse der Menschenrechte zusammenstehen." Verstöße gegen internationales Recht müssten geahndet werden. "Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Fortschritt im Friedensprozess geben."

Israel: "Falsch und einseitig"

Die israelische UN-Botschafterin Gabriela Shalev lehnte den Bericht erneut als falsch und einseitig ab. "Wir sind dem Frieden verpflichtet. Aber wir müssen unser Recht auf Selbstverteidigung behalten." Auch der palästinensische UN-Beauftragte Riyad Mansour die grundsätzliche Bereitschaft zu, die Vorwürfe aufzuklären. "Wir wollen aber deutlich machen, dass es absolut keine Gleichsetzung von Besatzern und Besetzten geben darf."

Die Resolution sieht vor, den Goldstone-Bericht an den UN-Sicherheitsrat weiterzuleiten. Dieser könnte auch juristische Aktionen wegen möglicher Rechtsbrüche auf den Weg bringen.

Der Goldstone-Bericht
Der umstrittene Bericht war im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats von einem Expertenteam unter Leitung des Südafrikaners Richard Goldstone nach fünfmonatigen Untersuchungen erstellt worden. Erkenntnis: Sowohl auf israelischer, als auch auf palästinensischer Seite seien Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden, die aufgeklärt werden müssten. Israel wies den Bericht empört als "parteiisch" zurück und versuchte zuletzt, mittels eines diplomatischen Kraftaktes eine Diskussion des Berichts zu verhindern (der Bericht im Volltext).

US-Kongress übt heftige Kritik

Am Vorabend der Debatte war der Bericht auch Thema im US-Repräsentantenhaus. Dabei stieß das Dokument auf heftige Kritik der Abgeordneten. In einem anschließenden Beschluss wurde der von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebene Bericht als unausgewogen, falsch und unfair kritisiert. Er sei es nicht wert, weiter erörtert zu werden, heißt es darin weiter.

Der südafrikanische Sonderermittler, Jurist Richard Goldstone und sein Team hatten festgestellt, dass sowohl Israelis wie auch Palästinenser während der Gaza-Offensive Kriegsverbrechen begangen haben.

(Ag./Red.)

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3 Kommentare
minas
06.11.2009 06:15
0 0

Schwachsinniger Bericht...anscheinend zahlt die arabische Lobby gut um einen solchen Unsinn zu verzapfen.

Das die Hamas auch zur Zeit woechentlich Raketen in zivile israelische Gebiete schiesst ist dann der palestinensische Friedensbeitrag und die Israelis sollen sich mit diesen Narren einfach abfinden?

Gast: Hubertus
05.11.2009 23:23
0 1

Isreal der Friedensfreund

Wer das ergebnis der israelischen Selbstverteidigung und die pal. Toten, zT gesehen zT davon gehört hat; die werden doch nicht alle Selbstmord begangen, der weiß ohne große Diskussion wo die kriegsverbrecher und Verbrecher gegen die menschenrechte sitzen. Es ist von Israel bizarr bei dieser beweislage, diese Fakten zu bestreiten.

1 0

Frage:

Hat Goldstone eigentlich vergessen, dass es die Hamas und nicht Israel war, die den Konflikt begonnen hatte ? Unfassbar, wie hier öffentlich Geschichte verdreht wird !

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