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Blutbad in Pakistan: Bürgermeister stirbt

08.11.2009 | 12:03 |   (DiePresse.com)

Bei einem blutigen Anschlag bei einem Viehmarkt in Adezai, einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar, starben mindestens 12 Menschen. Darunter auch der Bürgermeister.

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Ein Selbstmord-Attentäter hat sich am Sonntag im unruhigen Nordwesten Pakistans in die Luft gesprengt und dabei mindestens 12 Menschen mit in den Tod gerissen. Darunter war auch der Bürgermeister des Ortes Adezai, der nach Polizeiangaben Ziel des Anschlags in der Nordwestgrenzprovinz war. Abdul Malik war von den Extremisten wiederholt ins Visier genommen worden, weil er eine örtliche Miliz gegen Aufständische in der nahen Khyber-Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan gegründet hatte.

25 Menschen wurden nach Polizeiangaben bei dem Blutbad zum Teil lebensgefährlich verletzt. Unter den Todesopfern war Polizeiangaben auch ein kleines Mädchen. Der Anschlag ereignete sich bei einem Viehmarkt in Adezai, einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar.

Bürgermeister Malik hatte die Taliban früher unterstützt, dann aber die Seiten gewechselt. Seitdem wurden mehrere Anschläge auf ihn verübt. "Er war auf den Tod mit den Taliban verfeindet", sagte der Polizeichef von Peshawar, Liaquat Ali Khan. Malik überlebte den Anschlag zunächst knapp, erlag aber kurz darauf seinen schweren Verletzungen.

In den vergangenen Monaten haben radikalislamische Militante Pakistan mit einer Welle von Anschlägen mit mehr als 300 Toten überzogen. Die Armee hat im vergangenen Monat im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan eine Bodenoffensive begonnen. Die Region gilt als Hochburg von Taliban-Kämpfern und mit ihnen verbündeten Al-Kaida-Extremisten. Nach Militärangaben sind dabei bisher über 450 Militante und 42 Soldaten ums Leben gekommen.

(Ag.)

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