21.11.2009 00:17 | Meine Presse Merkliste0

Ärger über Obama: "Unterwerfen uns keinen Königen"

16.11.2009 | 22:17 |   (DiePresse.com)

US-Präsident Obama hat sich vor dem japanischen Kaiser verbeugt. Konservative Kommentatoren zeigen sich empört: "Das ist grauenvoll". Die Geste sei ein Sinnbild für die Schwächung der USA.

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US-Präsident Barack Obama hat in seiner Heimat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst - und zwar mit einer tiefen verbeugung vor dem japanischen Kaiserpaar am Samstag in Tokio. Obwohl die Verbeugung mit dem ganzen Oberkörper der japanischen Etikette entspricht, empörten sich viele konservative Kommentatoren über den vermeintlichen Kotau.

"Das ist grauenvoll", befand CNN-Kommentator Bill Bennett. "Wir unterwerfen uns keinen Königen oder Kaisern." Auch der Obama-Kritiker William Kristol erklärte: "Ich verstehe nicht, warum Präsident Obama dachte, er müsste so etwas tun". "Er dachte wohl, das kommt gut an in Japan - aber für einen US-Präsidenten war das einfach deplatziert", sagte er im Sender Fox News. Kristol sah in der Höflichkeitsgeste ein Sinnbild für die Schwächung der USA unter Obamas Präsidentschaft.

Ein ranghoher Regierungsvertreter erwiderte auf die Kritik, Obama habe sich nur an das Protokoll des japanischen Kaiserhauses gehalten. Ähnliche Kritik musste Obama sich schon im vergangenen April nach einem Treffen mit dem saudiarabischen König Abdallah anhören.

(Ag.)

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7 Kommentare
Gast: koarl
18.11.2009 23:12
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das ist amerika...

Die Republikaner tun einfach schon jetzt ALLES, dass Obama ja keine zweite Amtszeit bekommt.
Sie fürchten, dass ihr Land sonst endgültig vom "Sozialismus" beherrscht wird, was ansich schon lächerlich ist.

Gast: gast
17.11.2009 06:51
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naja,

nur weil jetzt ein anderer am Chefsessel der USA sitzt sind die Leute drunter = das Volk noch lange nicht schlauer.
Es sind immer noch die gleichen Weichbirnen wie eh und je....

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SCHWACHSINN!!!!!

der Kotau unter dem Tenno ist eine uralte Hofetikette. Hat anhand der sei's gedankt, erzwungenen polit. Bedeutungslosigkeit des Tennos nur mehr formelle Bedeutung.
Je tiefer man sich in Japan vor jemanden verbeugt, desto höher steht der Beehrte in der Achtung des Verbeugers -hat primär überhaupt nichts mit irgendwelchen Unterwerfungsgesten zu tun (da hätte Obama vor dem Tenno knien müssen, was seit 1945 niemand mehr tat).

seligman 4
17.11.2009 06:41
0 1

Re: SCHWACHSINN!!!!!

aber im westen ist eine tiefe verbeugung ein zeichen von unterwerfung. und auch obama wird irgendwann erkennen, dass seine wähler dem westlichen kulturkreis entspringen und er sich gefälligst IHREN codes zu unterwerfen hat.

missverstehen sie mich nicht: ich finde die verbeugung vor dem japanischen kaiser auch nicht sehr aufregend, nicht zuletzt weil die japaner leute sind, die wesentliche elemente der westlichen kultur in ihre eigene kultur integriert haben und auch nicht gerade für ihre respektlosigkeit der westlichen kultur gegenüber bekannt sind.

aber man kann nicht immer nur von der westlichen kultur erwarten sich anderen kulturen unterzuordnen. das erzeugt irgendwann gegenreaktionen ...

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Betreff: Knien

die Unterwerfungsgeste in Japan ist ein Knien auf beiden Knien. Das Oberhaupt nach vor gebeugt mit Gesicht auf den Boden und beide Hände gerade am Kopf vorbei nach vorne gestreckt.

Gast: Gast
16.11.2009 23:09
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Aufregung

Verstehe die Aufregung nicht. Wenn es Etikette ist, dann ist es eine Frage der Höfflichkeit und hat nichts mit Unterwerfen zu tun. Man kann sich halt in anderen Ländern nicht wie ein Elefant im Porzellanladen verhalten vor allem nicht wenn man vielleicht verhandeln will und es nicht darauf auslegt sein gegenüber gleich am Anfang zu verstimmen.

Stephanos
16.11.2009 22:55
3 2

Verlogener Aufschrei

Wenn Gattinnen von westl. Politikern oder Diplomaten in erzkonservativen moslem. Staaten das Tüchl umbinden müssen, finden das alle normal. Keiner empört sich über diese Zumutung einer nichtmosl. Frau gegenüber.

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