Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine ist an Krebs erkrankt. Er werde sich am Donnerstag einer seit längerem geplanten Operation unterziehen, teilte der 66-Jährige am Dienstag mit. "Es handelt sich um eine Krebserkrankung", sagte Lafontaine. Einzelheiten zu seiner Erkrankung teilte er nicht mit.
Weitermachen fraglich
Nach überstandener Operation werde er zum Jahresbeginn "unter Berücksichtigung meines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen darüber entscheiden, in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterführe".
Oskar Lafontaine hatte im Oktober bei einer Klausursitzung im norddeutschen Brandenburg überraschend erklärt, dass er auf den Fraktionsvorsitz der Linkspartei im Bundestag verzichtet. Den Posten des Fraktions-Vorsitzenden hatte er zuvor vier Jahre gemeinsam mit seinem Parteigenossen Gregor Gysi besetzt. Sein Bundestagsmandat und den Parteivorsitz behielt er. Die Linkspartei hatte bei der Bundestagswahl am 27. September mit 11,9 Prozent ihr bisher bestes Wahlergebnis erzielt.
(Ag./Red.)
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