Der Chef der deutschen Partei "Die Linke", Oskar Lafontaine, hat seine Krebsoperation nach Parteiangaben gut überstanden. "Der Eingriff verlief erfolgreich", teilte Parteisprecher Hendrik Thalheim am Samstag in Berlin mit. "Ihm geht es den Umständen entsprechend gut." Der Heilungs- und Genesungsprozess entspreche den Erwartungen der behandelnden Ärzte. Der 66-jährige vormalige SPD-Vorsitzende und deutsche Ex-Wirtschaftsminister war am Donnerstag im saarländischen Homburg wegen einer Prostatakrebs-Erkrankung operiert worden.
Lafontaine und Familie bitten um Ruhe
Nach Thalheims Worten bitten Lafontaine und seine Ehefrau Christa Müller darum, von jeglichen Presseanfragen Abstand zu nehmen, um sich ganz auf die notwendigen Schritte für eine vollständige Genesung konzentrieren zu können. Thalheim wies darauf hin, dass auch die 92-jährige Mutter von Müller akut erkrankt und vor wenigen Tagen in eine Klinik eingewiesen worden sei.
Angebliche Bespitzelung Lafontaines
Die Partei "Die Linke" hat sich über die angebliche Bespitzelung ihres Vorsitzenden durch Privatdetektive empört. Sollte ein entsprechender Bericht zutreffen, würde dies "ein bezeichnendes Licht auf diese Gesellschaft werfen", sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim. Nach einem Bericht des Münchner Magazins "Focus" wurde Lafontaine vor zwei Jahren Opfer eines umfangreichen Spähangriffs. In die großangelegte Bespitzelung Ende 2007 seien insgesamt vier Detekteien eingebunden gewesen, und zwar über einen Zeitraum von mehreren Wochen, berichtete "Focus".
(Ag.)

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