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Kopf-an-Kopf-Rennen bei Präsidentenwahl in Rumänien

23.11.2009 | 09:34 |   (DiePresse.com)

Laut Nachwahlbefragungen kommt es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Basescu und seinem sozialdemokratischen Herausforderer Geoana. Die Wahl wurde von Betrugs-Vorwürfen überschattet.

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Bei der rumänischen Präsidentenwahl kommt es aller Voraussicht nach zu einer Stichwahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Traian Basescu und dem Chef der Sozialdemokratischen Partei (PSD), Mircea Geoana. Basescu und Geoana lieferten sich laut Nachwahlbefragungen vom Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei der Amtsinhaber mit 32,8 Prozent knapp vor seinem sozialdemokratischen Herausforderer mit 31,2 Prozent kam. Die Stichwahl in dem durch Wirtschafts- und Regierungskrise schwer erschütterten Rumänien findet am 6. Dezember statt.

Basescu steht damit vor einem ähnlichem Ergebnis wie im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl im Jahr 2004, wobei er damals aber seinem Gegner, Adrian Nastase (PSD), unterlag. Im zweiten Wahlgang gewann Basescu dann mit über 51 Prozent der Wählerstimmen. In den nächsten zwei Wochen werden die beiden Kandidaten versuchen, die Wähler des Nationalliberalen Crin Antonescu (PNL), der auf knapp 22 Prozent kam, für sich zu gewinnen. Geoana lobte Antonescus Wahlkampf als "mit guten Perspektiven für die Zukunft". Auch Basescu versuchte, die Wählerschaft der PNL auf seine Seite zu gewinnen, indem er betonte, dass PDL und PNL gemeinsam über 50 Prozent erreicht hätten und sich die Bevölkerung damit dezidiert für eine rechtsorientierte Staatsführung ausgesprochen habe.

Besonders deutlich fielen die Ergebnisse des gleichzeitig abgehaltenen Referendums zur Strukturreform des Parlaments aus. Die Frage, ob die Anzahl der Parlamentarier von derzeit 471 auf 300 reduziert werden sollten, beantworteten über 87 Prozent der Wähler positiv. Die Volksabstimmung ist mit einer Beteiligung von 50,16 Prozent gültig und hat empfehlenden Charakter für eine Neustrukturierung des Parlaments. Auch bei der Frage, ob das Parlament statt aus zwei nur mehr aus einer Kammer bestehen soll, stimmte eine Mehrheit von 77,4 Prozent dafür. Dies stellt einen klaren Hinweis auf den hohen Grad der Unzufriedenheit mit dem als korrupt geltenden Parlament sowie den Wunsch einer authentischen Reform politischer Institutionen dar.

Das Referendums-Votum deckte sich somit nur teilweise mit jenem über den Staatspräsidenten und weist auf eine äußerst starke Zustimmung der Bevölkerung für eine umfassende institutionelle Reform hin. Der Präsident hatte die Volksabstimmung als Teil seines Wahlkampfs verwendet, um Stimmung in der Bevölkerung gegen das unpopuläre, als korrupt und ineffizient geltende Parlament zu machen. Basescu verlangte nach Vorleiegn der ersten Ergebnisse, dass gleich nach der Validierung des Referendums die Kommission zur entsprechenden Verfassungsreform einberufen wird.

Basescu bezeichnete es als Sieg, dass das Präsidentschafts-Votum eine klare Option für eine Mitte-Rechts-Staatsführung darstelle, da die Stimmen für die ihm nahestehende konservativen Liberaldemokraten (PDL) und die PNL insgesamt "eine absolute Mehrheit" erreichten. Geoana kündigte für die nächsten zwei Wochen bis zum zweiten Wahlgang eine intensive Kampagne an.

Unüblicherweise waren bereits am frühen Nachmittag Teilergebnisse von Exit-Polls veröffentlicht worden, obwohl dies gegen das Wahlgesetz verstößt, wie Marian Muhulet, Sprecher des Zentralen Wahlbüros (BEC), betonte. Der als Basescu-kritisch geltende Privatsender Realitatea TV publizierte bereits ab 12 Uhr MEZ auf seiner Internet-Plattform vorläufige Schätzungen, obwohl die Wahllokale erst um 20 Uhr MEZ schlossen. Somit könnte der Sender beschuldigt werden, seine Zuseher nach dem am Vortag erfolgten offiziellen Ende der Wahlkampagne noch beeinflusst zu haben. Zahlreiche Zwischenfälle, inklusive vier Verhaftungen und 26 strafrechtlich als Verbrechen eingestufte Wahlbetrugsversuche überschatteten zudem den Wahlgang.

(Ag.)

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1 Kommentare
Gast: Spearhead
06.12.2009 15:42
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BASESCU MUSS AUS !!!!

Basescu ist ein Mitglied der Securitate - Ceausescu's Staatspolizei. Alle demokratischen Parteien in Rumanien haben sich gegen ihn vereinigt: Nationalliberale Partei, UDMR (Partei der ungarischen Minderheit aus Rumanien), die anderen Minderheiten haben ihre Unterstuzung fur Mircea Geoana erklart, einschliesslich der Burgermeister der Stadt Hermannstadt(Sibiu) Klaus Johannis, Vertreter der deutschen Minderheit aus Rumanien, der Rumaniens Ministerpresident werden soll. BASESCU MUSS AUS !!!!