10.02.2010 00:01 | Meine Presse Merkliste0

Westerwelle in Israel: "Unsere Verantwortung bleibt"

23.11.2009 | 21:09 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle gedachte beim Antrittsbesuch in Israel der Holocaust-Opfer. Davor sprach er sich klar für den Stopp des israelischen Siedlungsbaus und eine Zwei-Staaten-Lösung aus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Zu Beginn seines Antrittsbesuchs in Israel hat Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle in Jerusalem der sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden gedacht. In der Gedenkstätte Yad Vashem entzündete er am Montag eine Mahnflamme und legte einen Kranz nieder. Anschließend schrieb er ins Gästebuch: "Wir werden nicht vergessen, unsere Verantwortung bleibt, unsere Freundschaft wächst".

Zuvor hatte sich Westerwelle mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu getroffen. Das einstündige Gespräch wurde in der deutschen Delegation als "intensiv und sehr freundlich" beschrieben. Themen waren der Nahostkonflikt, der Atomstreit mit dem Iran und Finanzfragen.

Kritik an Siedlungspolitik

Vor Beginn seiner Reise am Montag sprach sich Westerwelle klar für den Stopp des israelischen Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten aus. Deutschland bekenne sich zur sogenannten Road Map, die vorsehe, dass Israel auf dem Weg zum Frieden seine Siedlungspolitik einfriere, sagte der Vizekanzler.

Er sprach sich für eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung aus. Israel habe das "Recht auf sichere Grenzen", sagte er am Montag unmittelbar vor dem Abflug in Berlin. Zugleich hätten auch die Palästinenser das "Recht darauf, einen eigenen Staat zu haben". Westerwelle fügte hinzu: "Wir haben als Deutsche eine besondere Verantwortung gegenüber Israel."

Westerwelle wird auf der Reise von der Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, begleitet. Die Reise dient auch der Vorbereitung der gemeinsamen Kabinettssitzung von deutscher und israelischer Regierung.

(Ag.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
LUPO
23.11.2009 22:31
0 0

Finanzfragen

Wer da wohl zahlen darf, so ein Krieg ist teuer.

Gast: Gast
23.11.2009 20:18
0 0

putzig

Wer will denn die Sielungspolitik kritisieren, wenns dem Adressaten so was von wurscht ist, ein fast schon putziges Ansinnen. Israel hat ein Programm, es wird seine Anstrengungen zu Ende führen und ich sehe niemand weit und breit der was dagegen machen könnte. Daher bitte realistisch bleiben und andere Lösungen finden, z.B. die Palästinenser aussiedeln, abfinden oder das Gebiet annektieren. Ohne Zwang wird gar nichts mehr gehen.