Brasiliens Staatspräsident Luiz Inacio "Lula" da Silva hat den Iran zu einer "gerechten Lösung" im Atomstreit aufgerufen. Nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad bekräftigte "Lula" am Montag, dass Brasilien das iranische Streben nach einer friedlichen Nutzung der Atomenergie unterstütze.
Allerdings müsse sich Teheran dabei "vollständig" an internationale Verpflichtungen halten. Er habe Ahmadinejad bei dem Treffen ausdrücklich aufgefordert, zusammen mit den westlichen Ländern weiter nach einer "gerechten und ausgewogenen Lösung" im Atomstreit zu suchen, erklärte der brasilianische Präsident nach dem fast dreistündigen Treffen.
Ahmadinejad auf Lateinamerika-Tour
Ahmadinejad war am Montag zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise in Brasilien eingetroffen. Lula hatte im Vorfeld des Treffens vor einer internationalen Isolierung Teherans gewarnt. Der Iran steht wegen seines Atomprogramms international weitgehend allein da. Zweite Station von Ahmadinejads Lateinamerika-Reise ist Bolivien.
Am Mittwoch wird Ahmadinejad, der sich seit seinem Amtsantritt 2005 um eine Annäherung an linksgerichtete südamerikanische Staatschefs bemüht, in Venezuela erwartet. Der Präsident wird von einer 150-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet.
(Ag.)

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