Mark Sanford, Skandal-Gouverneur von South Carolina, hat nach den Ermittlungen einer staatlichen Ethikkommission mindestens 37 mal für private Vorteile sein Amt missbraucht. Der 49-Jährige soll dabei mit Regierungsmaschinen geflogen sein, um sich die Haare schneiden zu lassen, eine Geburtstagsfeier zu besuchen oder der Eröffnung eines Restaurants beizuwohnen, meldete die "New York Times" am Montag.
Sanford war im Sommer in die Schlagzeilen geraten, weil er wegen einer Liebschaft in Argentinien eine Woche lang spurlos verschwunden war. Einen Rücktritt als Gouverneur lehnt der Republikaner ab. Ein parlamentarisches Verfahren zur Amtsenthebung läuft.
Sanford galt bis zu den Enthüllungen als möglicher republikanischer Präsidentschaftsbewerber 2012. In den vergangenen Monaten wurden eine Reihe Fehltritte von Hoffnungsträgern der Konservativen bekannt. So gestand John Ensign, Senator aus Nevada, im Sommer eine Affäre mit einer Mitarbeiterin ein.
(Ag.)

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