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Stasi-Fälle: Brandenburgs Linkskoalition in Turbulenzen

01.12.2009 | 17:19 |   (DiePresse.com)

Die rot-rote Regierung in Brandenburg steckt wegen immer neuer Stasi-Fälle in den Reihen der Linkspartei einer schweren Krise. Nun überprüfen alle Fraktionen freiwillig ihre Abgeordneten - außer die Linke.

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Nur wenige Wochen nach der Regierungsbildung steckt die rot-rote Landesregierung im ostdeutschen Brandenburg wegen immer neuer Stasi-Fälle in den Reihen der Linkspartei in einer schweren Krise. Die Stasi-Debatte lässt die Opposition Morgenluft wittern. Erstmals kamen CDU, FDP und Grüne zu einer "Jamaika"-Fraktionssitzung zusammen.

Sieben von 26 Abgeordneten

Sieben der Ende September in den Landtag gewählten 26 Linken-Abgeordneten haben eine Stasi-Vergangenheit, wie zum Teil erst in den vergangenen Tagen bekannt wurde. Zuletzt offenbarte am Montag die Abgeordnete Renate Adolph, sie habe als junge Frau mit der Stasi zusammengearbeitet - und legte ihr Mandat nieder. Am selben Tag trat Landtagsvizepräsidentin Gerlinde Stobrawa von ihrem Amt zurück. Ihre Stasi-Verstrickung war bisher nicht zur Gänze bekannt.

Auch dem kulturpolitischen Sprecher Gerd-Rüdiger Hoffmann wird vorgeworfen, seine IM-Tätigkeit vor der Landtagswahl verschwiegen und damit gegen parteiinterne Regelung verstoßen zu haben. Der Landesparteivorsitzende Thomas Nord, Fraktionschefin Kerstin Kaiser, Innenexperte Hans-Jürgen Scharfenberg und der Abgeordnete Axel Henschke haben ebenfalls eine Stasi-Vergangenheit, hatten dies aber schon vor längerer Zeit eingeräumt.

Potsdam als Elite-Schmiede

Dass sich in der Potsdamer Linksfraktion soviele Stasi-belastete Parlamentarier befinden, erklärt sich unter anderem aus den Besonderheiten der Landeshauptstadt. Zu DDR-Zeiten war Potsdam ein wichtiger Lernort für den sozialistischen Elitenachwuchs. An der Pädagogischen Hochschule wurden die Lehrer für das Schulsystem von Bildungsministerin Margot Honecker ausgebildet. Stasi-Minister Erich Mielke formierte seinen Führungsnachwuchs an der offiziell als Juristische Hochschule firmierenden Stasi-Schule in Golm bei Potsdam.

Opposition wittert Morgenluft

Die Stasi-Debatte lässt die Opposition Morgenluft wittern - und enger zusammenrücken. Erstmals kamen CDU, FDP und Grüne zu einer "Jamaika"-Fraktionssitzung zusammen. CDU-Oppositionschefin Johanna Wanka spricht von einer schweren Vertrauens- und Regierungskrise, in die Rot-Rot geschlittert sei. Allerdings zittern CDU und FDP vor möglicherweise ähnlichen Stasi-Fällen in den eigenen Reihen.

Fraktionsübergreifend besteht jedenfalls Einigkeit darüber, dass die Stasi-Debatte Brandenburg insgesamt einen schweren Imageschaden bereitet. Alle Fraktionen haben deshalb freiwillig eine Stasi-Überprüfung aller ihrer Abgeordneten bei der Birthler-Behörde eingereicht. Mit Ausnahme der Linkspartei.

(Ag.)

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4 Kommentare
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Stasi-Fälle: Brandenburgs Linkskoalition in Turbulenzen

Herr Matschie (Thüringen) hat sich richtig entschieden und hat keine Koalition mit der Partei DIE LINKE (mit Bodo Ramelow) getätigt!

Mit der Partei DIE LINKE (SED-PDS-WASG) kann es von der SPD aus keine Versöhnung geben!

Noch nicht einmal der christliche SPD Versöhner Johannes Rau war bereit mit dieser Partei in einen
Versöhnungsprozess einzusteigen!

Das was M.P. Platzeck in Brandenburg macht, wird der SPD bei den nächsten Wahlen die demokratischen Wählerstimmen kosten!

M.P. Platzeck hat nicht aus der Geschichte gelernt!

Die Partei DIE LINKE muss Ihre SED-STASI-Vergangenheit über die Opfer in der DDR Zeit aufarbeiten und sich bei den Opfern öffentlich Endschuldigen.

Die Täter der Opfer dürfen keine politischen b. z. w. Öffentlichen Ämter in unserer demokratischen Republik ausüben, b. z. w. tätig sein!

Dies muss aufgearbeitet werden!

Bernd Heinicke

Gast: Bernd Heinicke
03.12.2009 14:59
0 0

Stasi-Fälle: Brandenburgs Linkskoalition in Turbulenzen

der handgeschriebene Brief, den ich persönlich am 31.08.2008
in Lollar auf dem Parteitag der LINKEN in Anwesenheit der Presse, Oskar
Lafontaine, zusammen mit den kompletten Unterlagen übergeben habe.

Herr Lafontaine hat mir im Beisein von Werner Dreibus zugesichert, das er
sich der Sache annimmt.

Bis heute ist diesbezüglich nichts geschehen.

Anscheinend ist eine basisdemokratische Partei nicht gewollt und die alten
Mechanismen (STASI 2.0) greifen immer noch. Herr Lafontaine sollte nur nicht
sagen er hätte nichts gewusst.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Heinicke


Gast: Bernd Heinicke
03.12.2009 14:58
0 0

Stasi-Fälle: Brandenburgs Linkskoalition in Turbulenzen

der handgeschriebene Brief, den ich persönlich am 31.08.2008
in Lollar auf dem Parteitag der LINKEN in Anwesenheit der Presse, Oskar
Lafontaine, zusammen mit den kompletten Unterlagen übergeben habe.

Herr Lafontaine hat mir im Beisein von Werner Dreibus zugesichert, das er
sich der Sache annimmt.

Bis heute ist diesbezüglich nichts geschehen.

Anscheinend ist eine basisdemokratische Partei nicht gewollt und die alten
Mechanismen (STASI 2.0) greifen immer noch. Herr Lafontaine sollte nur nicht
sagen er hätte nichts gewusst.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Heinicke


Gast: mexx
01.12.2009 20:11
0 0

die Linkspartei kann nicht

Ist doch klar, dass die Linken (als Nachfolgepartei der SED) einer Überprüfung nicht standhalten dürften. Daher lieber nicht überprüfen.