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Briten und USA helfen Jemen im Kampf gegen Terror

03.01.2010 | 09:05 |   (DiePresse.com)

Englands Premierminister Gordon Brown und US-Präsident Barack Obama beschließen, im Jemen eine Polizeieinheit zur Terrorabwehr zu finanzieren. Zudem soll schärfer gegen Piraten vorgegangen werden.

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Die USA und Großbritannien wollen den Anti-Terror-Kampf im Jemen verstärken. Präsident Barack Obama und Premierminister Gordon Brown haben vereinbart, eine Spezialeinheit zur Terrorabwehr der Regierung in Sanaa finanziell zu unterstützen, wie Browns Büro mitteilte. Al-Kaida-Mitglieder im Jemen sollen den versuchten Anschlag zu Weihnachten auf ein Passagierflugzeug in den USA finanziert haben. Die Regierung im Jemen hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen unterdessen Hunderte zusätzliche Einsatzkräfte in zwei Provinzen stationiert, die als Hochburgen der Al-Kaida gelten.

Die gemeinsame Finanzhilfe sei mit dem Jemen abgesprochen, erklärte Browns Büro. In Washington äußerte sich ein hoher Regierungsbeamter zurückhaltend. Die Terrorabwehr der Polizei im Jemen werde schon jetzt finanziell unterstützt, hieß es im Weißen Haus. Die USA haben die Regierung in Sanaa im Rahmen des Anti-Terror-Programms im vergangenen Jahr mit 67 Millionen Dollar (46,5 Mio. Euro) unterstützt. Großbritannien will dem Jemen im Jahr 2011 nach Angaben der Sprecherin mehr als 100 Millionen Pfund (112,6 Mio. Euro) zur Verfügung stellen.

Die Organisation "Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel" hat sich zu dem versuchten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit bekannt. Der des Anschlagsversuchs beschuldigte Nigerianer hielt sich im vergangenen Jahr im Jemen auf. Er habe sich dort offenbar Al-Kaida-Terroristen angeschlossen, sagte Obama am Samstag. Diese hätten den 23-Jährigen ausgebildet, mit Sprengstoff ausgestattet und "angewiesen, das Flugzeug mit Ziel Amerika anzugreifen", so der US-Präsident in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache.

Washington werde seine Zusammenarbeit mit dem Jemen verstärken und Terroristen zur Verantwortung ziehen, kündigte Obama an. Der Leiter des Nationalen Zentrums für Terrorabwehr in den USA, Michael Leiter, erklärte am Samstag, Terroristen planten weitere Anschläge auf US-amerikanischem Boden.

US-Botschaft nach Terrordrohungen geschlossen

Unterdessen wurde am Sonntag die US-Botschaft im Jemen geschlossen. Wie die diplomatische Vertretung in der Hauptstadt Sanaa auf ihrer Internetseite mitteilte, drohte die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel mit Attentaten gegen US-Einrichtungen in dem Land. Wie lange die Botschaft geschlossen bleiben sollte, war zunächst unklar.

Brown hatte bereits am Freitag eine internationale Konferenz zur Lage im Jemen vorgeschlagen. Das Treffen könnte am 28. Jänner am Rande einer internationalen Afghanistan-Konferenz in London stattfinden. Dabei soll es auch um eine verstärkte Unterstützung der jemenitischen Küstenwacht für den Kampf gegen Piraten im Seegebiet zwischen der arabischen Halbinsel und Somalia gehen.

Der im Jemen aktive Ableger der Al-Kaida gerät auch zunehmend ins Visier des US-Militärs. General David Petraeus traf laut Medienberichten am Samstag in Sanaa mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh zusammen. Petraeus befehligt die US-Streitkräfte in Nahost, Zentralasien und Ostafrika. Wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtete, bot Saleh im Gespräch mit dem US-General weitere Hilfe seines Landes für Anti-Terror-Aktionen der Vereinigten Staaten an. Einzelheiten wurden allerdings nicht genannt.

Der jemenitische Außenminister Abubakr al-Qirbi sagte am Sonntag, dass die gemeinsamen internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung der Al-Kaida "zweifelsohne verstärkt" werden müssten. Der Jemen gehe jedoch gegen die Terrororganisation auf seinem Staatsgebiet selbst vor, fügte er hinzu. Abmachungen, denen zufolge die USA nach eigenem Gutdünken Ziele im Jemen beschießen oder bombardieren können, gebe es keine. Der Jemen tausche lediglich mit anderen Ländern Geheimdienstinformationen aus.

US-Medien hatten allerdings schon vor Tagen berichtet, US-Militärs würden bereits mögliche Ziele für Angriffe auf Al-Kaida-Stellungen im Jemen auskundschaften. Die Militärs wollten für den Fall vorbereitet sein, dass Präsident Obama den Befehl zum Angriff geben sollte.

(Ag.)

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17 Kommentare
Gast: Lausbub
03.01.2010 16:27
3 0

An alle USA-Fans: Sogar in bürgerlichen Gazetten kann man schon nachlesen,

daß der Auslandsgeheimdienst CIA gegründet wurde, um andere souveräne Länder auszuspionieren, Umstürze zu inszenieren und auch ausländische Regierungsmitglieder zu liquidieren.

Man fragt sich schon: wo ist der Unterschied zur berüchtigten "Breschnew-Doktrin" über die beschränkte Souveränität der "sozialistischen Bruderstaaten", die zum Einmarsch in Ungarn und in die CSSR geführt hat.


jhau
03.01.2010 16:07
2 1

Kriegsspiele - peinliche Wiederholung mit bekannten Mitteln

http://www.examiner.com/x-18425-LA-County-Nonpartisan-Examiner~y2010m1d2-US-lies-about-Flight-253-crotch-bomber-patsy-summary-of-the-evidence-Yemen-attack-implication

Und das alles im Namen und Auftrag der Menschen angeblich freier westlicher Demokratien?

Die Zivilbevölkerung im Jemen wird sich auf diese westliche "Hilfe" sicher ebenso freuen wie seinerzeit jene der bereits "befreiten" Länder.
Die Flüchtlinge sind in Europa willkommen.

Gast: Kali-Öko-Spiritualist
03.01.2010 15:56
2 2

Neue Erde

Die Verluste der Nato in Afghanistan sind in nur einem Jahr um 100 % gestiegen. Siehe dazu
www.icasualties.org/oef
Der Kapitalismus wird einen ähnlichen Zusammenbruch erleben, wie der Kommunismus.

Und die Religionen werden durch Spiritualismus (gemäß C. G. Jung) ersetzt.

Staunton
03.01.2010 15:55
1 1

Jemen: USA und GBR finanzieren Anti-Terror-Kampf? Klingt nach Niederlage.


Denn wenn die Kriege mit Geld zu gewinnen wären, müssten die USA längst schon alle gewonnen haben.

Das wirklich Wichtige wäre, die Leute zu motivieren, für die USA zu kämpfen. Und das gelingt den USA nirgends. Nicht in Vietnam, nicht im Irak, nicht in Afghanistan usw. usw.

Derzeit sieht es jedenfalls überall so aus: Die Einheimischen, die auf Seite der USA und ihrer Vasallen kämpfen, wirken völlig unmotiviert und unzuverlässig. Die Kräfte des Widerstandes hingegen wirken in allen Länder hoch motiviert, sehr verlässlich und kampfkräftig.

Gast: eco
03.01.2010 15:18
3 1

wenn us und gb "helfen"

bleibt kein auge trocken. der dank der bevölkerung und auch unserer ist ihnen sicher.

Gast: Rudi
03.01.2010 15:14
1 0

°J°

Wohin das Geld dann wohl fließen mag?

Gast: pravda
03.01.2010 14:42
3 1

Viele verwechseln Ursache und Wirkung

In einer friedlichen Welt bleiben religiöse Extremisten ziemlich unauffällig und finden auch kaum Unterstützung in der Bevölkerung. Wenn aber der Westen mit seinen neokolonialen und kriegerischen Interventionen den existierenden Systemen mit Gewalt die Segnungen einer angeblichen Demokratie und einer freien Rohstoffausbeutung aufzwingen will, dann werden solche Extremisten erst erzeugt.

Es ist doch auffallend, dass man von Extremisten aus dem Jemen bis vor kurzem kaum jemals etwas gehört hat. Aber kaum fangen die USA dort an zu intervenieren gibt es sie plötzlich.

Aber dafür verschwinden ebenso plötzlich die verfassungsmäßigen Freiheiten der westlichen Bürger und jedermann wird zum potenziellen Terroristen der überwacht werden muss.

Antworten Gast: Kreuzzug
03.01.2010 15:48
2 1

Re: Viele verwechseln Ursache und Wirkung

ist doch nur teil des Kreuzzuges den Busch mit seinen eigenen worten gesagt hat . der westen macht krieg fur israel und Israel wird euch am ende ausloschen . aberkeine sorge dafur mussen sie erst die Muslime besiegen und das werden sie nie schaffen ganz im gegenteil sie werden an ihren Plan ersticken.

Antworten ProM
03.01.2010 15:24
1 5

Re: Viele verwechseln Ursache und Wirkung

"Es ist doch auffallend, dass man von Extremisten aus dem Jemen bis vor kurzem kaum jemals etwas gehört hat. Aber kaum fangen die USA dort an zu intervenieren gibt es sie plötzlich."

in letzter zeit vielleicht mal gelesen, dass extremisten in den jemen "flüchten"?
und was ist gegen finanzhilfen gegen den terror auszusetzen?

0 3

Re: Viele verwechseln Ursache und Wirkung

Absolut nichts rechtfertigt den versuchten Massenmord an schlichten Urlaubern durch Flugzeugattentate.

Das ist ja an Bösartigkeit nicht mehr zu überbieten!

Wer so etwas plant verdient es bildlich gesprochen einen Tritt ein den Allerwertesten zu bekommen.

(Das der Jemen ein Rückzugsgebiet für Terroristen ist, wissen wir doch alle schon seit einigen Jahren...)

Antworten Antworten Gast: lausbub
03.01.2010 16:21
0 0

Re: Re: Viele verwechseln Ursache und Wirkung

Und im Gaza-Streifen, im Irak und in Afghanistan treffen die Bomben und Raketen vermutlich nur böse Terroristen: denn das Land soll endlich von dieser terrorverdächtigen Bevölkerung "befreit" werden!

Gast: McGlandom
03.01.2010 13:39
2 0

Eine

oberflächliche Berichterstattung!!

Gast: Hans
03.01.2010 13:14
0 1

Geheimsprache:

"Kampf gegen den Terror" = "Kampf für Erdöl"

Gast: STFU
03.01.2010 11:12
1 1


Antworten Paco
03.01.2010 13:39
0 1

Re: Hab ich doch wieder etwas gefunden

... und so dürfte es auch sein ...

P.S.: Ob die CIA auch jetzt noch die Ausrichtung der 'Die Presse' bestimmt?

http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Otto_Schulmeister#CIA
[...] CIA

Wie durch eine auf US-Akten gestützte Veröffentlichung vom 18.04.2009 in Profil bekannt wurde, hat Otto Schulmeister, der bei der CIA den Decknamen GRCAMERA hatte, von etwa 1962 bis 1973 für den US-Geheimdienst CIA die öffentliche Meinung manipuliert, seine Gesprächspartner systematisch ausspioniert und an die CIA verraten. Die CIA bestimmte die journalistische Ausrichtung der von Otto Schulmeister geleiteten Presse und zeigte sich mit der aus Überzeugung geleisteten Arbeit von Otto Schulmeister bei der Umsetzung ihrer Linie sehr zufrieden[1].

[bearbeiten] Sonstiges

Neben seinem Schaffen bei dem bürgerlichen Blatt war Schulmeister von 1947 bis 1968 auch Mitherausgeber und Leiter der Redaktion von Wort und Wahrheit.

Darüber hinaus fungierte der Vater von sechs Kindern als Mitherausgeber des historisch-soziologischen Sammelwerkes Spectrum Austriae und des Bildbandes Imago Austriae sowie als Herausgeber der Briefe an die Österreicher. [...]

Antworten Antworten Gast: Wien
03.01.2010 18:19
0 0

Re: Re: Hab ich doch wieder etwas gefunden

Schulmeister, Chorherr, Landauer, Unger, um nur 4 "Gutmenschen vom Dienst" aufzulisten, tja, was haben die alle nur so gemeinsam? Z.B., dass sie die Sache der Besatzer in Österreich besorg(t)en, dass sie ... Ja, was denn noch? Die gelernten Wiener werden das ganz gewiß wissen!

Antworten agafangel
03.01.2010 13:37
1 1

Re: Hab ich doch wieder etwas gefunden

Diese Bilder sind so grauenhaft wie jene, die beim Einmarsch der Amerikaner im Irak gezeigt wurden. Kindern wurde der halbe Schädel weggeschossen etc, Das ist Friede auf US-amerikanisch.