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USA: Firmen dürfen Wahlkampf unbegrenzt finanzieren

21.01.2010 | 19:29 |   (DiePresse.com)

Unternehmen und auch Gewerkschaften können Kandidaten für den US-Kongress oder die Präsidentschaft künftig unbegrenzt unterstützen. Das hat das Oberste Gericht am Donnerstag entschieden.

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Unternehmen und Gewerkschaften können Kandidaten für den US-Kongress oder die Präsidentschaft künftig unbegrenzt unterstützen. Mit einem diesbezüglichen Grundsatzurteil hat das Oberste Gericht der USA die externe Einflussnahme auf die Politik erheblich erleichtert.

Mit fünf gegen vier Stimmen urteilten die Richter am Donnerstag, dass Wirtschaftsunternehmen und Arbeitnehmervertreter künftig keinerlei Beschränkungen bei der finanziellen Unterstützung der Wahlwerbung von Kandidaten für die Präsidentschaft oder den US-Kongress unterliegen. Sie hoben eine 20 Jahre alte Regelung auf, die solche Wahlkampfausgaben begrenzt hatte.

Einschränkung der Meinungsfreiheit

Kritiker der bisherigen Regelung hatten argumentiert, dass die Begrenzung von Spenden an politische Kandidaten auf eine Einschränkung der Meinungsfreiheit hinauslaufe. Die Mehrheit der Richter am Supreme Court folgte dieser Argumentation.

Befürworter einer Spendenbegrenzung hingegen hatten die Befürchtung geäußert, dass Wahlkämpfe in den USA nach einem Wegfall der Obergrenzen zu reinen Materialschlachten ausarten und politische Ämter dem Verdacht der Käuflichkeit ausgesetzt würden. Dieser Argumentation folgte nur die Minderheit der vier linskliberalen Richter.

Werbung klar gekennzeichnet

Das höchstrichterliche Urteil ermöglicht es Unternehmen und Gewerkschaften, ohne Begrenzung Werbung für oder gegen bestimmte Kandidaten zu machen. Das Urteil schreibt dabei vor, dass aus der Wahlwerbung klar hervorgehen müsse, wer sie finanziert habe. Beobachter erwarten, dass das neue Urteil bereits die bevorstehende Kampagne für die Kongresswahl im November prägen wird.

Der bisherigen Regelung zufolge war eine derartige Unterstützung im Wahlkampf nur indirekt möglich: Unternehmen und Gewerkschaften durften nicht selbst Wahlwerbung in Auftrag geben und finanzieren, sondern mussten Geld an so genannte "Politische Aktionskomitees" weiterleiten, die den jeweiligen Kandidaten nahestanden.

Dafür durften sie nur freiwillige Spenden etwa von Angestellten, Führungskräften oder Vorstandsmitgliedern verwenden. Das neue Urteil erlaubt es, dass Unternehmen oder Gewerkschaften direkt Geld aus dem eigenen Vermögensbestand für Wahlwerbung ausgeben.

(Ag.)

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4 Kommentare
Gast: peacemaker
24.01.2010 10:27
1 0

Finanzpolitik

Die 2 Parteien sollten doch sofort an die Börse gehen, dann kann jeder am Spiel "Demokratie"
teilnehmen !!!
Etwas kostengünstiger für beide Parteien wäre die Heiratspolitik wieder einzuführen, dann bräuchte man sich nicht mehr mit dem Pöbel (Volk)
herumzuquälen, denn was wissen wir schon !?

Aber, eigentlich geht es nur darum, die "Finanzdiktatur" aufrecht zu erhalten.
Das war schon immer so und man wird weiterhin versuchen Diese mit "ALLEN MITTELN" zu verteidigen.

Ich sag dazu nur:

ALLE MACHT DEM VOLKE !

fariborsm
22.01.2010 14:34
0 0

USA: Firmen dürfen Wahlkampf unbegrenzt finanzieren

Ein Schelm,der hierbei an Korruption denken mag:
DAS IST dEMOKRATIE PUR. DIE fRAGE IST ALLEIN: SIND WIR WENIGER INTENSIV VERDEMOKRATISIERT? UND WENN SCHON; WAS NOCH NICHT IST KANN BALD WERDEN.

Gast: USA-Kritiker
22.01.2010 11:17
0 0

Geld regiert die Welt

Ein Schelm,der hierbei an Korruption denken mag, es ist nur die Überzeugungskraft der $$$$ ,wobei die Höhe natürlich ausschlag gebend ist ! Aber diese Mentalität macht sich ja in der Eu und ganz offensichtlich in der BRD breit . Und hier war es schon bei Kohl so üblich ( Schwarz-Kassen ,Schreiber, usw . ) Und Hotellobby !!

roooster16
22.01.2010 07:06
0 0

Das Geld

bestimmte bei den Amerikanern schon immer,wer ,was ,werden konnte.Jetzt machen sich die zukünftigen Präsidenten langsam lächerlich,
muß man dann sagen, Herr Obama von Goldmann/Sachs Knaden.