10.03.2010 06:03 | Meine Presse Merkliste0

Sicherheitskonferenz: Westerwelle für EU-Armee

06.02.2010 | 13:15 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Außenminister möchte eine gemeinsame europäische Armee aufbauen. Nur so werde die EU ihrer "Rolle als globaler Akteur" gerecht. Gleichzeitig machte er sich für Abrüstung stark.

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Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle hat sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz für den Aufbau einer europäischen Armee stark gemacht. "Die Europäische Union muss ihrer politischen Rolle als globaler Akteur gerecht werden. Sie muss eigenständig Krisenmanagement betreiben können, und sie muss rasch, flexibel und im gemeinsamen Verbund handeln können", sagte Westerwelle am Samstag.

Er betonte, die EU brauche ein starkes Krisenmanagement. Dieses solle unter "volle parlamentarische Kontrolle" gestellt werden und andere Sicherheitsstrukturen nicht ersetzen. "Mehr Europa richtet sich gegen niemanden. Vor Europa muss sich niemand fürchten, aber auf Europa soll sich jeder verlassen können."

Westerwelle sagte, die deutsche Regierung wolle auf dem Weg zu einer gemeinsamen Verteidigungspolitik vorangehen. Eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik werde ein Motor für das weitere Zusammenwachsen Europas sein. "Die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik wird die europäische Antwort auf die Globalisierung sein."

USA soll Atomwaffen aus Deutschland abziehen

Gleichzeitig forderte er insgesamt stärkere Anstrengungen für Abrüstung. Er bekräftige seine Forderung an die USA zum Abzug der letzten in Deutschland verbliebenen Atombomben. "Die letzten Nuklearwaffen in Deutschland sind ein Relikt des Kalten Kriegs. Sie haben keinen militärischen Sinn mehr", sagte der deutsche Außenminister.

Deshalb setze sich die deutsche Regierung dafür ein, die Bedingungen für einen Abzug der Waffen zu schaffen. Er kündigte an, auch mit Russland über vertrauensbildende Maßnahmen und eine Reduzierung seiner Waffen sprechen zu wollen.

Atombomben in Deutschland

Die schwarz-gelbe Regierung in Berlin hatte auf Druck der FDP im Koalitionsvertrag festschreiben lassen, dass in dieser Legislaturperiode eine Vereinbarung über den Abzug der letzten verbliebenen Atombomben aus Deutschland erreicht werden soll. Die USA lagern nach Schätzungen von Experten im Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz unterirdisch zehn bis zwanzig Atombomben.

Büchel ist inzwischen der einzig verbliebene Standort in Deutschland mit Atombomben, nachdem vom US-Stützpunkt Ramstein im Jahr 2004 die dort gelagerten bis zu 130 Atombomben abgezogen wurden. Zuvor hatte die US-Armee auch die in Memmingen und Noervenich gelagerten Atombomben abgezogen.

 

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14 Kommentare
HOTROAD
08.02.2010 09:58
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Westerwelle für EU-Armee

Ich wüßte wie man ihm gerecht werden Kann :" Er darf mit seinem Freund, eine Armee Gleichgesinnter zusammen stellen, und er als Oberhäuptling ! Die werden dann in Krisengebiete geschickt , um Z.B. Taliban um zudrehen, davon versteht er sicher mehr, als von seinem Posten als Außenminister ! Ich jedenfalls, kann den Spaß grinse Clown Guido nicht ernst nehmen ! Oder ist jemand anderer Meinung ?

Burger
07.02.2010 16:54
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Was sagen unsere Politiker?

Vor unserem Beitritt in die EU hat man versprochen, daß Österreich seine Neutralität behalten kann. Wenn unsere Politiker uns und sich selbst ernst nehmen, dann müßten diese diesen Vorschlag als nicht bindend (Hinweis Neutralität) ablehnen. Oder akzeptiert man wieder alles was von Piefkes vorgeschlagen wird?

Gast: tral
07.02.2010 14:20
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Interessenkonflikt?

Ein geeintes Europa mit einer geeinten Armee hört sich an sich nicht schlecht an, nur gibt es das Problem, dass viele Eu-Mitglieder schon Mitglied eines militärischen Bündnisses sind nämlich der NATO. Eine derartige Forderung nach einem geeinten europäischen Heer ohne auf diesen Interessenkonflikt hinzuweisen, impliziert, dass die Interessen der NATO sprich USA unwiderleglich auch immer die Interessen der EU seien. Oder wie wäre es dann zu erklären wenn Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien usw. im Rahmen der Nato Truppen entsenden, sich die EU aber gegen ein Eingreifen der europäischen Truppe entscheidet, das wäre mehr als ein Interessenkonflikt, es würde am deutlichsten Zeigen, was viele Staaten der EU wirklich sind nämlich leider Vasallen der USA.
Bevor man sich über ein gemeinsames europäisches Heer Gedanken macht, muss man offen die Vereinbarkeit mit der Mitgliedschaft einiger EU- Staaten in der NATO diskutieren.

Meine Forderung: Entweder NATO oder EU, beides geht politisch auf Dauer nicht.

Antworten Gast: Beobachter
07.02.2010 19:34
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Re: Interessenkonflikt?

Nicht viele, sondern die meisten EU-Länder sind Mitglieder der NATO.
NATO und EU waren schon immer sehr eng verbunden und werden dies auch in Zukunft bleiben.
Die Zusammenarbeit zwischen EU und Nordatlantikbündis ist unabdingbar.

Antworten Antworten Gast: tral
07.02.2010 20:28
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Re: Re: Interessenkonflikt?

unabdingbar, würde ich nicht sagen, es sitzen leider nur die Falschen an den richtigen Positionen und solange die europäischen Staaten noch Demokratien sind, solange lässt sich das in der Theorie auch noch ändern. Die USA bauen mehr und mehr die Rechte ihrer Bürger ab und sind auch weltpolitisch eher nach Marke Holzhammermethode unterwegs, jeder Widerstand wird niedergekämpft. Wenn Europa eigenständig sein will, wenn man wirklich eines Tages Vereinigte Staaten von Europa haben möchte, dann darf und kann das nicht unter der praktischen Führung der USA geschehen. Die USA sind innenpolitisch, wie außenpolitisch am absteigenden Ast, die zunehmende Armut und das plumpe Reagieren mit übermäßigen Repressalien (s. Gefängnisse, "Terrorwahnstufen" usw.), sowie die zunehmenden Verwicklungen in bewaffneten Auseinandersetzungen, die nicht "immer" reibungslos ablaufen, zeigen, dass die USA wenn dann als Vorbild dienen kann, wie man es nicht macht. Was wenn diese Konflikte einmal nicht mehr bloß "Entwicklungsländer" betreffen, die sie eben auch nur schwer in den Griff bekommen, sondern größere Mächte, denn von den Rohstoffexporten dieser Länder sind nicht nur USA und EU abhängig.

Die USA sind wie das römische Reich und dieses ist durch das Überhandnehmen äußerer Feinde, wie interner Probleme zu Grunde gegangen. Ich als Österreicher und Bürger der EU habe kein Interesse mit an Bord des sinkenden Schiffes zu sein; wir sollten langsam unser eigenes Schiff flott machen.

Antworten Antworten Antworten Gast: loser
08.02.2010 11:05
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Re: Re: Re: Interessenkonflikt?

wie denn wenn der onkel dichand mit seiner krone ununterbrochen dagegen ist und ihm drei millionen leser alles glauben

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Fasching is...

Westerwelle will eine schlagkräftige EU-Armee, die sich aber gegen niemand richtet - ausserdem ist er für Abrüstung

Der EU-Bauer wie er leibt und lebt - lei lei!

Antworten Gast: Beobachter
07.02.2010 13:46
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Re: Fasching is...

Eine EU-Armee ist schon lange beschlossene Sache, die Vorbereitungen laufen, Neutrale haben da nichts mitzureden. Herr Westerwelle hat dies nur wieder mal publik gemacht.

Gast: U. H.
06.02.2010 18:07
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Was Westerwelle verlangt, ist vernünftig und in Ansätzen schon vorhanden

Ich vermute, dass Westerwelle mit der Europäischen Armee die fast vollständige Auflösung der nationalen Armeen meint und den Aufbau einer Armee mit einheitlicher Uniform, einheitlichen Waffensystemen etc. forciert wissen will.
Die Vereinheitlichung der Waffensysteme wird schon seit langem verfolgt und ist in einem Abkommen festgelegt.
Und auch eine europäische Eingreiftruppe steht bereits. Das „Eurokorps“, hervorgegangen aus der Deutsch-Französischen-Brigade, ist einer der kampfkräftigsten Großverbände in Westeuropa. Ihm gehören zirka 50.000 Mann aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien an. Der Zug „Gemeinsame Verteidigung“ hat sich also längst in Bewegung gesetzt.

Gast: Beobachter
06.02.2010 17:55
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Westerwelle ungeeignet

Westerwelle ist als Außenminister Deutschlands total ungeeignet und Murren macht sich deshalb nicht nur in der CDU-CSU, sondern auch schon in der eigenen Partei breit.

Burger
06.02.2010 17:26
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Lakai der USA

Damit man in der EU hurra schreien kann, wenn die USA wieder einmal einen Krieg gegen die Besitzer von Massenvernichtungswaffen anzetteln. Und die Piefke ihrer Lieblingsbeschäftigung, nämlich dem Kriegführen, einen Mantel der Gerechtigkeit umhängt: "wir sind es ja nicht die Krieg führen, es ist die EU".

Antworten Gast: Vox popoli
07.02.2010 12:19
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Re: Lakai der USA

Na ja, ein bisserl kann man den Guido schon verstehen, denn warum sollen die Angie-Boys allein in Kabul zittern und ihre Pampers füllen, wenn man andere vorschicken kann? Vielleicht meldet sich Guido sogar freiwillig, denn im Nahkampf Mann gegen Mann ist er schließlich mehr als erfahren und Military war schon immer seine Vorliebe. Na also.

Antworten Gast: Controller
06.02.2010 17:58
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Re: Lakai der USA

Ja, lieber "Ösi-Dösi", Du hast die Weisheit anscheinend mit dem Löffel gefressen und bist wahrscheinlich auch davon überzeugt, dass die "Piefke(s!) mit umgehängten Mantel der Gerechtikeit die Schluchtenrepublik überfallen werden...

Gast: nix für ungut
06.02.2010 14:49
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Der Mann überzuckert noch weniger als Frau Merkel!

Bald wird es keine EU mehr geben!