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Ukraine: Janukowitsch wird neuer Präsident

08.02.2010 | 13:45 |   (DiePresse.com)

Der pro-russische Kandidat Viktor Janukowitsch kommt bei der Präsidenten-Stichwahl auf 48,49 Prozent. Kontrahentin Julia Timoschenko liegt bei 45,92 Prozent. Die Wahlkommission bestätigt das Ergebnis.

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In der Ukraine hat der Russland-freundliche Oppositionsführer Viktor Janukowitsch die Präsidentenwahl gewonnen. Die Wahlleitung in Kiew teilte am Montag mit, dass der 59-Jährige bei der Auszählung der letzten Stimmen nicht mehr einzuholen sei. Damit wurde der Nato-Gegner und Rivale von Regierungschefin Julia Timoschenko indirekt zum Sieger erklärt.

Nach Auszählung von 97,56 Prozent der Stimmen erhielt Ex-Premier Janukowitsch am Sonntag 48,49 Prozent, Timoschenko 45,92 Prozent. Knapp 4,4 Prozent sprachen sich laut Nachrichtenagentur UNIAN explizit gegen beide Kandidaten der Stichwahl aus.

(c) APA/EPA Ergebnisse der Präsidentenwahl

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Keine Hinweise auf Manipulation

Es wurde davon ausgegangen, dass die unterlegene Julia Timoschenko das offizielle Ergebnis anfechten wird. Damit würde die politische und wirtschaftliche Unsicherheit des osteuropäischen Land weiter anhalten. Wahlbeobachter des Europarats und des EU-Parlaments erklärten, ihnen lägen keine Hinweise auf Manipulationen vor.

"Ich denke, Julia Timoschenko sollte sich auf ihren Rücktritt vorbereiten", erklärte der 59-jährige Janukowitsch, für den der Wahlsieg ein politisches Comeback bedeuten würde. Bei der Präsidentenwahl vor fünf Jahren waren seinem von Russland unterstütztem Lager massive Wahlfälschungen vorgeworfen worden. Damals hatten die Ukrainer mit Massenprotesten eine Neuaustragung der Stichwahl erzwungen, aus der der pro-westliche Viktor Juschtschenko als Sieger hervorging.

Der Amtsinhaber schied diesmal bereits im ersten Wahlgang mit wenigen Prozentpunkten aus; viele Ukrainer sind von ihm enttäuscht. Timoschenko war Juschtschenkos Verbündete bei der "Orangen Revolution" von Ende 2004, beide sind aber inzwischen zerstritten.

Ukraine-Wahl: ''Eiserne Lady'' vs. ''Wahlfälscher''

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Timoschenko-Niederlage mit Folgen

Die 49-jährige erklärte, ihr Lager habe inzwischen 85 Prozent der Stimmen ausgezählt und einen Vorsprung für sie von 0,8 Prozentpunkten gegenüber Janukowitsch ermittelt. Einen Aufruf an die Bevölkerung, bei Wahlbetrug auf die Straße zu gehen, wiederholte die Politikerin mit dem geflochtenen Haarkranz indes nicht.

Sollte sich der Sieg Janukowitschs bestätigen, müsste Timoschenko damit rechnen, dass das Parlament sie mit einem Misstrauensvotum ihres Amtes enthebt. Janukowitsch könnte dann eine neue Koalition bilden oder vorgezogene Parlamentswahlen ausrufen.

Harter Wahlkampf

Die beiden Kandidaten hatten sich einen erbitterten Wahlkampf geliefert, in dem sie sich gegenseitig der Lüge und Fälschung bezichtigten. Sowohl Timoschenko als auch Janukowitsch haben sich für gute Beziehungen zum Nachbarn Russland ausgesprochen, streben gleichzeitig aber eine weitere Annäherung der früheren Sowjet-Republik an die EU an. Janukowitsch lehnt einen Beitritt zur Nato ab.

Wichtigstes Ziel des neuen Präsidenten dürfte es sein, das Land aus dem politischen und wirtschaftlichen Chaos zu führen. Ein Staatsbankrott konnte zuletzt nur mit Hilfe eines Milliardenkredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) abgewendet werden. Eine fällige Tranche liegt derzeit auf Eis, weil der IWF die Sparauflagen durch eine Erhöhung der Mindestlöhne und Pensionen verletzt sah.

"Orange Revolution"

Mit der "Orangen Revolution" vor
fünf Jahren wollte die Opposition um Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko die Ukraine in eine bessere Zukunft führen. Doch das Revolutionslager zerfiel seither nach heftigem Streit.

(APA)

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30 Kommentare
1 2
slccrsl02
08.02.2010 17:45
0 0

Kälber

Nur die dümmsten Kälber wählen sich ihren Metzger selber!
Servas und griaß eich!

0 0

ganz einfach

der Wahlsieg von Janukowitsch ist anzuerkennen, aber beide Lager sind aufgefordert, sich gegenseitig zu respektieren

birgit
08.02.2010 16:08
0 0

Ukraine hat gewonnen

Amerika& Nato die Wahlverloren! Schön!

0 0

Re: Ukraine hat gewonnen

Sie halten wohl im vollen Ernst den russischen Imperialismus für das besser Integrationsmodell!
Das nenne ich Optimismus!

birgit
08.02.2010 18:25
0 0

Re: Re: Ukraine hat gewonnen

Richtig! Hier haben die Amis nichts verloren. Außer sinnlose Kriege, kaputtes Wallstreet gesteuertes Finanzsystem haben diese skrupellosen Imperialisten nichts gebracht. Amerika mit 40 Millionen menschen die in Armut leben, haben selbst nur eine Kasperldemokratur mit Faustrecht.

0 0

Re: Re: Re: Ukraine hat gewonnen

Für wie realitätsnah halten Sie diese Amerikabild selber?
Ehrlich?

birgit
08.02.2010 21:16
0 0

Typhon

wenn Sie Probleme mit Fakten haben, würde ich Ihnen empfehlen etwas zu googeln. Mainstreammedien sind auf Dauer nicht die besten Infos sondern eher Propaganda zur Systemerhaltung.

APFELSYS
08.02.2010 11:11
0 0

Komisch!

Bei einer Stichwahl hat man eine dritte Möglichkeit??

Antworten Gast: ZarvonWien
08.02.2010 14:07
0 0

Re: Komisch!

Das ist noch das unmittelbare postsowjetische Wahlrecht. Man hat bei jeder Wahl die Möglichkeit GEGEN alle Optionen zu stimmen. Das soll ein Indikator sein um politische Unzufriedenheit und politisches Desinteresse voneinander zu unterscheiden. (Desinteresse=nicht wählen gehen) In Russland wurde dieses System zu meinem Bedauern vor wenigen Jahren abgeschafft und an westliche Standards angepaßt.

0 0

Re: Komisch!

Ja, ungültig wählen

derpradler
08.02.2010 11:08
2 1

Die Ukraine

ist der einzige Staat in dem die Mafia ganz offizell eine Wahl gewinnt.

Antworten Gast: Slavomir
08.02.2010 14:08
0 0

Re: Die Ukraine

Wieso gewinnt? Die Zopferltante hat ja verloren.

Svenfekter
08.02.2010 13:45
0 0

Re: Die Ukraine

Österreich ist ja auch das einzige Land, wo Ne.ona.zi's offiziell eine Wahl gewinnen!

Antworten Gast: busek
08.02.2010 12:43
0 0

Re: Die Ukraine

und was ist Österreich?

Svenfekter
08.02.2010 11:02
0 2

Was geht das ganze das Kellnervolk an?

Die Kellner von Alpen wollen selber ernst genommen werden aber nehmen selbst die Entscheidung der Ukrainer nicht ernst!
Dennoch: Niemand fragt hier die Meinung der Kellner!

KarlMarx
08.02.2010 08:44
0 1

Gut, das der "Westen" in der Person von Timosenko,

eine ueber die Ruebe abbekommen hat.

Vater von Madam Timosenko ist ein Armenier.
Ihr duerfts 2x raten, aus welchem Etnikum stammt die Mutter.

Antworten Gast: Presseleser
08.02.2010 13:14
1 0

Re: Gut, das der

Ich brauche nur einmal raten von welcher Ecke Sie kommen. Sie sind ein Brauner Rechts Radikaler Russlandverehrer. Uebrigens Janukowitsch kommt aus Belarus, kein Unterschied also, beide Laender sind aus dem Post Sowjetischen
Raum.

Antworten Antworten Gast: Lachsack
08.02.2010 14:11
0 0

Re: Re: Gut, das der

Die Antifanten funktionieren, wie der Pawlowsche Hund. :-)

2 0

Re: Gut, das der

Aus dem Kommunistischen Manifest:
"Ein Gespenst geht um in Europa..."
Jetzt wissen wir's:
Es ist der Analphabetismus!

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Re: Gut, das der

KarlMarx ist tot!
Gehirntot!
"Gut, das..." = falsch
"Gut, dass..." = richtig
"...Timosenko..." = falsch
"...Timoschenko..." = richtig
"...abbekommen..." = falsch
"...bekommen..." = richtig
"...welchem Etnikum..." = falsch
"...welcher Ethnie..." = richtig
"...stammt die Mutter..." = falsch
"...die Mutter stammt..." = richtig

Gast: jr
08.02.2010 08:03
1 0

Falsches Spiel mit Iulia!

Die Spaltung der ukrainischenGesellschaft wird sich vertiefen. Die EU wäre gut beraten, trotzdem - und gerade deshalb - eine europäische Entwicklungsalternatve anzubieten.

birgit
08.02.2010 16:06
0 0

Re: Falsches Spiel mit Iulia!

Damit Raiffeisen nicjht um die Milliardenkredite zittern muss?

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Re: Re: Falsches Spiel mit Iulia!

Das einzige, was schlimmer ist als einen Investor gefunden zu haben, ist, keinen Investor gefunden zu haben.

(ein afrikan. Politiker -Name leider momentan entfallen)

Sorry! Sterntaler gibt's nur im Märchen.

Gast: P. Roschu
07.02.2010 23:04
0 0

Falsches Spiel mit Iulia!

Bei mir wird sie allerweil willkommen sein auf einen Kaffee. Die Zeit der Apparatschiki ist zurück.

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vollkmmen klar

das Russisch als 2.Amtssprache zugelassen werden soll.

Wie üblich leiten Ängste die Politik.

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Re: vollkmmen klar

Volkmmn ihrr Minung!

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