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Afghanistan: Nato setzt angeblich "Todeslisten" ein

10.02.2010 | 11:34 |   (DiePresse.com)

Einem "Stern"-Bericht zufolge setzen Nato-Truppen in Afghanistan Todeslisten ein, um Taliban-Führer gezielt zu eliminieren. Auch die deutsche Bundeswehr soll beteiligt sein.

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Einem "Stern"-Bericht zufolge setzen Nato-Truppen in Afghanistan Todeslisten ein, um Taliban-Führer gezielt gefangen zu nehmen oder zu töten. Wie das Magazin am Mittwoch berichtet, ist an diesen Operationen neben amerikanischen Spezialeinheiten auch das Kommando Spezialkräfte (KSK) der deutschen Bundeswehr beteiligt.

Im Potsdamer Kommando des KSK wird entschieden, wen die Deutschen auf so genannte JPEL-Listen (Joint Priority Effects List/Gemeinsame Wirkunsvorrangliste) setzen. Die endgültige Genehmigung erteilt dann das Isaf-Hauptquartier in Kabul.Dem Bericht zufolge werden Personen auf diesen Listen in den Kategorien "c" und "c/k" geführt. "c" stehe für "capture" (festnehmen), "k" für "kill" (töten).

US-Einheiten nutzen deutschen Stützpunkt

Dokumente und Aussagen von Beteiligten belegen dem "Stern"-Bericht zufolge die Existenz dieser Listen und ihre Verwendung in Afghanistan. Die Bundeswehr trägt demnach angeblich nur Zielpersonen in die Liste ein, die gefangen genommen werden sollen.

Dem "Stern" zufolge benutzen amerikanische Special Operations Forces (SOF) den deutschen Stützpunkt in Mazar-i-Sharif für ihren Einsatz. Die Stationierung von 300 US-Elitekämpfern sei vom Pentagon Anfang August 2009 beantragt worden, ohne dass der damalige deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und das Bundeskanzleramt darüber informiert worden seien.

KSK wegen Luftangriff unter Beschuss

Das Kommando Spezialkräfte ist auch wegen des umstrittenen Luftangriffs auf zwei Tanklaster unter Beschuss. Wie der "Spiegel" berichtet, soll die Elitetruppe - entgegen der Aussagen der politisch Verantwortlichen - in der Bombennacht eine entscheidende Rolle gespielt haben. Bei dem Angriff, den ein deutscher General befahl, starben bis zu 140 Menschen.

(APA/Red.)

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12 Kommentare
Alien
10.02.2010 16:37
0 0

Uiiii, die pöse Nato!

Die schränken doch tatsächlich ein. Dabei hat doch jeder ein Recht auf ein "Kill"-Urteil. Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?

Die Taliban macht das im Vergleich dazu seriös und gutmenschenkonform: Sie tötet einfach alle zusammen. Gemeinsam mit dem Selbstmordattentäter und ohne Auswahlliste.

Leon111
10.02.2010 14:24
0 1

Gott sagt im Quran:

64. Sag: O Leute der Schrift, kommt her zu einem zwischen uns und euch gleichen
Wort: daß wir niemandem dienen außer Allah und Ihm nichts beigesellen und sich
nicht die einen von uns die anderen zu Herren außer Allah nehmen. Doch wenn sie
sich abkehren, dann sagt: Bezeugt, daß wir (Allah) ergeben sind.

Antworten Gast: abcde
10.02.2010 16:34
0 0

Re: Gott sagt im Quran:

Mohammed sagt: „Wer seine Religion ändert, den sollt ihr töten“

1 0

Re: Gott sagt im Quran:

Hört sich eher an wie das Gestammel eine betrunkenen 12-jährigen.

widder
10.02.2010 13:32
1 0

Todeslisten von Talibanführern

Unsere rot-grünen Gutmenschen wissen natürlich nicht, nach welchen Regeln ein Krieg abläuft.
Die islamistischen Taliban dagegen können machen was sie wollen, sie stehen unter dem Schutz unserer "guten Menschen".

Antworten Gast: af
10.02.2010 14:56
0 1

Re: Todeslisten von Talibanführern

Unsere schwarz-blauen Hassmenschen wissen natürlich, nach welchen Regeln ein Krieg abläuft.
Die islamistischen Taliban dagegen können nicht machen was sie wollen, sie stehen unter keinem Schutz unserer "bösen Menschen".

Gast: ET
10.02.2010 12:37
1 2

Soldaten aus Europa zur Exekution antreten?

Dazu solllte man sich die Werte der EU anhand der Grundrechtscharta einmal genauer anschauen.

www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf

Besonders der Artikel 2 ist in diesem Zusammenhang relevant. So nebenbei wir schon seit vielen Jahren der Artikel 1 der EU Grundrechtscharta von der EU betreffend dem Afghanischen Volk mit den Füssen getreten.

Wenn die Meldungen zu den Todeslisten und die gezielte Tötung von Menschen tatsächlich befohlen wurde, dann sind sämtliche Personen in der Befehlskette sofort in Haft zu nehmen und dort zu lassen.

2 0

Re: Die Welt ist keine Kinderjause


Jeder dieser Ter roristen weniger ist eine Wohltat für die Entwicklung der Menschheit. Ganz egal ob mit oder ohne Steckbrief eliminiert.

Antworten Antworten Gast: ET
10.02.2010 15:56
0 0

Re: Re: Die Welt ist keine Kinderjause

Jetzt sind Sie sicher ordentlich am Holzweg. Am Holzweg deshalb, weil Sie das Leben rein aus Ihrer Position betrachten und rein aus Ihren Wertevorstellungen. Dass es daneben noch etwas anderes gibt, können Sie nicht erkennen. Es ist ja nicht so, dass nur ein Leben nach Ihren Vorstellungen das einzige richtige Leben sein kann. Das Leben selbst ist vielfältiger und bunter aber nicht zwangsweise falsch.

Dass Taliban prinzipiell als Ter roristen abgehandelt werden können, wage ich zu bezweifeln. Wenn sich die Amerikaner oder Chinesen in Österreich so aufführen würden, wie die Nato in Afghanistan, dann würden Sie auch zur Waffe greifen.

In Ihrem Denken ist wohl Andreas Hofer ein Held, die Verteidiger der Heimat in anderen Ländern sind aber Ter roristen?

Kann man wirklich so in Schubladen denken? Kann man dann, nach dem Schubladisieren einseitige Rechte zum Töten zugestehen?

Antworten klaus h
10.02.2010 14:40
0 0

Re: Soldaten aus Europa zur Exekution antreten?

Richtig, wie wir aber nicht nur aus der SteuerCD-Geschichte wissen ist es überhaupt kein Problem, wenn der Staat sich kriminell verhält, solange es einem höherem Interesse dient.
Daher darf er Leute entführen (z.B. Milano), foltern und ohne Anklage jahrelang einsperren (Gunantanamo), Menschen ermorden (Dubai) oder auch gezielt töten (Jemen, Iran...... so viele Buchstaben habe ich hier nicht zur Verfügung) und Kollateralschäden billigend in Kauf nehmen.

Alles ok, solange sie keinen Song illegal aus dem Internet herunterladen, oder die Parkometerabgabe unzulässig verkürzen.

Antworten tomschi
10.02.2010 13:13
2 2

Re: Soldaten aus Europa zur Exekution antreten?

Kleine Kinder zu töten ist in Ordnung, wenn es sich als Kollateralschaden deklarieren lässt. (Sind die Killer Israelis, dann wäre es sogar Antisemitismus, etwas anderes zu behaupten.) Die gezielte Tötung eines Vertreters dieses Terrorregimes ist aber ganz furchtbar.

tomschi
10.02.2010 12:31
4 0

Man darf nicht vergessen...

...wer oder was die Taliban sind, welche Gräueltaten sie vollbracht haben. Wäre es falsch gewesen, Hitler, Himmer, Göring u.s.w. gezielt auszuschalten, wenn sich die Gelegenheit ergeben hätte?