Die US-Justiz hat eine Amerikanerin wegen des Versuchs angeklagt, im Internet Kämpfer für den islamischen "Heiligen Krieg" zu rekrutieren. Colleen LaRose aus dem US-Staat Pennsylvania habe mit fünf Komplizen Männer für Terroranschläge in Europa und Südasien angeworben, teilte das US-Justizministerium am Dienstag mit.
Daneben hätten sie Frauen rekrutiert, die mit unverdächtigen Pässen in Europa umherreisen und den "Jihad" unterstützen könnten. LaRose, die auch als "Fatima LaRose" und "JihadJane" bekannt sei, müsse im Falle eine Verurteilung mit lebenslanger Haft rechnen.
Anschlag auf Mohammed-Zeichner
Außerdem soll die knapp 40-Jährige zugestimmt haben, den schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks in seiner Heimat zu ermorden. Damit solle "die ganze Welt der Ungläubigen" das Fürchten gelehrt werden. LaRose sei nach einem "direkten Befehl" nach Europa gereist und habe das potenzielle Opfer über das Internet ausgekundschaftet, "mit dem Ziel, die Aufgabe zu Ende zu bringen."
Der Schwede hatte 2007 eine Zeichnung von Mohammed als Hund veröffentlicht. Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard war Anfang des Jahres nur knapp einem Mordanschlag in seinem Haus in Århus entgangen. Er gilt seit den Protesten Anfang 2006 gegen seine Karikatur mit dem Propheten als Terrorist für die Zeitung "Jyllands- Posten" als permanent bedroht.