Vor 32 Jahren hatte Dalal Mughrabi bei einem Terroranschlag 37 Israelis und einen US-Fotografen mit in den Tod gerissen. Jetzt ist in Ramallah im Westjordanland ein Platz nach der Terroristin benannt worden. An der Zeremonie nahmen am Donnerstag mehrere Dutzend Mitglieder der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas teil. Wegen der heftigen israelischen Proteste kam entgegen der ursprünglichen Absicht kein Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde.
Küstenstraßen-Massaker
Der Terroranschlag vom 11. März 1978 ist in die israelische Geschichte als Küstenstraßen-Massaker eingegangen. Die damals achtzehn Jahre alte Mughrabi gehörte zu einem Kommando, das mit einem Boot aus dem Libanon gekommen und in Israel an Land gegangen war. Zuerst töteten die Angreifer sechs Menschen in einem Taxi. Ein danach entführter Bus wurde von israelischen Sicherheitskräften an einer Straßensperre gestoppt. Nach einem Schusswechsel soll sich Mughrabi mit den Entführten im Bus in die Luft gesprengt haben.
Im Zuge eines Gefangenenaustausches mit der pro-iranischen Hisbollah im Libanon hatte Israel im Juli 2008 die sterblichen Überreste von Mughrabi übergeben. Ein DNA-Test ergab dann nach palästinensischen Angaben, dass es sich nicht um die Überreste Mughrabis handelte. Die Familie der Palästinenserin und ehemalige Fatah-Freunde in Ramallah wollten einen Platz nach ihr benennen, um ihre "Erfolge als Kämpferin" zu würdigen.
(Ag.)

Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Wien wählt am 10. Oktober Alle Infos zur Wahl
Geheime Memos Was in Afghanistan schief läuft
Zitate der Woche Zitate der Woche: ''Die Bundesregierung verarscht die Österreicher''
Separatismus Hotspots in Europa