31.07.2010 06:21 | Meine Presse Merkliste0

Irak: Vorwürfe von Wahlbetrug mehren sich

21.03.2010 | 18:37 |   (Die Presse)

Premier al-Maliki fordert Neuauszählung, Kommission lehnt ab.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bagdad (APA/dpa/AFP/apn). Auch zwei Wochen nach der Parlamentswahl warten die Iraker immer noch auf ein Ergebnis. Das gibt Spekulationen über angebliche Betrügereien bei der Stimmenauszählung neue Nahrung. Sowohl der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki als auch der kurdische Staatspräsident Jalal Talabani forderten die Wahlkommission am Wochenende auf, „alle Wahlzettel noch einmal von Hand auszuwerten“. Der Vorsitzende der Kommission, Faraj al-Haidari, lehnte dies ab.

 

Späte Zweifel der Regierung

Nach der Auszählung von etwas mehr als 90 Prozent der Stimmen erhalten al-Malikis Koalition für den Rechtsstaat und das säkulare Bündnis von Iyad Allawi jeweils rund 90 der 325 Sitze im Parlament. Das Bündnis der religiösen Schiitenparteien von Ammar al-Hakim und Muqtada al-Sadr liegt mit 68 Sitzen auf dem dritten Platz. Die Allianz der Kurdenparteien von Talabani und Massoud Barzani besetzt 39 Sitze.

Zuerst hatten nur Kandidaten von Allawis Liste behauptet, Mitarbeiter der Wahlkommission hätten versucht, Ergebnisse zu fälschen. Erst jetzt, da es so aussieht, als könne Allawis Bündnis die stärkste Fraktion werden, haben auch al-Maliki und die Kurden Zweifel angemeldet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.03.2010)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentar BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen