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Druck auf Israel: Arabische Liga will Iran mehr einbinden

27.03.2010 | 14:55 |   (DiePresse.com)

Die Arabische Liga will den Iran in ein Regionalforum einbinden. Die unnachgiebige Politik Israels gefährde den Nahost-Friedensprozess. der türkische Ministerpräsident Erdogan warnte vor dem weiteren Siedlungsbau.

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Die Arabische Liga sieht den Nahost-Friedensprozess durch die unnachgiebige Politik der israelischen Regierung vom endgültigen Scheitern bedroht und leitet deshalb eine völlige Kursänderung gegenüber dem Iran ein. Der Generalsekretär der Liga, Amr Mussa, rief die 22 Mitglieder der panarabischen Staatenorganisation auf dem Gipfel in Libyen am Samstag dazu auf, sich mit Sorgen wegen des wachsenden iranischen Einflusses und des Atomprogramms direkt an die Regierung in Teheran zu wenden. Er schlug ein Forum für regionale Zusammenarbeit und Konfliktlösung vor, dem auch die nichtarabischen Staaten Iran und Türkei angehören sollten.

Arabische Liga
Die 1945 gegründete Arabische Liga umfasst 22 Staaten, einschließlich des 1988 von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgerufenen Staates Palästina. Die PLO war als solche bereits 1976 Vollmitglied der Liga geworden. Zu den Gründungsmitgliedern - Ägypten, Irak, Jemen, Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien - kamen später Algerien, der Sudan, Libyen, Marokko, Tunesien, Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mauretanien, Somalia, Dschibuti und die Komoren hinzu.

Gegen Isolationspläne

Der Vorstoß läuft den intensiven Bemühungen der USA und Israels zuwider, Teheran zu isolieren. Mussa appellierte an die arabische Gemeinschaft, den Druck auf Israel zu verstärken. Der Friedensprozess dürfe kein "Prozess mit offenem Ende" sein. Er betonte, dass die Zustimmung der Araber zu indirekten israelisch-palästinensischen Gesprächen hinfällig würde, sollte Israel am Siedlungsbau im besetzten Ostjerusalem festhalten. Anfang März hatte die Arabische Liga dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas ihre Zustimmung zu den von den USA vorgeschlagenen indirekten Verhandlungen ("proximity talks") mit Israel erteilt. Das Mandat war auf vier Monate begrenzt worden. Falls die Initiative scheitern sollte, wollen sich die arabischen Außenminister an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wenden. Die Wiederaufnahme der Ende 2008 abgebrochenen direkten Verhandlungen mit Israel lehnen die Palästinenser ab, solange die israelische Regierung am Siedlungsbau auf besetztem Gebiet festhält.

Erdogan: Siedlungsbau "Wahnsinn"

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte als Ehrengast in Sirte, die Staaten der Region sollten ihre Interessen gemeinsam verteidigen. Die Politik der israelischen Regierung unter Benjamin Netanyahu und deren Anspruch auf ganz Jerusalem bezeichnete Erdogan als "Wahnsinn". Die arabischen Staaten müssten jetzt schnell agieren, da Israel versuche, durch den Bau jüdischer Siedlungen im besetzten arabischen Ostteil von Jerusalem und andere Maßnahmen Fakten zu schaffen, die später nur noch schwer zu beseitigen seien. "Heute ist nicht der Tag, um untätig zu trauern, sondern wir müssen dagegen etwas unternehmen", erklärte Erdogan. Mussa betonte, dass die Zustimmung der Araber zu indirekten israelisch-palästinensischen Gesprächen hinfällig würde, sollte Israel am Siedlungsbau in Ostjerusalem festhalten.

"Es gibt Mercedes im Iran"

Unmittelbar vor dem am Montag beginnenden Türkei-Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich Erdogan in einem "Spiegel"-Interview ausdrücklich gegen Sanktionen und für weitere Gespräche mit Teheran aus. Die bisher verhängten Sanktionen gegen den Iran seien wirkungslos geblieben, unterstrich der Premier. "Gelangen jetzt etwa keine amerikanischen, keine deutschen Waren in den Iran? Auf indirektem Wege schon. Natürlich gibt es Mercedes im Iran. Es gibt Peugeot. Ich spreche gern offen. Ich hasse es, in der Politik Dinge zu verstecken. Was wir hier brauchen, ist Diplomatie, Diplomatie, Diplomatie", sagte Erdogan. Die Türkei hat derzeit einen Sitz als nichtständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat.

(Ag.)

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19 Kommentare
Gast: Österreicher
29.03.2010 18:52
1 1

israelis raus aus Palästina

und Ruhe ist.

Cuchulainn
28.03.2010 13:23
1 0

Islam, Islam,

ick hör dir trapsen*

Grund zum Jubeln für die Vereinigten Kerzerlschwenker!

Gast: Sicher nicht Muzikant
28.03.2010 11:47
2 2

Man sehe sich die Bewertungen der Kommentare an

Wie war das mit den Kellernazis, die aus ihren Löchern kriechen?

Svenfekter
28.03.2010 11:37
3 2

Eine Bemerkung:

Die EU ist vor Libyen eingeknickt. Wenn wir alle arabische Staaten zusammen rechnen, wird die EU in allen arabischen Hintern hineinkriechen!

Gladius
28.03.2010 03:17
5 4

Die Arabische Liga ist der Hort ds Terrors!

Wenn die Araber jemals Frieden gewollt hätten hötten sie Israel schon längst anerkannt. Das wollen sie aber nicht. Das einzige wonach die Arabische Liga stebt ist die zerstörung Israels und die vernichtung aller Juden.

Antworten simpson 1
29.03.2010 21:39
0 1

Re: Die Arabische Liga ist der Hort ds Terrors!

Schon vergessen ? Die Israelis haben Palestina besetzt und dabei schreckliche und abschäuliche Verbrechen an der palestinensischen Bevölkerung begangen !!! Wer sind denn da die Terroristen ??? Und die ganze Welt schaut bis heute zu.

Gladius
28.03.2010 03:14
4 4

Die Arabische Liga ist der hort ds Terrors


Antworten Gast: simpson 1
29.03.2010 21:25
0 2

Re: Die Arabische Liga ist der hort ds Terrors

Schon vergessen ? Israel hat Palestina besetzt und nicht umgekehrt. Die wahren Terroristen sind die Israelis

3 3

Wenn's denen wirklich um den Frieden ginge.

dann sollten sie mal ihren P. Flüchtlingen die Staatsbürgerschaften der jeweiligen Aufnahmeländer (was auch immer das im Kontext meint) geben!

Antworten Gast: S. Fink
27.03.2010 21:04
2 2

Re: Wenn's denen wirklich um den Frieden ginge.

Meinen Sie damit Israel?
Immerhin ist dieses Land der Grund für die Palästinensischen Flüchtlinge.

Antworten Antworten Gast: gast
28.03.2010 15:09
1 2

Welche "palästinensischen Flüchtlinge"?

Meinen Sie die wohlgenährten, von israelischen Steuergeldern gemästeten Menschen, die im Jahre 2006 mit 86-prozentiger Mehrheit Terrorbanden (Hamas und Fatah) zur Regierung gewählt haben?

Jene Menschen, die es zulassen, daß ihre Kinder durch das Hamas-Propagandafernsehen zu Selbstmordattentätern programmiert werden?

Jene Menschen, die Verheiratungen erwachsener Männer mit kleinen Kindern organisieren?

Die flüchten also?

Dann hoffe ich, sie flüchten auf den Mond.

Gast: von Tempsky
27.03.2010 16:55
5 6

daß jene

sogenannte liga den vernichtung israels und die ermordung seiner sämtlichen bewohner anstrebt, ist aber schon klar, oder nicht...?

Antworten Fritz
29.03.2010 18:57
0 1

Re: daß jene

Nein!!!

Boris
27.03.2010 16:54
3 2

Die Richtung stimmt


Gast: kein Dhimmi
27.03.2010 16:24
5 7

Die Arabische Liga ist die Quelle des Terrorismus


Ob in Asien, Afrika oder in Europ. Städten -

keine Organisation, die übrigens mehrheitlich

aus islamistischen Diktaturen besteht, investiert

derart viel Geld in Krieg und Terror.


Wir Europäer dürfen uns von der A.L. nicht länger belügen und betrügen lassen!


Antworten Fritz
29.03.2010 19:05
0 0

Re: Die Arabische Liga ist die Quelle des Terrorismus

Sie meinen wahrscheinlich Israel!!
Kein anderes Land in dieser Region gibt seit über 60 Jahren derart horrende Summen aus für das Militär als Israel.
Allein die letzten militärischen Einsätze gegen den Libanon und gegen Gaza kosten ein Vielfaches dessen was die von Ihnen angegebenen Länder jemals in kriegerische Auseinandersetzungen investieren könnten.
So gesehen sind Sie es der sich andauernd belügen lässt und diese Lügen weiterverbreitet.
Abgesehen kenne ich zwar Diktaturen, aber keine "islamistischen".
(Wenn Sie "Islam" und "Islamismus" auseinander halten können!

Antworten STFU
28.03.2010 14:08
1 1

Re: Die Arabische Liga ist die Quelle des Terrorismus

„Ein alter und ein junger Jude gehen durch den Frankfurter Stadtpark. Ein Vogel fliegt über sie hinweg, lässt etwas fallen und – trifft. Da belehrt der betagte Jude den jungen: „Verdammter Antisemitismus! Für die anderen singen sie!“

Interessante Seite
http://www.sgipt.org/medppp/auserw/mat02.htm#Textstellen,%20die%20ich%20im%20Goldschmidt%20unter%20der

Vielleicht lesen sie mal darin!
Lesen schadet der Dummheit und fördert das Denken.

Antworten Antworten Gast: von Tempsky
28.03.2010 18:41
1 0

Re: Re: Die Arabische Liga ist die Quelle des Terrorismus

danke für den link...
hat dieselbe relevanz wie grimms märchen oder karl mays geschichten.

der talmud erhebt für sich nicht den anspruch jetzt und für alle zeiten wortwörtlich befolgt werden zu müssen, und ist somit als vergleich zum koran nicht zulässig...

aber netter versuch..

Antworten Gast: G Ast
27.03.2010 18:44
7 4

Re: Die Arabische Liga ist die Quelle des Terrorismus


Bevor Sie sich das Maul zerreißen wäre es interessant von Ihnen eine Definition des Wortes Terrorismus zu erhalten.

Weiters fallen mir auf Anhieb große und auch kleine Länder ein, die sehr wohl viel Geld in Krieg und Terror investieren - sogar mehr als die ganze Arabische Liga zusammen.

Die Namen dieser Länder herauszufinden dürfte speziell für Sie sicherlich kein Problem darstellen.