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Putin in Wien: Pipeline-Abkommen unterzeichnet

24.04.2010 | 16:13 |   (DiePresse.com)

Russlands Ministerpräsident Putin hat in Wien mit Kanzler Faymann ein Regierungsabkommen über den Bau der Erdgas-Pipeline "South Stream" unterzeichnet. Somit wird ein Teilstück des Projekts in Österreich realisiert. Anlass für Putins Österreich-Besuch ist die Judo-EM.

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Österreich und Russland haben am heutigen Samstag in Wien im Beisein der Regierungschefs beider Länder, Werner Faymann und Wladimir Putin, ein Regierungsabkommen über den Bau der Erdgas-Pipeline "South Stream" unterzeichnet.

Bei dem Abkommen geht es um den Rechtsrahmen, dass ein Teilstück des Projekts in Österreich realisiert wird. Das Abkommen wurde von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Energieminister Sergej Schmatko signiert.

Gazprom-Chef Alexej Miller und OMV-Chef Wolfgang Ruttensdorfer unterzeichneten außerdem ein Basisabkommen über die Zusammenarbeit der beiden Energieunternehmen. Sie wollen den österreichischen Teil der Pipeline von der österreichisch-ungarischen Grenze bis zum niederösterreichischen Gasspeicher Baumgarten gemeinsam errichten.

"Ich freue mich, dass wir diese zwei wichtigen Papiere unterzeichnen können", sagte Putin. "Wir wollen das Projekt (South Stream, Anm.) auf jeden Fall umsetzen." South Stream sei ein "Konkurrent" zur von Österreich geplanten Gaspipeline Nabucco, stellte der russische Premier klar.

"Für Nabucco noch keine Willigen."

Einmal mehr bezweifelte er die Realisierbarkeit des von der OMV getragenen Nabucco-Projekts, mit dem Europa an Gasvorräte im Kaspischen Raum kommen will. "Ehe man etwas baut, muss man erst Lieferverträge abschließen", sagte der russische Premier in Anspielung auf die noch offene Frage, welches Gas über Nabucco transportiert werden soll. "Für Nabucco gibt es noch keine Willigen." Daher stelle sich die Frage, was überhaupt in die Nabucco-Pipeline eingespeist werden soll.

 

''Nabucco'' vs. ''South Stream''
South Stream ("Juschni potok"), mit dem Russland bei seinen Gasexporten das Transitland Ukraine umgehen kann, soll 2015 in Betrieb gehen und mit einer jährlichen Kapazität von 63 Milliarden Kubikmeter rund 35 Prozent der russischen Gasexporte nach Europa abdecken.

Zwar gelten die zwei Pipelines als Konkurrenzprojekte, doch haben beide Betreiber-Konsortien offiziell wiederholt betont, dass angesichts des wachsenden Gasbedarfs für die Versorgung der EU beide Rohrleitungen notwendig seien. Mehr ...

Kranzniederlegung am Schwarzenbergplatz

Putin ist am heutigen Samstagnachmittag mit einer Stunde Verspätung auf dem Flughafen Wien-Schwechat angekommen. Sein erster Weg führte ihn ins Bundeskanzleramt zu einem Vieraugengespräch mit Bundeskanzler Werner Faymann. Danach wurde das Abkommen über die Gaspipeline South Stream unterzeichnet.

Weiters ist ein Gespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer in der Präsidentschaftskanzlei geplant. Am Sonntagabend will Putin nach Italien weiterfliegen, wo er am Montag ein Gespräch mit Regierungschef Silvio Berlusconi führen wird.

Anlass für Putins Wien-Besuch ist die Judo-Europameisterschaft, die im Dusika-Stadion ausgetragen wird. Putin, der von 15 russischen Kamerateams begleitet wird, will den Bewerben im Stadion am späten Samstag- und Sonntagnachmittag beiwohnen.

Aus Sicherheitsgründen werden Platzverbote über den Ballhausplatz (heute seit 12.00 Uhr) und über den Schwarzenbergplatz (Sonntag, ab 11.00 Uhr) verhängt, wie es in einer Aussendung des Bundeskanzleramts hieß. Die NGO "Resistance for Peace" wollte am Samstag in der Nähe der Hofburg gegen Menschenrechtsverletzungen in Russland protestieren. Aktivisten hatten bereits am Freitag in der Wiener Innenstadt eine Mahnwache für die getötete Journalistin Anna Politkowskaja abgehalten.

(APA)

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44 Kommentare
 
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Gast: Luigi Rizzo
29.04.2010 12:51
0 0

Österreich..

ist doch sowas von unwichtig.Sollte an D gegliedert werden und der Süden an Slowenien und Italien

Gast: Bergfink
26.04.2010 12:20
0 0

Wie wärs mit nem Abkommen zu

Alternativen Energien...viel besser als fossile Energien hin und her zu schieben

Staunton
25.04.2010 15:38
0 0

Die Fischer-Kritiker gehören wirklich zu den dümmsten Forumsteilnehmern

Einerseits behaupten sie immer, Fischer wäre ein radikaler Linker bis hin zum Unterstützer von Nordkorea, andererseits werfen sie ihm aber gleichzeitig vor, stets zu verschwinden, wenn es zum Kampf im Parlament oder sonst wo kommt.

Wie kann man bei so einem Verhalten gleichzeitig "radikaler Linker", "Steinzeitkommunist" u. dgl. sein, wie das einige Blödköpfe immer wieder behaupten? Wenn man immer zurückzuckt oder die Kurve kratzt, wenn Widerstand oder Ungemach auftauchen?

Und noch einen kleinen Unterschied darf man den Diplom-Dummköpfen aufzeigen. Würde Fischer unter Steinzeitkommunisten während einer wichtigen Abstimmung verschwinden, würde er überhaupt nicht mehr auftauchen. Dafür würden nämlich die Steinzeitkommunisten sorgen.

Antworten Gast: Löser
25.04.2010 15:48
0 0

Re: Die Fischer-Kritiker gehören wirklich zu den dümmsten Forumsteilnehmern

Kommunisten wissen eben nicht wozu ein Parlament da ist, sein Meister in Nordkorea konnte es ihm einfach nicht erklären was er dort machen sollte

Antworten Antworten Staunton
25.04.2010 18:01
0 0

Sie haben meine Befürchtungen bestätigt, was die geistigen Fähigkeiten der Fischer-Kritiker anbelangt

Soll ich Ihnen vielleicht den letzten Satz meines Kommentars noch einmal mit einer 100seitigen Abhandlung erklären? Falls ich einmal irrtümlich dafür Zeit haben sollte?

Alle anderen werden es ja in ca. 0,5 - 0,7 Sekunden verstanden haben, was mit diesem Satz gemeint ist.

Gast: Gast
25.04.2010 15:25
0 0

Bravo

Putin hat eine ausgezeichnete Rede in deutscher Sprache gehalten. Respekt!

Gast: Beobachter
25.04.2010 14:58
0 0

Feymans Fuehrungsoffizier zu Gast

Um die Praesidentenwahl zu ueberwachen. Keine Angst, ist schon alles vorbestimmt, die Stimmzettel bereits ausgefuellt, bereit zum "Auszaehlen".

0 0

'Mit Muskeln aus Gas...'

rather poor .. des Titels Wahl. Dazu die belanglose, unnoetige Bemerkung zur 'Erkaeltung' von Putin.
'Schoernalismus' auf Oesterreichische Art. Belangloser Quatsch, der des gleichen sucht.
Niveauloses Quaken eines Schoernalisten der Presse. Mama Mia, Eurer Glueck dass es in AUT nur eben 7 Mio EW gibt, davon die Haelfte Kronenzeitung liest.

Staunton
25.04.2010 08:46
0 5

Fischer hatte eigentlich großes Glück, dass er beim Gespräch mit Putin überhaupt ausreden konnte,

bevor ihn der ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner, bewaffnet mit der Mappe der ÖVP-Lieblingklientel, "zur Seite stieß" und sich mit Sternderln in den Augen an Putin herandrängte.

Was bekommt Fischer eigentlich dafür, wenn er für die ÖVP-Klientel immer den Türöffner und Rutschenmacher spielt?

Sollten die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer nicht zumindest ein großes Bild von Fischer in ihren Räumen aufhängen und jeden Tag im Stephansdom eine große Kerze für ihn anzünden lassen?

Antworten Gast: UKW
25.04.2010 10:35
2 5

Wirtschaft sind wir alle!

Die Wirtschaft ist nicht die Klientel der ÖVP, sondern die von allen Österreichern in der Privatwirtschaft, weil sie für Arbeitsplätze sorgt. Für die meisten halt. Dann gibt es auch noch solche Leute, die ihre Arbeit im geschützten Sektor von der Partei zugewiesen bekommen haben und im Gegenzug Parteidienste leisten müssen - Wie zum Beispiel hier die SPÖ-Klassenkämpfersprüche aus dem vorvorigen Jahrhundert zu verteidigen.

5 1

Der letzte satz............

Putin hätte Fischer beispielsweise erklären können, wie man mit einer durch eine Flugzeugkatastrophe schwer getroffene Nation wie Polen mitfühlend umgeht – und dass es in Europa schlecht ankommt, wenn man ein Staatsbegräbnis mit hanebüchenen Ausreden schwänzt - gefaellt mir ..............

1 2

Mr. Putin kommt eben gerne zu den Mächtigen Werner Faymann auf einen Kaffee

Sir Putin weiss, in Wien gibt es einen guten Kaffee. Um diesen nicht alleine zu trinken, hat er die Botschaft Österreichs verständigt, damit Faymann ihm Gesellschaft leistet.

Faymann ist weltweit bekannt. Denn immerhin schätzen ihm die Menschen auf dem Globuss.

So wie Faymann, möchte auch Sir Putin sein. Sozial, fair und kompetent.

Sie verstehen sich gut, weil Sie beide für die Menschen gute Arbeit leisten.

Wahrscheinlich wollte Sir Putin auch gleich Dr. Heinz Fischer zu Wiederwahl gratulieren. So wie es sich gehört.

Die Österreichische Elite hat globalweit ihren Namen.


Antworten Gast: juandaustria
25.04.2010 10:25
1 1

Ja so "Mächtige" wie Faymann, der nicht einmal ein Drittel der Wähler und gerade mal ein Viertel der Österreicher hinter sich hat, daran

wird sich Putin sicher ein Vorbild nehmen und hat auch schon des mächtigen Faymanns Füße geküsst und liegt vor der roten österreichischen Elite im Staub, ob ihrer Macht und elitären Weisheit und Führungsfähigkeit.

Da reisst ein Böllerschuß auf einmal Michi aus dem Schlaf und den Socken...: Hab ich etwa nur geträumt, ich sei Heinz Faymann, der rote Kaiser von Östergarn?

Ja, wenn das so ist, dann werde ich wieder vernünftig und geh nicht zur Wahl oder wähle weiß..., am besten wähle ich aber den Gehring und fahre dann mit meinen Genossen mit dem Globuss rund um den Globus.

2 2

Wenn ich mir die bilder...........

von hr. putin und unserem bk so ansehe, habe ich immer das gefuehl, dass neben hr. putin ein guertelzuhaelter steht ......................

Gast: Wiener
24.04.2010 22:03
2 2

Wie immer:

Putin = Staatsmann ( ganz gleich was man von seiner Politik denkt)
Faymann = peinlich
Fischer = oberpeinlich
Putin bitte entschuldige aber die Leute wurden tatsächlich gewählt...

Antworten Gast: Gast
25.04.2010 15:28
0 0

Re: Wie immer:

Putin ist ein hochintelligenter Staatsmann.

Karl Kater
24.04.2010 21:52
2 2

.

Warum schmerzt es einen österreichischem Staatsbürger das Wernerchen neben internationalen Politgrößen sehen zu müssen?

Gast: UKW
24.04.2010 21:07
2 2

Putin ist ein Leichtgewicht gegen Fayman

Er kann vom Genossen Fayman noch viel lernen, wie man die Med---ien kauft und besticht.

Antworten scf
25.04.2010 12:17
0 0

Re: Putin ist ein Leichtgewicht gegen Fayman

Ich denke da weiß jemand über den Werdegang Putins nicht ausreichend bescheid.

Gast: Bürger
24.04.2010 19:32
2 1

HeiFi und Feynachtsmann...

...werden es garantiert schaffen, das von der ÖMV wesentlich getragene Projekt Nabuccho zu torpedieren. Bei solchen Politikern braucht man keine Zukunftsängste haben.

Antworten Gast: UKW
24.04.2010 21:05
0 1

Die ÖMV heißt schon seit Ewigkeiten nicht mehr ÖMV

Sondern OMV.

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Von RasPutin Deutsch gelernt!

"...schwellt im Himmel über dem Ballhausplatz plötzlich das Knattern..."
Über die Schwelle schwellt der Schwal der Schwulst und schwillt.

Antworten Svenfekter
25.04.2010 11:18
0 0

Re: Von RasPutin Deutsch gelernt!

Selbst du musst erkannt haben, wie unwichtig Österreich International ist... Alleine das Bellen macht niemanden zu einer Grossmacht!

0 5

RasPutins Deutsch!

"...schwellt im Himmel über dem Ballhausplatz plötzlich das Knattern..."(sic!)
Über die Schwelle schwellt der Schwall der Schwulst und schwillt!

Antworten Palko
24.04.2010 22:32
1 0

Re: RasPutins Deutsch!

... und wenn Sie das auf russisch sagen können, dürfen´s ätzen, sonst: maltschi!
(schweig!)

Gast: pont9
24.04.2010 19:16
3 0

Visa für Russland sind Rest des kalten Krieges

Gehen Sie davon aus, dass wer als Russe, Tschetschene, Südkaukasier usw. in Österreich kriminell sein will, es bereits ist. Die Visabestimmungen sind in beide Richtungen anachronistisch. Weg damit! Freien Weg nach St.Petersburg!

 
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